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Superhelden und musikalische Rätsel

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Superhelden sind gerade wieder gross in Mode, sie retten hin und wieder mal die Welt und sorgen in den Kinos für Rekordumsätze – und am kommenden Samstag sind sie auch in Giffers präsent. Die Musikgesellschaft widmet ihnen nämlich ein Jahreskonzert. Denn zu solchen actionreichen Filmen gehört auch rassige Musik, welche die Handlung untermalt und spannende Momente hervorhebt.

Anspruchsvolle Werke

«Das Superhelden-Thema war eine Idee der U-22-Gruppe», sagt Pascal Schafer, seit 2011 Dirigent der Musikgesellschaft Giffers-Tentlingen. Diese Gruppe aus jungen Vereinsmitgliedern darf neue Ideen für Konzerte einbringen, das Motto wählen und das Programm mitgestalten.

So werden am Samstag unter anderem bekannte Filmmelodien aus Superman-, Batman- und den Star-Wars-Filmen zu hören sein. «Genau das macht diese Werke anspruchsvoll», erklärt der Musiker. «Die Leute kennen die Melodien. Sie haben eine professionelle Aufnahme eines professionellen Orchesters im Kopf. Diese nachzuahmen, ist nicht immer einfach für eine Musikgesellschaft.» Einige Stücke hätten auch spezielle Sequenzen für Perkussion und Synthesizer, die recht schwierig umzusetzen seien. «Ich hoffe, dass uns das gelingt.»

Für den zweiten Teil des Konzertabends hat er die Stücke ausgewählt. Unter anderem ist «Rhapsody for Flute» von Stephen Bulla zu hören. Bei diesem Stück wird Jacqueline Vonlanthen als Solistin auftreten. Sie spiel seit rund zehn Jahren Querflöte und ist seit 2014 Mitglied der Musikgesellschaft Giffers-Tentlingen. «Das passt gut. Mit ihrem Solo ist sie auch eine Art Superheldin», sagt Pascal Schafer dazu.

Interaktives Konzert

Um Superhelden ganz anderer Art geht es im zweiten Konzert vom Sonntag. Der Kinderheld Detektiv Allegro kommt bei seinem zweiten Fall zum Einsatz. Die Musikgesellschaft mit rund 40 Aktivmitgliedern spielt das Kinderkonzert, das die Luzerner Musikerin, Musikpädagogin und Komponistin Evi Güdel-Tanner konzipiert hat. Im Stück passieren kuriose Dinge: Was ist los in der Band? Wo sind die Saxofone, und warum sind die Notenblätter durchlöchert?

Eingebettet in die Geschichte einer Musikprobe, bei der nichts läuft, wie es sollte, nimmt der von einem Schauspieler dargestellte Detektiv seine Arbeit auf und sucht gemeinsam mit Dirigenten und Musikanten nach dem Grund für die falschen Töne. Die Kinder im Publikum werden dabei immer einbezogen und helfen bei der Lösung des Falls mit.

Eine Premiere

«Es ist eine Uraufführung», sagt Pascal Schafer. Die erste Vorstellung im luzernischen Neuenkirch fiel Corona zum Opfer. Weil der Dirigent gut mit der Komponistin befreundet ist, findet die Premiere nun in Giffers statt. «Es ist ein cooles Projekt, kindergerecht, einfach, aber auch witzig. Ich freue mich sehr darüber, dass wir es aufführen dürfen.» Er sei überzeugt, dass es noch viel mehr solche Projekte brauche, damit die Dorfmusik bei den Jungen schon früh präsent sei.

Mühe mit Nachwuchs

«Wir haben ein Nachwuchsproblem», sagt der Dirigent. In den letzten zwei Jahren seien zwar zwölf neue Mitglieder dazugekommen, was sehr erfreulich sei. Zuvor habe es aber ein paar Jahre ohne Neueintritte gegeben. Ausserdem hätten einige Aktivmitglieder aufgehört, seien weggezogen oder hätten die Musik nicht mehr mit ihren beruflichen Verpflichtungen vereinbaren können. «Das kann heikel werden. Deshalb ist es wichtig, Sorge zu den Leuten zu tragen und coole Projekte zu machen.»

Die Musikgesellschaft habe deshalb auch eine Starterband gegründet, in der Jungmusikanten der Musikschule ab dem zweiten Semester mitmachen können. Ausserdem habe der Verein ein Ausbildungskonzept auf die Beine gestellt, um die Jungen wie auch die Eltern zu unterstützen. «Es ist viel gegangen, aber es ist auch ein sehr wichtiges Anliegen.»

Sporthalle, Giffers, Jahreskonzert, Sa., 10. Oktober, 19.30 Uhr; Detektiv Allegro, So. 11. Oktober, 10.30 Uhr.

Vorbereitungen

Der Probearbeit einen Sinn geben

Das Superheldenkonzert der Musikgesellschaft Giffers-Tentlingen hätte bereits im März stattfinden sollen, musste dann aber Corona-bedingt kurz vor dem Auftritt abgesagt werden. «Nach dem Sommer haben wir wieder angefangen, an den Stücken zu arbeiten», sagt der Dirigent. Die Proben hätten zuerst in der Fahrzeughalle des Gartenbauunternehmens Schafer in Giffers stattgefunden, damit die Abstände gewahrt werden konnten. «Wir haben eine längere Gewöhnungsphase gebraucht.» Zuerst hätten sich die Musikantinnen und Musikanten etwas verloren gefühlt, weil auch die Akustik anders gewesen sei. «Es wurde besser, aber Musizieren mit Abstand bleibt speziell. Man hört den Nachbarn weniger gut und ist mehr auf sich allein gestellt.»

«Wir haben keine Ahnung», sagt Pascal Schafer auf die Frage nach den Erwartungen an das Konzertwochenende. Klar sei, dass die 300-Personen-Grenze nicht überschritten werden dürfe. «Wir füllen normalerweise bei unseren Jahreskonzerten zweimal die grosse Halle in Giffers.» Einige würde wohl kommen, weil sie es schätzten, dass wieder einmal etwas Kulturelles stattfinde. Andere würden Grossanlässe mit Maskenpflicht wohl eher meiden. «Mir war es wichtig, überhaupt etwas zu organisieren. Ich wollte den Musikantinnen und Musikanten einen Grund geben, warum es sich lohnt, bei den Proben dranzubleiben.»

im

«Es ist ein cooles Projekt, kindergerecht, einfach, aber auch witzig.»

Pascal Schafer

Dirigent Musikgesellschaft Giffers-Tentlingen

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