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Streckenunterbruch: Zug fuhr in Erdrutsch

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Gestern Nachmittag um 13.50 Uhr kam es auf der Strecke zwischen Bern und Genf unmittelbar vor dem Bahnhof Flamatt zu einem Erdrutsch. Bis etwa 17 Uhr war die Strecke zwischen Bern und Freiburg unterbrochen, danach konnte sie vorerst einspurig befahren werden. Auch nach der teilweisen Öffnung der Strecke kam es für viele Passagiere im Ost–West-Eisenbahnverkehr zu Verspätungen. Ab 21 Uhr waren beide Gleise wieder offen, wie die SBB gestern Abend vermeldeten.

«Die grossen Brocken der Geröllmasse konnten dank des an diesem Hang installierten Schutzauns aufgehalten werden», erklärte SBB-Sprecherin Rahel Meile auf Anfrage. Zwischen 2012 und 2014 investierten die SBB nach mehreren Vorfällen rund 18 Millionen Franken in die Hangsicherung in Flamatt. Dennoch floss Schlamm mit kleineren Erdstücken über beide Gleise. Der Intercity-Doppelstöcker war zu diesem Zeitpunkt rund 300 Meter vom Bahnhof Flamatt entfernt. Der schwere Zug konnte seine Fahrt nicht schnell genug abbremsen und fuhr über die Schadensstelle. Er kam, ohne zu entgleisen, zum Stehen. Der Steuerwagen wurde beschädigt und verschmutzt.

500 Passagiere evakuiert

Rund 500 Fahrgäste wurden evakuiert und mit einem Lösch- und Rettungszug, den die SBB herangeführt hatten, nach Bern gefahren. Von dort wurden sie mit Bussen an ihre Zielorte gebracht. Sowohl der nationale als auch der regionale Zugsverkehr wurden durch den Vorfall stark behindert. Auch nach teilweiser Öffnung der Strecke fielen laut den SBB die Regioexpress-Züge zwischen Bern und Bulle bis Freiburg sowie Linien der Berner S-Bahn aus. Reisende von Bern nach Lausanne und Genf sowie Genf-Flughafen mussten via Lötschberg und Visp weiterreisen.

Wegen des Ausfalls der Jura-Südfusslinie in Daillens bei Yverdon nach einer Zugsentgleisung vor neun Tagen war der Ost–West-Verkehr gestern weitgehend lahmgelegt. Diese Strecke soll nach Angaben der SBB allerdings heute früh wieder teilweise in Betrieb genommen werden. Auf dem Schadensplatz und am Bahnhof Bern sei es deshalb zu turbulenten Szenen gekommen, berichtete der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser.

Nachdem der Schadensplatz durch einen Spezialzug geputzt worden war und die Fachleute die Gleise ausgemessen hatten, gaben die SBB die Strecke wieder eingeschränkt für den Verkehr frei. Im Einsatz standen neben den Spezialkräften der SBB auch die Feuerwehren von Wünnewil-Flamatt und Überstorf.

Unwettersituation ruhig

Die Gesamtwettersituation im Kanton Freiburg blieb laut der Kantonspolizei jedoch weitgehend ruhig. Nur im Broyebezirk traten an einzelnen Stellen Gewässer über die Ufer. Meldungen von gesperrten Strassen und Wassereinbrüchen in Gebäuden hätten sie gestern nicht erhalten, erklärte die Kantonspolizei auf Anfrage. Dies im Gegensatz zur Nacht auf den Samstag, als vor allem aus dem Kantonssüden und in der Broye rund 70 Schadensmeldungen bei der Einsatzzentrale eingingen, wie die Kantonspolizei meldete. Rund 30 lokale Feuerwehren und Stützpunktkorps waren im Einsatz. Verletzte gab es keine, die Schäden konnten noch nicht beziffert werden.

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