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«Stolz, auf eigenen Beinen zu stehen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

Anfangs wusste nur eine Mitarbeiterin, wie man richtige Crêpes zubereitet. «Es war ein Sprung ins kalte Wasser», sagt Martine Fauché, eine der vier Verantwortlichen der Crêperie SucréSalé. Jeder habe die Zubereitung lernen müssen. Doch jetzt laufe alles wie am Schnürchen – zumindest fast alles. Denn Überraschungen sind im Café an der Freiburger Lausannegasse 50 Alltag.

«Manche Angestellten können aufgrund der Belastung nicht zu Stosszeiten arbeiten», erzählt Fauché. «Es kann auch passieren, dass sie überhaupt nicht kommen.» Sie suche regelmässig das Gespräch mit ihnen, «damit Konfliktsituationen gar nicht erst entstehen».

Begehrte Plätze

Im SucréSalé arbeiten Menschen mit psychischen Problemen. Einige gelangen durch die Integrationsmassnahmen der kantonalen IV-Stelle zur Crêperie, andere wollen neben ihrer IV-Rente etwas dazuverdienen. Wieder andere haben über private Stiftungen und Vereinigungen einen Praktikumsplatz erhalten. Insgesamt zwanzig Mitarbeiter haben so im ersten Jahr Erfahrungen im Küchen- und Servicebereich gesammelt (siehe Kasten).

Die Arbeitsplätze im SucréSalé sind begehrt – weil die Crêperie nahe an der realen Berufswelt steht, die Aufgaben vielseitig sind und das Endergebnis auch noch schmeckt. Ab diesem Jahr beschäftigt das Café sogar einen Lehrling.

«Wir passen die Arbeitszeiten laufend den Bedürfnissen der Mitarbeiter an», erklärt Fauché die Beschäftigung. Zuerst einige Stunden in der Küche, dann folgen Einsätze hinter dem Tresen, schliesslich die Arbeit als Kellner. Drei Monate dauert durchschnittlich jede dieser Etappen.

Keine Subventionen

Bei der Eröffnung im April 2010 hatten die Verantwortlichen bewusst auf Subventionen vom Kanton verzichtet. Heute ist das Unternehmen immer noch wirtschaftlich unabhängig, auch wenn für grössere Investitionen, wie den Umbau der Küche oder den Ausbau des Speiseraums, bislang das Geld fehlt. «Wir sind stolz, auf eigenen Beinen zu stehen», sagt Lahcen Boukyaou, der ebenfalls Genossenschafter des Cafés ist. Man habe zeigen wollen, fügt Martine Fauché hinzu, dass mit den richtigen Rahmenbedingungen auch psychisch belastete Menschen in der realen Berufswelt Fuss fassen könnten.

Für das kommende Jahr haben die Initianten bereits Ideen und Pläne – etwa einen Sonntagsbrunch oder Studentenabende.

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