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«Stolz darauf, alte Bauwerke zu erhalten»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Sobald man die Werkstatt des Ehepaars Burla betritt, blicken einen berühmte Gesicher an. Adrian von Bubenberg, Jeremias Gotthelf, oder Jigoro Kano, Gründer des Judo. Ihre Gesichter, in Stein gemeisselt oder als Vorlage in Gips gegossen, zieren die Arbeitsräume der Steinbildhauer Daniel und Sabine Burla in Murten. Zwischen all diesen Statuen liegt viel dicker Staub und, natürlich, Steine aller Art.

Das Geschäft beim Bahnübergang an der Prehlstrasse hat Daniel Burla von seinem Vater übernommen. Sabine Burla erlernte den Beruf ebenfalls, nachdem sich das Ehepaar kennengelernt hatte. Die beiden haben drei Kinder, von denen allerdings keines den selben Weg eingeschlagen hat. Vielleicht liegt es daran, dass der Beruf ihre Eltern auch im Alltag nie loslässt. «Bei gemeinsamen Städtereisen haben sich unsere Kinder immer beschwert, dass ich überall nur Schäden an Steinfassaden sehe», grinst Daniel Burla.

Gutes Aussehen reicht nicht

Als Steinbildhauer betrachten Daniel und Sabine Burla einen Stein mit anderen Augen als ein Laie. «Wie ist er geologisch entstanden? Wie und von wem wurde er verarbeitet? Das sind Fragen, die mich interessieren», erklärt Daniel Burla. Es könne vorkommen, dass sich ein Kunde für einen bestimmten Stein interessiere, der aber gar nicht zum gewünschten Objekt passe. Er gibt ein Beispiel: «Warum braucht es für ein Grabmal einen Stein aus einem fernen Land, wenn der Verstorbene als heimatverbunden und bodenständig beschrieben wird?» Nur weil ein Stein den Angehörigen optisch gefalle, lasse sich dies nicht rechtfertigen, findet Daniel Burla.

«Genau darin liegt die Kunst unseres Berufs», pflichtet Sabine Burla ihrem Ehemann bei. Etwas zu kreieren, das wirklich zum Kontext passe, darin liege die tägliche Herausforderung. Das sei nicht immer einfach, erzählt sie: «Ein Grabstein sollte zum Verstorbenen genau so passen, wie von seinen Massen her zu den anderen Steinen auf dem Friedhof.» Eigentlich, so Sabine Burla, seien Grabsteine aber nie das Kerngeschäft der Steinbildhauer gewesen. Diese dienten den Bildhauern seit dem Aufkommen der bürgerlichen Friedhofkultur im 19. Jahrhundert als Zusatzverdienst. Ein Trend, der allerdings rückläufig ist, da immer öfter in Gemeinschaftsgräbern bestattet wird.

Seit der Expo ist es ruhiger

Die interessantesten Aufträge seien nach wie vor jene an historischen Bauwerken, sagt die Bildhauerin. Momentan arbeiten Burlas und ihre Mitarbeiterin Yvonne Fürst an einem alten Kalksteinbrunnen in Estavayer-le-Lac. Auch in Murten wurden vor einigen Jahren alle Brunnen restauriert – um die Restaurierungen in der Altstadt für die Expo auf den neusten Stand zu bringen.

«Man dachte, dass man jetzt für einige Zeit Ruhe haben wird, aber bei so vielen alten Gebäuden steht immer etwas an», bedauert Sabine Burla. Einige Risse und Fugen im Gerichtsgebäude konnten Burlas letztes Jahr sanieren. Aber auch andere Bauten hätten wieder einmal eine Behandlung nötig – so sollte man etwa die Ringmauer an manchen Stellen ausfugen. «Die Mauern als Haut der Objekte sollten restauriert werden, bevor die Substanz abgewittert oder sogar verloren ist, wie Teile des Sandsteinreliefs über dem Eingang des Schlosshofs», gibt Sabine Burla ein Beispiel. «Sonst belasten wir mit potenziellen Schäden die nächste Generation zu stark. Restaurieren hat viel mit Nachhaltigkeit zu tun», betont die Steinbildhauerin. Allerdings sieht Sabine Burla darin nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine ehrenvolle Aufgabe: «Uns macht es immer wieder stolz, zur Erhaltung dieses historischen Erbes beizutragen.»

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