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Susi ist leider nicht zweisprachig

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Susis Stimme hat mir schon immer gefallen. Einfühlsam, wortgewaltig und anregend fasste mir Susi aus dem Off die Aussagen der Kandidaten zusammen. Das war in der Sendung Herzblatt Ende der 1980er-Jahre. Nun nenne ich die Computerstimme, die mir per Routenplaner im Handy den Weg zu meinem Ziel weist, «Susi». Meine neue Susi ist zielsicher und bestimmt. Aber sie hat eine grosse Schwäche: Sie spricht offensichtlich kein Französisch. Das wäre an sich kein Problem–wenn man in Zürich rumkurven würde.

 

 Doch wer im Kanton Freiburg einen Routenplaner konsultiert, ist oft mit französischen Ortsangaben konfrontiert. Meine Susi spricht diese jedoch radikal deutsch aus. Die «Ruh-tä dä Korrmanonn» oder der Ort «Bäll-Fauks» sind die ersten Male ganz witzig. Doch bis man sich zusammengereimt hat, was Susi sagte, ist man an der Abzweigung schon vorbeigedüst. Susi hört damit auf, eine Fahrhilfe zu sein, und beginnt, zu einer Belastung zu werden. «Khhemin dess Fah-Layzes» radebricht meine Susi auf dem Weg von Freiburg nach Marly. Und ich schiesse am Chemin des Falaises vorbei. Oder sie buchstabiert «Ruh-Tä dä Ruh-Lä» und es klingt durch den Minilautsprecher des iPhones nach «Rock ’n’ Roll». In einer solchen Situation bedauere ich sehr, dass Susi keine echte Freiburgerin und damit perfekt zweisprachig ist. Vielleicht müsste sie mal jemand einbürgern. Dann würde sie mich sicher über die «Ruut dö Kormanoo» führen und ich käme pünktlich am Ziel an.

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