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Südkoreanisch, weiblich, romantisch

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Dass er den südkoreanischen Regisseur Bong Joon-ho für eine Carte blanche gewinnen konnte, ist für Thierry Jobin, den künstlerischen Leiter des Internationalen Filmfestivals Freiburg, eine besondere Freude. «Bong Joon-ho ist einer der besten Filmemacher der Gegenwart», so Jobin. Nach einigen Anläufen in den letzten Jahren habe es nun endlich geklappt mit der Carte blanche: Der 59-Jährige, der mit Filmen wie «Memories of Murder», «The Host» oder «Snowpiercer» zum Star des südkoreanischen Kinos wurde, wird für das Freiburger Filmfestival eine Auswahl jener Filme zusammenstellen, die ihn am meisten beeindruckten und prägten. Während des Festivals wird er mehrere Tage in Freiburg weilen – einer Stadt, die er laut Thierry Jobin schon von einem Ferienaufenthalt kennt.

Südkorea zum Zweiten

Die Selektion von Bong Joon-ho ist nur einer der Höhepunkte der 33. Ausgabe, die das Festival gestern bekannt gab. Eine zweite thematische Sektion ergänzt den Schwerpunkt Südkorea: Die jurassische Autorin Elisa Shua Dusapin, Trägerin des Schweizer Literaturpreises 2019 für ihren Roman «Les Billes du Pachinko», bestreitet die Sektion «Diaspora». Die 27-jährige Tochter eines Franzosen und einer Südkoreanerin wird eine Auswahl südkoreanischer Filme präsentieren, die von ihrem Herkunftsland erzählen. Auch wenn das Detailprogramm des Festivals erst am 27. Februar veröffentlicht wird, verrät Thierry Jobin schon jetzt, dass auf Elisa Shua Dusapins Liste auch Bong Joon-ho vertreten sein werde. Er freue sich auf die starke Präsenz Südkoreas am Festival, so Jobin. «Das südkoreanische Kino begeistert mit seiner inhaltlichen und formalen Vielfalt.»

Starke schwarze Frauen

Die Sektion «Entschlüsselt» hat Thierry Jobin der jungen französischen Schauspielerin Magaajyia Silberfeld anvertraut. Die 23-Jährige, deren Mutter aus Niger stammt, ist eine von sechzehn französischen Schauspielerinnen mit afrikanischen Wurzeln, die im vergangenen Mai mit dem Buch «Noire n’est pas mon métier» auf sich aufmerksam machten. Sie erzählen darin von Diskriminierungen und Vorurteilen, denen sie aufgrund ihrer Hautfarbe begegnen. Für das Filmfestival haben sie unter der Leitung von Silberfeld Filme ausgewählt, in denen Frauen – insbesondere schwarze Frauen – starke Rollen spielen. Weil die Sektion am Ende auf fünfzehn Filme angewachsen ist, verzichtet das Festival dieses Jahr auf die Sektion «Hommage», um das Programm nicht zu überladen.

Die beiden weiteren Sektionen, deren Themen die Organisatoren schon früher bekannt gegeben hatten, sind «Neues Territorium» und «Genre­kino». Erstere widmet sich den karibischen Inselstaaten Puerto Rico, Dominikanische Republik und Haiti, Letztere der romantischen Komödie. Romantische Komödien hat Thierry Jobin auch als Eröffnungs- und Schlussfilm gewählt: Starten wird das Festival mit dem chinesischen Film «How Long Will I Love U», enden mit dem philippinischen Beitrag «Meet Me in St. Gallen», der sich allein schon mit seinem Titel für eine Aufführung empfohlen habe, wie Jobin lachend sagt.

Zahlen und Fakten

Gleich viele Filme wie im Vorjahr

Mit 142 Aufführungen wird das Filmfestival 2019 genauso viele Filme zeigen wie letztes Jahr. Die zwölf Lang- und fünfzehn Kurzfilme im Wettbewerb werden am 27. Februar bekannt gegeben. Das Budget bleibt mit rund 2,1 Millionen Franken stabil. 2018 zog das Festival 44 000 Besucherinnen und Besucher an, der bisherige Rekord.

cs

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