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Bereits kurz nach Türöffnung herrscht am Samstagmorgen im Forum Freiburg ein geschäftiges Treiben. Auf der Suche nach Raritäten geht ein Mann mit geübten Griffen durch eine Plattensammlung. Einige Ausstellungstische weiter verhandeln zwei Messebesucher lautstark über den Preis von zwei Funkgeräten. Im Hintergrund ertönt ein deutscher Schlager aus einer alten Musikbox, die ebenfalls zum Verkauf steht. 110 Aussteller und 2000 Besucher aus der ganzen Schweiz pilgerten am Wochenende an die Retro-Technica in Granges-Paccot. Laut den Organisatoren soll die Messe Liebhabern von alten Technikgeräten, Vinylplatten, Spielzeugen und Fotomaterial einen Marktplatz bieten. Von dieser thematischen Einschränkung liess sich indes am Wochenende kein Händler beeindrucken; ein Rundgang durch die 7000 Quadratmeter grosse Ausstellung fördert alles nur Erdenkliche und noch mehr zutage. Kuriositäten wie ein alter Coiffeur-Stuhl oder eine Beinprothese aus Holz fallen dabei genauso wenig aus dem Rahmen wie Stelzen mit Kufen oder eine Pickelhaube aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Die verschiedenen Ausstellungstische ähneln sich einzig in ihrer scheinbar willkürlichen Auswahl an Waren.

Seit 20 Jahren dabei

Zwischen alten CD-Playern und Modelleisenbahnen steht Jean-Philippe Thomi und wartet auf Kundschaft. Der Händler aus La Chaux-de-Fonds erzählt, dass er schon viele Male als Aussteller an der Retro-Technica gewesen sei. Während des Gesprächs behält er seinen Ausstellungstisch stets im Blick, von Zeit zu Zeit entschuldigt er sich, um einem potenziellen Kunden Auskunft zu geben. «Ich bin praktisch jedes Wochenende mit meiner Ware unterwegs, und das seit 20 Jahren», erklärt Jean-Philippe Thomi. Begonnen habe das Ganze, als er arbeitslos gewesen sei und von seinem Vater einige Antiquitäten erhalten habe, die er verkaufen sollte. Seither hält er stets Ausschau nach geeigneten Objekten – etwa bei Hausräumungen –, um diese dann an Orten wie der Retro-Technica zu verkaufen. Damit komme er über die Runden, versichert der Händler, fügt jedoch an, dass ihm die Corona-Krise zugesetzt habe.

«Ein Teil der Aussteller lebt von diesem Geschäft und ist deshalb auf Messen wie die Retro-Technica angewiesen. Deshalb bin ich froh, dass wir die Veranstaltung durchführen konnten, die bis zuletzt in der Schwebe hing», sagt Organisator Dominique Durussel, der selber seit 41 Jahren professionell Handel mit alten Spielen betreibt. Durussel erhielt im Vorfeld rund 200 Anrufe von verunsicherten Ausstellern und Messebesuchern. Trotz den am Freitag bekannt gegebenen verschärften Massnahmen gaben die Behörden schliesslich definitiv grünes Licht. Ein Schutzkonzept des Forums Freiburg sollte die Ansteckungsgefahr minimieren und eine lückenlose Erfassung der Besucher für den Fall einer Infektion garantieren.

Forum Freiburg

Willkommene Finanzspritze

Die Verantwortlichen des Forums Freiburg zeigten sich gestern erleichtert darüber, dass die Nostalgie-Messe Retro-Technica trotz den steigenden Covid-Fallzahlen stattfinden konnte, obwohl in den Vorjahren fast doppelt so viele Besucher gezählt wurden. «Der Umsatz des Forums Freiburg ist im Zuge der Corona-Krise drastisch eingebrochen. Ich schätze, dass wir gegenüber anderen Jahren nur ein Drittel einnehmen», sagt Geschäftsführer Joseph Von-lanthen. Dank einer Finanzspritze des Kantons in Höhe von 500 000 Franken ist das Überleben des Forums nach seinen Worten zumindest für das aktuelle Geschäftsjahr gesichert. Angesichts des Verlaufs der Pandemie zeichne sich aber bereits die nächste Notlage ab. «Wenn es 2021 so weitergeht, werden wir zusätzliche Unterstützung brauchen», kündet Vonlanthen an.

beg

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