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«Stück Himmel in einer Ecke von Sussex»

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«Stück Himmel in einer Ecke von Sussex»

Zwei Berufsmaturaklassen zwei Wochen im südenglischen Chichester «immersiert»

In Chichester, einem selbsternannten «little piece of heaven in a corner of Sussex», haben 42 Schülerinnen und Schüler zweier kaufmännischer Berufsmaturaklassen aus Freiburg während vierzehn Tagen ihrem Englisch intensiv auf die Sprünge geholfen. An der Freiburger Berufsschule bildet eine solche Sprachreise eine Premiere.

«Am liebsten würden wir gleich zurück», ereifern sich etliche Schülerinnen und Schüler der kaufmännischen Zweitjahres-Berufsmaturaklasse 8862 nach ihrer Rückkehr aus dem – wie sie sagen – «windigen» England. Die Klasse 8862 ist eine jener zwei Klassen der Freiburger kaufmännischen Berufsschule, deren Schülerinnen und Schüler vom 26. Februar bis zum 11. März bei einer englischen Familie wohnten und das «Chichester College of Arts, Science & Technology» frequentierten.

Am Ursprung der Idee eines Sprachaufenthalts für Freiburger Berufsmaturaklassen befindet sich Doris Kretz, welche an der Berufsschule Englisch und Geschichte unterrichtet und sich seit mehr als anderthalb Jahren um die Organisation der erwähnten Trips gekümmert habe (siehe auch Kasten). Die Lehrerin begleitete ihre Zöglinge in den englischen Süden und zeigt sich nach der Heimkunft ebenso erfreut wie die Schülerschaft: «Ich bin sehr begeistert, es waren zwei wunderbare Wochen. Die Schüler waren stets fantastisch gut aufgelegt. Ich habe in diesen zwei Wochen gar nichts als negativ empfunden.»

«In lockerer Atmosphäre gelernt»

Morgens stand für die Freiburger Gäste jeweils von neun bis Viertel nach zwölf Uhr Englisch-Unterricht an besagtem «Chichester College» auf dem Programm. Die Berufsmaturaschülerinnen und -schüler wurden entsprechend ihres jeweiligen Englisch-Niveaus in diverse Klassen eingeteilt. «An der Schule war es interessant. Wir haben in lockerer Atmosphäre gelernt, viel gesprochen und auch Spiele gemacht», hält ein «8862er» zum schulischen Aspekt des Aufenthalts im Angelsächsischen fest. Am Ende der zwei Wochen haben die Besucherinnen und Besucher aus Freiburg am «College» alle eine Prüfung absolviert, so dass sie mit einem – hoffentlich wertvollen – Papier in die Schweiz «zurückjetten» konnten.

Als Kritikpunkt erwähnen in Sachen Schule jedoch mehrere Stimmen aus der Klasse 8862 die Tatsache, dass zum Teil doch etwas viele Freiburgerinnen und Freiburger sich in der selben Klasse befunden hätten, wodurch man vielleicht etwas weniger Englisch gelernt habe. Ideal sei dies nicht, aber mit einer solch grossen Gruppe kaum zu verhindern, sagt Doris Kretz: «Immerhin mussten 42 Leute verteilt werden, welche sich alle etwa auf dem gleichen Niveau befinden.»

In der Kürze liegt die Würze – ach ja?

An den Nachmittagen beschäftigten sich die Freiburger Berufsmaturandinnen und -maturanden entweder mit «Business English» oder mit Ausflügen und Besuchen. Am Wochenende knöpften sich die Gäste aus der Schweiz London und Oxford vor. Nur ein Tag für einen London-Besuch sei jedoch etwas zu wenig gewesen, ist danach – angesichts von Grösse und vielfältigem Angebot der englischen Hauptstadt verständlicherweise – von Schülerseite zu vernehmen.

Ebenfalls zu kurz sei die gesamte Aufenthaltsdauer von zwei Wochen in England. Kaum komme man in Fahrt, müsse man bereits wieder aufbrechen. Zwei Wochen seien wirklich sehr kurz, gesteht die Organisatorin Doris Kretz, doch gehe dies wohl kaum anders. Finanzielle Überlegungen und die Rücksicht auf die Lehrmeister seien hier ausschlaggebend. «Zwei Wochen sind ein Anstoss, es ist schon mehr als nichts», sagt Doris Kretz.

