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Studenten wollen mehr Tanzlokale

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Ein gemütlicher Apéro bei Freunden, danach abtanzen in einem Club und irgendwann weit nach Mitternacht mit dem Bus nach Hause fahren: So stellen sich viele Studentinnen und Studenten der Universität Freiburg laut einer Umfrage der Studierendenorganisation Agef die ideale Partynacht vor. In Freiburg ist das momentan nur beschränkt möglich: Die Studierenden geben in der Umfrage an, dass ihnen in Freiburg Tanzlokale fehlen. Zudem fährt nach Mitternacht kaum mehr ein Bus in die Stadtquartiere und die Agglomeration – so dass fast 80  Prozent der rund 900 Befragten zu Fuss nach Hause gehen.

Mehr als 80  Prozent finden zudem die Preise für Getränke in den Bars zu hoch, weshalb sie mit ihren Freunden lieber zu Hause trinken, bevor sie dann gegen 23  Uhr ausgehen. Wenn die Preise tiefer wären, würden rund zwei Drittel der Befragten eher in Bars gehen. Viele Befragte wünschen sich studentische Bars mit angepassten Preisen. Allgemein scheint das Ausgehangebot in Freiburg die Studierenden nicht zu berauschen: Könnten sie frei wählen, würden viele eher nach Lausanne, Zürich oder Bern fahren, anstatt in Freiburg zu feiern.

«Das Kulturangebot in Freiburg richtet sich vor allem an Personen, die älter als 30 sind.»

Gemeinderat Stadt Freiburg

in der Bestandesaufnahme über das Nachtleben

Die Agef hat die Umfrage zusammen mit dem Kulturdienst der Stadt Freiburg durchgeführt. Sie ist eine Reaktion auf ein Postulat der Generalräte Adeline Jungo und Elias Moussa (beide SP) vom Juli 2017, in welchem diese forderten, ein Konzept für das Nachtleben auszuarbeiten. Mit der Umfrage der Agef sind die Bedürfnisse eines wichtigen Akteurs abgeklärt: die der rund 10 000 Uni-Studentinnen und -Studenten in der Stadt. Der Gemeinderat hat für die Antwort auf das Postulat neben der Umfrage auch eine Bestandesaufnahme des Nachtlebens in Freiburg gemacht, dieses mit dem Angebot in anderen Städten verglichen und auch mit Experten gesprochen. Er stellt fest, dass das Kultur- und Ausgehangebot vor allem für Nachtschwärmer ab 30  Jahren ausgerichtet sei. Für die 16- bis 25-Jährigen sei es noch ausbaufähig. Die Stadt sieht ihre Rolle darin, Rahmenbedingungen und Freiräume zu schaffen, innerhalb derer sich das Nachtleben frei entwickeln kann. Selbst ein Angebot zu betreiben, sei nicht die Aufgabe der Behörden, heisst es weiter.

An das Oberamt weitergeleitet

Ein Konzept für das Nachtleben in der Stadt sei angebracht, stellt der Gemeinderat in der Antwort auf das Postulat fest. Er will die Bestandesaufnahme an das Oberamt des Saanebezirks weiterleiten, damit dieses das Dossier weiter vorantreibt. Für das Konzept brauche es nämlich eine Zusammenarbeit mit den Agglomerationsgemeinden und den Institutionen. Konkrete Vorschläge könnten erst gemacht werden, wenn mit allen Beteiligten gesprochen worden sei.

Postulant Elias Moussa zeigte sich auf Anfrage der FN enttäuscht darüber, dass der Gemeinderat keine konkreten Vorschläge lieferte. «Es ist zwar ein erster Schritt gemacht, aber wir sind immer noch gleich weit wie vor dem Postulat.» Er hätte sich einen Zeitplan vom Gemeinderat gewünscht, statt dass dieser das Geschäft an das Oberamt abschiebt.

Positiv findet er aber die Zusammenarbeit mit der Agef. Ebenfalls froh zeigt er sich darüber, dass der Gemeinderat anerkennt, dass ein Gesamtkonzept notwendig ist und das Nachtleben nicht mit speziellen Ausgehzonen raumplanerisch geregelt werden kann. Letzteres hatten zwei CVP-Jungpolitiker im Frühling 2017 in einem Postulat gefordert, das aber nicht überwiesen worden war.

 

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