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Subway sitzt mit Kritikern an einen Tisch

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«Bitte ein ‹Tranches de Boeuf› mit Tomaten, Gurken und Joghurtsauce», sagt ein Student in der Cafeteria der Hochschule für Wirtschaft (HSW) in Freiburg. Das Sandwich mit Rindfleisch ist Teil seines Mittagessens. «Gerne», antwortet auf der anderen Seite der Theke eine der Angestellten von Subway und belegt das 15 Zentimeter lange Baguette innert weniger als zwei Minuten mit den gewünschten Zutaten. Der junge Kunde bezahlt 7.90 Franken und setzt sich an einen Tisch zu seinen Kollegen.

Subway heisst die internationale und auf individuell zubereitete Sandwiches spezialisiere Fast-Food-Kette, die seit Mitte September die Cafeteria der HSW führt. Dieses Mandat hatte zu Unstimmigkeiten geführt: SVP-Grossrat Ruedi Schläfli kritisierte öffentlich, er befürchte, dass für die belegten Brote zu wenig aus der Region stammende Zutaten verwendet würden (die FN ­berichteten).

Möglichst viel aus der Region

Markus Schenk, der grösste Franchisenehmer von Subway in der Schweiz und Geschäftsleiter der Filiale in der HSW, wehrt sich gegen den Vorwurf, regionale Anbieter zu wenig zu berücksichtigen: «Ein Teil des Fleisches und das Gemüse stammen aus der Region oder aus der Schweiz», sagt er.

Die Baguettes und die Saucen hingegen werden aus Ländern der EU geliefert. «Diese Zutaten müssen in allen Subway-Filialen identisch sein, damit die Sandwiches überall gleich aussehen und schmecken», erklärt Markus Schenk.

Er geht jedoch weiter, als nur Stellung zur Kritik zu beziehen: Er sagt, er treffe nächste Woche in und um Freiburg zum einen zwei mögliche Lieferanten, einen Gemüsehändler und einen Bäcker. Letzterer könnte künftig die Brote für jene Sandwiches liefern, die Subway nicht direkt vor dem Kunden zubereitet, sondern vorgefertigt und in einem Kühlregal anbietet. Zudem habe er SVP-Grossrat Ruedi Schläfli kontaktiert, den er ebenfalls nächste Woche zu einem Gespräch treffe, so Markus Schenk. «Ich bin daran interessiert, möglichst viele Zutaten und Produkte aus der Region zu beziehen, solange sich das betriebswirtschaftlich rechnet», sagt Schenk.

An diesem Treffen wird ein weiterer Kritiker des Subway-Restaurants in der Hochschule für Wirtschaft teilnehmen: Pierre-Alain Bapst, der Direktor von Terroir Freiburg. Seine Vereinigung zur Förderung regionaler Produkte kritisierte, Subway importiere das Brot für die Sandwiches aus Deutschland. Sowohl Terroir Freiburg als auch Ruedi Schläfli vertreten die Meinung, bei der öffentlichen Ausschreibung des Gastronomieangebots habe die HSW grundsätzlich zu wenig auf regionale Anbieter ­geachtet.

Öffnungszeiten entscheidend

Gegen diese Kritik wiederum wehrt sich Rico Baldegger, der Direktor des Bildungsinstituts: «Wir strebten regionale Lösungen an. Leider war jedoch von den vier oder fünf Gastronomen aus der Region, die wir kontaktiert hatten, keiner interessiert. Sie alle entschieden vor Abschluss der Ausschreibung, sich wegen der geforderten Öffnungszeiten nicht zu bewerben. Letztlich reichte einzig Subway eine Offerte ein.»

Für die HSW waren die Öffnungszeiten ein entscheidender Aspekt. «Uns ist wichtig, dass die Cafeteria, in der sich nebst Voll- und Teilzeitstudenten auch Dozenten verpflegen, während der Woche von 7.15 bis 19.30 Uhr und am Samstag bis 15 Uhr geöffnet ist.»

Weil in dieser Beziehung einzig Subway voll anpassungsfähig gewesen sei, habe dieser Anbieter den Auftrag für die Verpflegung erhalten, sagt Rico Baldegger.

Rund zwei Franken günstiger

Abgesehen davon habe Subway mit seinem Personal überzeugt. Dazu sagt Markus Schenk: «Wir haben acht Frauen und Männer in Teilzeitpensen angestellt, die alle im Kanton Freiburg wohnen.»

Zu guter Letzt hat Subway sich auch beim Gestalten der Preise flexibel gezeigt. «Wir verkaufen in der Cafeteria der Hochschule für Wirtschaft unsere Sandwiches rund zwei Franken günstiger als in anderen Subway-Filialen», sagt Markus Schenk. Damit sei Subway auf die Bedürfnisse der Studenten eingegangen, so Schenk. «Sie wollen Mittagessen, die zum einen günstig sind und zum anderen schnell serviert werden.»

Denn Zeit ist Geld. Diese bekannte Weisheit gilt besonders in einer Hochschule für Wirtschaft.

Zahlen und Fakten

Über 38 000 Filialen in rund 100 Ländern

Die Firma Subway wurde 1965 im US-Bundesstaat Connecticut von Fred DeLuca und Peter Buck gegründet. Der erste hatte die Idee, der zweite das Geld. Subway setzt sich aus zwei Worten zusammen: «Sub» steht für «Submarine» (auf Deutsch: U-Boot), weil die Brote deren Form aufweisen. «Way» (auf Deutsch: Weg) steht für unterwegs sein. Sandwiches von Subway sind Fast Food. Die Kette verkauft genormte Sandwiches, die individuell mit Beilagen nach dem Gusto der Kunden angereichert werden. In der Schweiz finden sich über 40 Restaurants von Subway, weltweit sind es in 100 Ländern über 38 000. Sie haben 2010 einen Umsatz von zirka 12,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

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