Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

SVP eckt mit ihrer Kampagne auch in Freiburg an

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein roter Apfel, der von fünf Würmern zerfressen wird, dessen farbige Segmente sie unschwer als die anderen grossen Parteien erkennen lassen – Rot für die SP, Orange für die CVP, Grün für die Grünen und Blau für die FDP, dazu ein blaues Segment mit gelben Sternen für die EU. Das ist das Sujet der aktuellen Plakat- und Inseratekampagne der SVP für die nationalen Wahlen diesen Herbst. Letzten Sonntag wurde das Sujet veröffentlicht, und es sorgte schweizweit für Aufregung: Der «Blick» sprach von einem «ekelhaften Sujet», «Le Temps» von einem «Apfel der Zwietracht».

«Extrem schädlich»

Auch im Kanton Freiburg gibt das Plakat zu reden. «Es ist unappetitlich, unrühmlich und populistisch, aber nicht überraschend, wenn man an die bisherigen Plakate der SVP denkt», sagt der FDP-Fraktionspräsident im Grossen Rat, Peter Wüthrich. «Persönlich könnte ich freilich nie hinter so etwas stehen.» Er glaubt auch, dass die Wirkung des Plakats eher «kontraproduktiv» für die SVP sein werde, er sieht die Zusammenarbeit mit dieser Partei auf kantonaler Ebene aber nicht unbedingt gefährdet. «Da hängt vieles von der kantonalen Parteileitung ab, in der auch Grossratskollegen agieren», so Wüthrich. CVP-Co-Präsident Markus Bapst meint: «Wenn die SVP kein besseres Bild ihres eigenen Landes hat als einen zerfressenen Apfel, dann hat sie ein Problem.» Er habe Mühe mit einer solchen Darstellung; es passe nicht zur politischen Kultur der Schweiz, alle anderen als Gegner anzuschauen und nur die eigenen Lösungsvorschläge als richtig zu akzeptieren. «Dieses Bild ist extrem schädlich», so Bapst. Was die weitere Zusammenarbeit mit der SVP betrifft, meint der CVPler nur: «Die ist schon heute sehr schwierig.»

Auf links-grüner Seite gibt man sich demonstrativ gelassen. «Es ist ein Publicity-Coup und als solcher Teil des politischen Spiels», sagt der Kantonalpräsident der Grünen, Bruno Marmier. «Und jeder benutzt eben die Methoden, die zu ihm passen, um ans Ziel zu gelangen. Wir interessieren uns aber vor allem für unsere eigenen Positionen und halten dem zerfressenen Apfel der SVP einen gesunden Schweizer Bio-Apfel entgegen.» Auch SP-Kantonalpräsident Benoît Piller will sich darauf konzentrieren, «eigene Lösungen für die Zukunft unseres Landes» zu präsentieren. Er hält das Plakat für «lächerlich, exzessiv und zu aggressiv». Die politischen Gegner als Ungeziefer darzustellen, stehe in krassem Gegensatz zum politischen Umgangston in unserem Land.

SVP beschwichtigt

Angesprochen auf die Kritik, weist Emanuel Waeber, Generalsekretär der SVP Schweiz, und Sensler SVP-Grossrat, darauf hin, dass Würmer im Laufe der Zeit schon von Parteien verschiedenster Couleur als Sujet auf Plakaten benutzt worden seien. Bezüglich der Kooperation mit den anderen Parteien glaubt er nicht, dass sich viel ändern werde. Auch für den Kerzerser SVP-Grossrat Ueli Johner-Etter ist die Sache halb so wild. «Das Plakat ist zwar etwas pointiert formuliert, artikuliert aber eine wahre Botschaft gegen all jene, die kon­traproduktiv gegen die Eidgenossenschaft und ihre Werte politisieren.»

Kritik aus den eigenen Reihen

Ganz anderer Meinung ist die Murtner SVP-Grossrätin Katharina Thalmann-Bolz. «Das Plakat ist zu provokativ», sagt sie. «Inhaltlich hat es etwas Wahres, aber ich würde es persönlich lieber nicht benutzen. Den entsprechenden Entscheid fällt allerdings unsere Parteileitung.» Dass der Partei die Ideen für Plakate ausgehen, glaubt Thalmann zwar nicht. Aber das Sujet trage den gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen zu wenig Rechnung. Denn die SVP müsse auch künftig mit den anderen Parteien zusammenarbeiten, wenn sie Lösungen für die anstehenden tagespolitischen Probleme finden wolle.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema