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Strassenbau für gute Steuerzahler

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Die Erschliessung des Industriegebiets «Fin du Mossard» in Gurwolf ist seit rund 15 Jahren in Planung. Nun geht es einen Schritt vorwärts: Am Montag starten die Arbeiten für den Bau einer Strasse, für die Verlegung von Leitungen und für den Bau von Parkplätzen. Knapp drei Wochen später entscheiden die Bürgerinnen und Bürger von Courgevaux an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über die dafür nötigen Kredite. Lehnen die Gurwolfer die Finanzierung ab, müssten die Arbeiten gestoppt werden.

Doch es sehe gut aus, sagt der zuständige Gemeinderat, Alfred Rentsch. Die Zustimmung sei in sämtlichen Kommissionen vorhanden, die sich mit dem Thema befasst hätten. «Das Gebiet ist seit rund 20 Jahren Industriezone», sagt Rentsch, es sei höchste Zeit, dass etwas damit geschehe.

Gute Steuerzahler nötig

«Neue Unternehmen auf Gemeindegebiet sind unsere grosse Hoffnung für Einnahmen», sagt der Gemeinderat. Um die Finanzen von Gurwolf steht es nicht gut: 2013 hatte die Gemeinde den Steuerfuss von 62,5 auf 76 Prozent erhöht, flüssige Mittel sind kaum vorhanden, Gurwolf lebt auf Pump. Seit 2008 schreibt die Gemeinde Minuszahlen. Die Kosten für Bildung und Soziales sind stetig angestiegen. Die Einnahmen hingegen sind gesunken. Deshalb wünscht sich die Gemeinde gute Steuerzahler auf dem Industriegebiet «Fin du Mossard», das sich über eine Fläche von 36 000 Quadratmetern erstreckt.

«Wir haben viele Interessenten. Diese wollen aber erst eine Strasse sehen, bevor sie sich definitiv für den Standort entscheiden», sagt Rentsch. Um welche Firmen es sich dabei handelt, will Rentsch noch nicht preisgeben: «Dafür ist die Zeit noch nicht reif.»

Schwierige Verhandlungen

So lange brachgelegen habe das Industriegebiet unter anderem, weil sich die Verhandlungen mit Privateigentümern schwierig gestaltet hätten. «Nun haben wir eine Lösung gefunden», sagt Rentsch. Die Gemeinde beteiligt sich mit zwölf Prozent an der Erschliessungsstrasse, den anderen Teil müssen die Landbesitzer und schliesslich die Unternehmen bezahlen, die das Industrieland kaufen und sich auf dem Boden an der Grenze zu Murten niederlassen.

Für die Erschliessungsstrasse legt Gurwolf an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 11. September ihren Stimmbürgern laut Rentsch ein Kreditbegehren von 87 000 Franken vor. Falls die Bürgerinnen und Bürger nicht einverstanden sind mit dem finanziellen Aufwand für die Erschliessungsstrasse, müssen die Bauarbeiter ihre Maschinen wieder abziehen.

Die Kosten für die geplanten Parkplätze beim Kreisel hinter der Transportfirma Wieland belaufen sich laut Rentsch auf 125 000 Franken. «Die Hälfte der Parkplätze können wir an Industrien vermieten, die schon dort sind», sagt Rentsch. Die Nachfrage sei vorhanden. Zudem soll auf dem Areal eine Aufladestation für Elektromobile entstehen.

Auch geplant sei eine Anpassung des Kreisels, so dass es selbst 40-Tönner um die Kurve schaffen. Gurwolf bleibe Eigentümerin der Parkplätze und werde diese künftig ausschliesslich vermieten, erklärt Rentsch.

«Wir haben viele Interessenten. Diese wollen aber erst eine Strasse sehen, bevor sie sich definitiv für den Standort entscheiden.»

Alfred Rentsch

Gemeinderat von Courgevaux

Zahlen und Fakten

Keine ausgeglichene Bilanz in Sicht

Ende 2012 hatten die Stimmbürger von Gurwolf eine Erhöhung des Steuerfusses auf 82,5 Prozent abgelehnt. Im Februar 2013 sagten sie Ja zur Erhöhung auf 76 Prozent. Bei einem Aufwand von gut sechs Millionen sah das Budget 2014 Ende 2013 ein Defizit von rund 90000 Franken vor. Gurwolf zählt knapp 1400 Einwohner und strebt eine Fusion mit Murten an. Dies wäre frühestens 2018 möglich.emu

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