Die England-Reise mit Flug, Unterricht, Unterkunft in der Gastfamilie, jeweils Frühstück und Abendessen sowie mit den gemeinsamen Exkursionen kam pro Kopf und Kragen auf 1400 Franken zu stehen. Vielen Schülerinnen und Schülern seien die Kosten teilweise oder sogar gänzlich vom Lehrmeister bezahlt worden. Anscheinend mussten nur wenige das Ganze selbst berappen. «Zu rühmen sind die Lehrmeister auch, weil sie diese zwei Wochen haben», unterstreicht Doris Kretz. Niemand habe für den England-Trip seine Ferien-Wochen anzapfen müssen.

David Spielmann

«Nur offene Türen eingerannt»

«Ohne den Goodwill von Frau Kretz wäre der ganze England-Aufenthalt nie zustande gekommen», hält ein Freiburger Berufsschullehrer-Kollege von Doris Kretz fest. Auch von Schüler-Seite erntet Doris Kretz Lob für ihr Engagement: «Hut ab vor Frau Kretz, welche sich alleine mit 42 Halberwachsenen nach England gewagt hat», sagt ein kaufmännischer Berufsmaturand der Klasse 8862 gegenüber den FN.

In mehreren Reisen auf die Insel hat die Englisch- und Geschichtslehrerin nach der idealen Schule für ihre Freiburger Schülerschaft Ausschau gehalten. Das «Chichester College of Arts, Science & Technology» scheint Doris Kretz auf Anhieb gefallen zu haben: «Ich hatte sofort einen guten Eindruck. Man zeigte sich dort sehr engagiert. Zudem war ich im vergangenen Sommer auch inkognito dort, und die Atmosphäre hat mich sehr gut gedünkt.» Die Schule habe laut Doris Kretz auch einen Preis für die beste Betreuung ausländischer Studentinnen und Studenten erhalten. Als öffentliche Schule gehe das besagte «College» zudem nicht so arg ans Geld wie eine private Bildungsanstalt.

Für das «Örtchen» Chichester – nicht grösser als die Stadt Freiburg – sprachen laut Doris Kretz ihr Wunsch, nicht in eine Grossstadt zu gehen, und die Nähe zum Meer: «Chichester ist ein Platz. Es gibt nicht zu viele Nachtklubs, aber doch einige gemütliche Pubs. Der Ort ist noch überblickbar.»

Die Idee für diese an der Freiburger Berufsschule erstmalige Sprachreise sei ihr durch Kollegen aus anderen Kantonen, wo solches schon seit längerem durchgeführt werde, gekommen, erläutert Doris Kretz. Mit ihrer Initiative sei die Englisch- und Geschichtslehrerin bei den zuständigen Instanzen auf keine Widerstände gestossen: «Ich habe nur offene Türen eingerannt. Auch die Schüler waren natürlich hell begeistert.» Ziel wäre es laut Doris Kretz, diesen Sprachaufenthalt für die Freiburger kaufmännischen Berufsmaturaklassen zu institutionalisieren. Ein zweiwöchiger Sprachaufenthalt könnte so inskünftig möglicherweise auch in den Lehrverträgen vorgeschrieben werden.

Im Juni sollen zwei französischsprachige Freiburger Berufsmaturaklassen nach Chichester reisen. da

«Liebenswürdigste Studenten»

Wenn auch das Kulinarische nicht jeden und jede enthusiasmiert haben soll, so haben sich die Freiburger kaufmännischen Berufsmaturandinnen und -maturanden dem Anschein nach im englischen Süden doch wohl und heimisch gefühlt.

Ein Dach über dem Kopf haben den Gästen aus Freiburg englische Familien, welche das «Chichester College» organisiert hatte, geboten. Mit ihren Gastgeberinnen und Gastgebern seien die Berufsmaturandinnen und -maturanden – wie diese erklären – bestens ausgekommen. Die Sympathien scheinen jedoch gegenseitig zu sein: «Familien haben mir mitgeteilt, dies seien die respektvollsten und liebenswürdigsten Studenten, welche sie je angetroffen haben», verkündet Doris Kretz gegenüber den FN voller Stolz über ihre Schülerschaft. Auch mit Schülerinnen und Schülern anderer Nationen habe sich die Besucherschaft aus dem Üchtland gut verstanden und Freundschaf

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