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Suche nach Ursachen

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SMP reagiert auf Milchpreissenkung

Die Milchpreissenkung durch die Cremo bleibt im Gespräch. Der Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP) bezichtigt den Freiburger Milchverarbeitungsbetrieb, die Produzenten nicht über die wahren Ursachen informiert zu haben.

Die Cremo AG informierte ihre Milchlieferanten vor einigen Tagen über das unbefriedigende Ergebnis der Milchpreisverhandlungen (vgl. FN vom 19. Mai). Demnach wurde der Grundpreis rückwirkend auf den 1. Mai um 2,8 Rappen gesenkt. Für Industriemilch bezahlt Cremo neu noch 67,55 Rappen. Bezüglich der Ursachen und Hintergründe dieser Entwicklung wurden die Milchproduzenten von Cremo sowie durch die Fach- und Tagespresse «nicht umfassend und korrekt informiert», wie SMP am Freitag mitteilte. In vier Punkten legt der Verband seine Sicht der Dinge dar.

Beihilfen nicht abgebaut

So legt der SMP Wert auf die Tatsache, dass die Beihilfen aus dem Milchstützungsfonds für das neue Milchjahr keinen Abbau erfahren haben. Die Mitteilung an die Milchproduzenten sei in diesem zentralen Punkt deshalb «nicht korrekt».

«SMP hat stets kommuniziert, dass die Milchproduzenten nicht bereit sind, den Preiskrieg der Grossverteiler zu finanzieren,» heisst es weiter. Auch der Milchstützungsfonds der SMP stehe für solche Zwecke nicht zur Verfügung.

Anderweitige Fehlentscheide

Die wahren Ursachen für die Milchpreisanpassungen bei Cremo SA liegen laut SMP beim «Stützungsabbau des Bundes und den Milchpreisentscheiden von AZM und Emmi, welche sich ungeachtet der recht erfreulichen Marktsituation von den Verteilern unter Druck setzen liessen und die Preisnachlässe nun durch die Lieferanten mindestens teilweise finanzieren wollen».

Für die Ausregulierung des schweizerischen Milchmarktes nimmt die Cremo SA nach Ansicht der SMP unbestrittenermassen eine Schlüsselfunktion wahr. Der Verband habe sich deshalb beim Zusammenbruch der Swiss Dairy Food (SDF) zu Gunsten der Cremo und damit auch ihrer Lieferanten mit erheblichen Mitteln engagiert.
Der Unmut der Milchproduzenten über das Verhandlungsergebnis 2005 ist laut SMP verständlich. Der Vorstand habe klar bestimmt, welche Hausaufgaben nun rasch an die Hand genommen werden müssen: So sei das Angebot der Molkereien besser zu bündeln. Zudem müssten Überkapazitäten bei den Molkereien beseitigt werden. Auch die Produzenten müssen sich jedoch laut SMP besser organisieren, wenn die Milch künftig zu bestmöglichen Preisen verkauft werden soll. «Die Rahmenbedingungen für die Milchproduzenten sind schwierig, so dass die Situation nicht noch durch interne Unzulänglichkeiten verschärft werden darf», schreibt der Verband. FN/Comm .

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