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Studenten wärmen ihre Betten

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Im März staunte Nicolas Wolleb nicht schlecht: Der Verantwortliche für die Einwohnerkontrolle der Stadt Freiburg konnte sich nicht erklären, wie der Bund auf die Idee kam, dass 21,3 Prozent der Wohnungen in der Stadt Zweitwohnungen seien.

Am 11. März 2012 hatte das Schweizer Stimmvolk die Zweitwohnungsinitiative angenommen: Pro Gemeinde dürfen nicht mehr als 20 Prozent der Wohnungen Zweitwohnungen sein–also Wohnungen, welche die meiste Zeit über leer stehen und nur ab und zu genutzt werden. Dabei dachten die meisten an Bergdörfer, die nicht weiter mit Ferienwohnungen samt ihren «kalten Betten» überbaut werden sollen–aber kaum jemand hat dabei an die Stadt Freiburg gedacht. Erst recht nicht Nicolas Wolleb. «Ganz ehrlich, zuerst habe ich nicht verstanden, worum es im Brief des Bundesamts für Raumentwicklung ging», sagt Wolleb den FN. Er habe erst alle Dossiers analysieren müssen, um zu erkennen, was Sache war: Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat auch Studentenwohnungen und leer stehende Wohnungen als Zweitwohnungen erfasst. «Dabei wohnen Studierende unter der Woche in Freiburg und gehen höchstens am Wochenende heim», sagt Wolleb. «Ihre Wohnung steht also nicht leer.» Und auch Wohnungen, die leer stünden, weil sie vermietet oder verkauft werden sollen, seien definitiv keine Zweitwohnungen.

Mit diesem Problem ist die Stadt Freiburg nicht alleine. Auch in anderen Gemeinden führte das ARE Zweitwohnungen auf, die keine waren. Nun hat das Bundesamt Codes kreiert, mit denen die einzelnen Wohnungen ausgestattet werden müssen–so dass klar wird, in welchen der 21 626 Wohnungen in der Stadt Freiburg Studierende wohnen, wo Räume zum Verkauf stehen und wo wirklich eine Zweitwohnung ist.

Einige Wohnungen wurden bereits neu codiert; so gelang es der Stadt, die Quote der Zweitwohnungen auf 16,5 Prozent zu drücken–also unter die magische Grenze von 20 Prozent. Dies teilte die Stadt gestern mit. Damit ist Freiburg vorderhand aus dem Schneider, da der Juni als Stichmonat für die Zweitwohnungsinitiative galt. Doch die Arbeit ist noch nicht fertig: Im Sommer müssen Nicolas Wolleb und zwei seiner Mitarbeiter 3513 Wohnungen von Hand codieren. «Wir gehen davon aus, dass wir am Schluss eine Zweitwohnungsquote von drei bis fünf Prozent erreichen», sagt Wolleb.

Das ARE bestätigte gestern in einer Mitteilung, dass Freiburg unter die 20-Prozent-Marke gefallen sei. Das stelle für das Amt «keine Überraschung dar», da in der Universitätsstadt viele Wochenaufenthalter lebten. Wie neunzig weitere Gemeinden habe Freiburg den «vermuteten Zweitwohnungsanteil» überprüfen müssen, weil es bisher keine solche Statistik gegeben habe. Nur der Erstwohnanteil sei bekannt gewesen.

«Zuerst habe ich nicht verstanden, worum es ging.»

Nicolas Wolleb

Einwohnerkontrolle Freiburg

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