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Stimmdisziplin war sehr unterschiedlich

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Detailergebnisse der Nationalratswahlen im Kanton Freiburg

Autor: Von WALTER BUCHS

Die Staatskanzlei hat am Montag zu den Nationalratswahlen vom 21. Oktober detailliertere Ergebnisse veröffentlicht. Die Angaben betreffen die Anzahl und Art der eingegangenen Wahlzettel, die bis auf Stufe Gemeinde aufgeschlüsselte Herkunft der Kandidatenstimmen sowie die Parteienstärke.Aus diesen Informationen geht hervor, dass von den 82 123 gültigen Wahlzetteln deren 32 352 unveränderte Parteienlisten waren. Das sind 39,4 Prozent gegenüber 33,3 vor vier Jahren. Aus der Sicht der Parteien hat die Stimmdisziplin somit deutlich zugenommen. 7600 Wahlzettel (9,25%) trugen keine Parteienbezeichnung. Dieser Anteil hat im Vergleich zu 2003 leicht zugenommen, was zeigt, dass mehr Stimmende ihren Wahlzettel ganz bewusst auf bestimmte Personen ausrichten.

Kompaktes Wählen bei der SVP

10 521 der 32 352 unveränderten Wahlzettel waren SVP-Parteienlisten; das sind 32,5 Prozent. Dies bedeutet, dass die SVP-Wählerschaft weit überdurchschnittlich kompakt gestimmt hat, kam doch die Partei insgesamt auf einen Wähleranteil von 22,0 Prozent. Ein Viertel der unveränderten Wahlzettel waren SP-Parteilisten, während für die CVP mit einem Wähleranteil von 24,8 Prozent lediglich 17,9 Prozent unveränderte Listen in die Urne gelegt wurden. Die Grünen als grösste Partei ohne Bundesparlamentarier machten 47,1 Prozent ihrer Listenstimmen auf unveränderten Wahlzetteln.In sechs von sieben Bezirken wurden anteilmässig am meisten unveränderte SVP-Listen abgegeben. Einzig im Saanebezirk kommt die SP auf mehr unveränderte Listen. Dies wirkt sich auch auf das Gesamtwahlergebnis aus. 59,1 Prozent ihrer insgesamt 124 683 Listenstimmen hat die SVP mit unveränderten Listen gewonnen, gegenüber lediglich 22,1 Prozent bei der CSP. Die SP hat 47,7 Prozent ihrer Listenstimmen mit unveränderten Wahlzetteln erhalten und CVP und FDP je rund 29 Prozent.Von den drei Parteien mit einem Wähleranteil von je über 20 Prozent ergibt sich folgendes Bild in den Bezirken: Verglichen mit der Gesamtstimmenzahl liegen CVP (Broye, Greyerz, Sense) und SVP (Glane, See, Vivisbach) in je drei Bezirken an der Spitze. Die SP belegt den Spitzenrang im Saanebezirk. Dies ist auch in der Stadt Freiburg der Fall, wo die CVP auf Platz zwei folgt.

Schützenhilfe von rechts und links

Von den sieben Freiburger Nationalräten hat der CSP-Vertreter Hugo Fasel wie schon in früheren Wahlen am meisten von der Unterstützung aus anderen politischen Lagern profitiert. 23,1 Prozent seiner Stimmen erhielt er auf Stimmzetteln der SP, 20,6 Prozent auf solchen der CVP und 17,9 Prozent auf Wahlzetteln ohne Parteienbezeichnung. Erst an vierter Stelle folgen Wahlzettel seiner eigenen Partei.Beträchtliche Unterstützung von Seiten der CVP-Wählerschaft genossen ebenfalls Jacques Bourgeois und Christian Levrat. 19,6 Prozent der Stimmen erhielt der neugewählte FDP-Nationalrat auf CVP-Wahlzetteln und der wiedergewählte SP-Parlamentarier 13,2 Prozent. Demgegenüber figurierten 7,8 Prozent der Stimmen zu Gunsten der CVP-Nationalrätin Thérèse Meyer-Kaelin auf Wahlzetteln mit der SP-Bezeichnung.Von den Gewählten waren Jean-François Rime und Jean-François Steiert am meisten auf die Unterstützung ihrer Gefolgschaft angewiesen. 45,1 Prozent seiner Stimmen machte SVP-Nationalrat Rime auf unveränderten Listen seiner Partei. 42,6 Prozent der Stimmen für den Neugewählten Steiert stammen von unveränderten SP-Wahlzetteln.

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