Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Strassenprojekt in Kerzers genehmigt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die 138 Anwesenden (3,8 Prozent der Stimmbevölkerung) an der Gemeindeversammlung von Kerzers hiessen gestern Abend in der Seelandhalle bei zwei Gegenstimmen einen Bruttokredit in der Höhe von 1,2 Millionen Franken gut. Mit dem Geld sollen der Moosgartenrain in der Nähe der Bahnlinie ausgebaut und der Seelandweg neu gebaut werden. Dieser erschliesst zukünftig als Sackgasse den alten Sportplatz unterhalb der Seelandhalle. Die Vorlage war schon an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Herbst traktandiert, musste jedoch wegen Einsprachen kurzfristig verschoben werden (die FN berichteten).

Bis anhin war der Moosgartenrain vor allem dem landwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten und erschloss ein Wohnquartier. Wegen der neuen Überbauung «Günscheten» steigt jedoch seine Bedeutung. Der Weg soll dereinst eine sichere Fussgängerverbindung für die umliegenden Quartiere sein und diese mit dem Bahnhof verbinden.

«Die Sicherheit muss gewährleistet werden», erläuterte Gemeinderat Adrian Tschachtli gestern. Schon zuvor sei der Verkehr auf dem Abschnitt angestiegen und werde mit der Überbauung weiter zunehmen. Auch die Landwirtschaft brauche Platz. «Aus Sicherheitsgründen erachten wir diesen Zustand heute nicht mehr als zumutbar», so Tschachtli. Tatsächlich forderte ein Bürger eine umgehende Versetzung gerade des Gehwegs, um die Sicherheit zu erhöhen.

Die Gemeinde hat vor, einzelne Arbeiten schon nächstes Jahr in Angriff zu nehmen. Die Gemeindewerke packen die Gelegenheit beim Schopf und verlegen Trinkwasser- und Kanalisationsleitungen. Schliesslich erhalten die Gehwege eine öffentliche Beleuchtung. Rund drei Viertel der Gesamtkosten von 1,2 Millionen Franken sind für den Bau der Strassen reserviert, der Rest für Leitungen.

Budget durchgewunken

Der Voranschlag 2017 der Gemeinde Kerzers gab nichts zu reden, auch weil der Gemeinderat für nächstes Jahr keine grossen negativen Abweichungen erwartet. Bei einem Gesamtumfang von rund 15 Millionen Franken rechnet der Gemeinderat für 2017 mit einem Aufwandüberschuss von 132 000 Franken. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr ist ein Minus von gegen 200 000 Franken vorgesehen. Gemeinderat und Finanzchef René Stüssi budgetiert für nächstes Jahr Buchgewinne aus dem Verkauf von gemeindeeigenem Land in der Höhe von 1,3 Millionen Franken sowie zusätzliche Steuereinnahmen in der Höhe von über 400 000 Franken gegenüber dem Vorjahr. Dies, weil wegen der Fertigstellung grosser Überbauungen neue Einwohner erwartet werden. Mit der Bevölkerung steigen die Steuereinnahmen, so der Gemeinderat. Schliesslich nimmt der Gemeinderat Nettoinvestitionen in der Höhe von rund 2,9 Millionen Franken an. Inbegriffen sind schon erste Ausgaben für Projekte im Rahmen des Ausbaus der Abwasserreinigungsanlage Muntelier (siehe Kasten).

Ausserdem genehmigte die Gemeindeversammlung den Anteil der Gemeinde von zwei Millionen Franken für die nächsten fünf Jahre an die Investitionen des Gesundheitsnetzes See und stimmte der Änderung der Statuten des Verbandes zu. Die Vertretung der Gemeinden im Vorstand wird wegen der Fusion von Murten mit seinen Nachbargemeinden neu geregelt. Verschiedene kleinere Gemeinden und Kerzers sind nun im Vorstand angemessen vertreten.

Finanzplan

Verschuldung droht stark anzusteigen

Gemeinderat René Stüssi informierte an der Gemeindeversammlung über seine Prognosen im Finanzbereich für die nächsten Jahre. Konkret treiben anstehende Investitionen die Schulden in die Höhe. Den Hauptharst macht der Neubau der Abwassereinigungsanlage (ARA) in Muntelier aus. Kerzers ist verpflichtet, sich an den Bauarbeiten zu beteiligen und eine Leitung dorthin zu bauen. Hinzu kommen hohe Folgekosten. Der Gesamtanteil von Kerzers an das Projekt wird auf 25 Millionen Franken geschätzt. Der Gemeinderat hofft, so Stüssi, dass der ARA-Verband die Verschuldung auf sich nehmen werde. Weitere Ausgaben sind für Strassen vorgesehen.

Unter anderem zeigt es sich, dass der Ertrag der Landverkäufe in den nächsten Jahren die hohen Investitionen nur bedingt decken wird. Die Verschuldung der Gemeinde wird wegen der hohen Investitionen von heute rund 42 auf neu 60 Millionen Franken steigen, in grossen Teilen durch Fremdmittel finanziert. Umgerechnet auf Pro-Kopf der Bevölkerung steigt die Verschuldung von rund 5000 Franken auf über 10 000 Franken bis 2021. Dies sei jedoch ein Worst-Case-Szenario, sagte Stüssi, trete also nur dann ein, wenn die Gemeinde Kerzers alle Kosten auf sich nehmen müsste.

Die höheren Investitionen treiben auch die Folgekosten für die Finanzierung von aktuell 72 000 Franken auf gegen 1,5 Millionen Franken im Jahr 2021. Dies wirkt sich direkt auch auf die Budgets der laufenden Rechnung aus. Die Fehlbeträge im Budget summieren sich laut einer Modellrechnung des Gemeinderats auf bis zu zwei Millionen Franken. Das Eigenkapital droht unter diesen Umständen wie Butter an der Sonne zu schmelzen: von heute rund zwei Millionen auf nur noch eine halbe Million im Jahr 2021.

Andreas Bücheler von der Finanzkommission ermahnte den Gemeinderat, dass der ohnehin schon hohe Kostenrahmen nicht noch überschritten werden dürfe. Die Kosten müssten ständig überprüft werden, so Bücheler.

fca

«Aus Sicherheitsgründen erachten wir diesen Zustand nicht mehr als zumutbar.»

Adrian Tschachtli

Gemeinderat

Mehr zum Thema