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«Stolz darauf, in der Mitte zu sein»

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«Es war ein sehr befriedigender und für unsere Partei überaus wichtiger Tag», bilanzierte André Schoenenweid, Präsident der kantonalen CVP, im Anschluss an den Parteikongress vom Samstag. Er sei wirklich ein «glücklicher Parteipräsident», der im Moment keine Sekunde über einen möglichen Rücktritt nachdenke, auch wenn man ihm diese Frage an diesem Tag über ein Dutzend Mal gestellt habe. «Heute konnten wir unsere Gedanken bündeln und den aktuellen politischen Willen der Partei von der Basis her definieren.»

Rund 90 Parteiexponenten aller Altersstufen fanden sich zu diesem Anlass in der Hochschule für Technik und Architektur ein. Der Kongress findet gemäss den Statuten alle fünf Jahre statt, dieses Mal war er aber vom Wahljahr 2016 auf 2017 verschoben worden. Ziel war es, ausgehend von einer vorgängigen Umfrage bei der Parteibasis (siehe Kasten) die zentralen Akzente für die laufende Legislaturperiode work­shop­artig zu erarbeiten. Mit dabei waren nicht nur alle Vertreter der Kantonalpartei in Bundesbern, sondern auch alle CVP-Staatsräte, rund zwei Drittel der CVP-Grossräte sowie diverse Vertreter aus den einzelnen Gemeinden.

Als Gastreferent war Jacques de Coulon eingeladen, Philosoph und ehemaliger Rektor des Kollegiums St. Michael. Er sprach über die nötige Rückbesinnung der Partei auf das «C» in ihrem Namen und dessen Bedeutung. Dabei situierte er die Christlichdemokraten «auf einer Gratwanderung zwischen sozialistischem Kollektivismus und Neoliberalismus».

Verlorene Sitze zurückerobern

«Wir sind stolz darauf, in der Mitte zu sein», sagte Hubert Dafflon (Grolley), CVP-Fraktionspräsident im Grossen Rat. Denn nur die Mitte schaffe es, langfristig mehrheitsfähige Positionen einzunehmen.

Diese Politik der Mitte widerspiegelte sich auch in jenen Punkten, die im Verlauf des Kongresses als zentral für die kommenden vier Jahre gemeinsam erarbeitet wurden. Dabei handelt es sich um die Stärkung der parteiinternen Human Ressources, die Förderung der Wirtschaft und der Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die Kommunikation gegen innen und aussen sowie das Thema Zuwanderung und deren Folgen für den Kanton Freiburg. «Mit unserem letzten Wahlergebnis können wir im Bezug auf den Nationalrat, den Ständerat und den Staatsrat sehr zufrieden sein – nicht aber im Bezug auf den Grossen Rat», sagte André Schoenenweid. Es gelte hier unbedingt, die vier im letzten November verlorenen Sitze wiederzugewinnen und wieder stärkste Partei im Kanton zu werden.

«Unsere Geschichte erzählen»

Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach sprühte an diesem Samstag jedenfalls vor Optimismus. «Wir haben als Partei eine hochinteressante, fesselnde Geschichte», sagte sie. «Nun gilt es, diese an der Basis wieder neu zu erzählen und auch neue Wähler zu mobilisieren.» Man sei nämlich eine höchst lebendige, grosse Familie, in der jede Meinung ernst genommen werde.

Ähnlich sah es auch Staatsrat Jean-Pierre Siggen. «Es war ein sehr dynamischer Tag», sagte er. Nun müsse das hier Besprochene auch in die Tat umgesetzt werden.

Umfrage bei der Basis

52 Prozent heissen das jüngste Bündnis mit FDP und SVP gut

Diesen Frühling führte die CVP des Kantons Freiburg erstmals eine breit abgestützte Umfrage zu den Zielen und Werten der Partei durch. Rund ein Sechstel der insgesamt gegen 1800 Mitglieder nahm teil. Anhand von neun Themen war die Basis aufgefordert, detailliert Stellung zu nehmen. Rechtzeitig zum Parteikongress liegen nun die Ergebnisse dieser anonymen Umfrage vor. Auffallend an diesen Resultaten ist laut Parteipräsident André Schoenenweid vor allem die Tatsache, dass immerhin rund 52 Prozent der Befragten das Freiburger Bündnis mit FDP und SVP für eine gute Strategie hielten. Es stehe lediglich noch die Frage im Raum, wer künftig der primäre Partner für solche Allianzen sei. Ansonsten förderte diese «Temperaturmessung» bei den Mitgliedern laut Magali Corpataux, der politischen Sekretärin der Partei, keine grossen negativen Überraschungen zutage. Über 91 Prozent der Befragten halten etwa die Familienpolitik nach wie vor für ein zentrales Thema der CVP.

jcg

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