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SVP peilt in Rechthalten zwei Sitze an

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Die rund 850 Stimmberechtigten von Rechthalten können am 28. Februar unter zehn Kandidierenden aus drei Listen auswählen: die Freien Wähler, die Freie Liste Bergli und die SVP. Die beiden Letzteren treten erstmals in Erscheinung. Noch ist keine SVP-Sektion gegründet, und das sei vorläufig auch nicht geplant, sagt der Sprecher der SVP-Liste William Aeby. «Wir sind der SVP Sense angeschlossen.» Die Partei tritt mit einer Dreierliste an. «Drei Sitze zu erreichen ist wohl kaum möglich, mit zwei sind wir zufrieden», nennt er als Wahlziel.

Mehr Infos zur Guglera

Die SVP-Vertreter haben auch klare Legislaturziele: «Wir wollen, dass das Dorfzentrum endlich realisiert wird und dass dort Einkaufsmöglichkeiten entstehen, die vor allem der älteren Generation zugutekommen», sagt William Aeby. Ausserdem soll die Kommunikation zwischen Gemeinderat und der Bevölkerung verbessert werden. «Wir wollen, dass die Öffentlichkeit über die aktuellen Geschehnisse in der Guglera informiert wird», sagt Aeby, der zugleich auch Sprecher der IG Guglera ist. «Die beiden Gruppen haben aber eigentlich nichts miteinander zu tun. Ich trenne die Themen konsequent voneinander», sagt er. Der SVP gehe es vor allem darum, dass die Bevölkerung wisse, wie es mit dem Landwirtschaftsbetrieb in der Guglera weitergehe. Dieser befindet sich–im Gegensatz zum Institut selbst–auf Rechthaltner Boden. Der Besitzer des Hofs, Beat Fasnacht, hatte angekündigt, die Liegenschaft umzonen zu wollen. Mehr Informationen zu diesem Thema ist auch im Sinne von Adrian Imboden. Er ist Sympathisant der IG Guglera und kandidiert neben Christian Huber und Sandra Schweingruber für die SVP. Die einzige Frau auf dieser Liste ist keine Unbekannte: Sandra Schweingruber war bis Ende 2014 Mitglied des Gemeinderats Plaffeien. Wegen eines Konflikts im Rat ist sie zurückgetreten. Mittlerweile wohnt sie in Rechthalten.

Fünf Bisherige

Die grösste Liste in Rechthalten sind die Freien Wähler. Sie treten mit fünf Männern und einer Frau an. Unter den sechs sind mit Nathalie Stulz-Piller, Gilbert Bielmann, Hugo Köstinger, Hugo Schuwey sowie Ammann Marcel Kolly fünf Gemeinderatsmitglieder, die sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen. Neu dazu gekommen ist Erich Huber. Auch Ammann Marcel Kolly ist als CVP-Mitglied auf dieser Liste. «Wir sind schon letztes Mal mit einer gemeinsamen Liste angetreten», sagt er. Da die Zusammenarbeit im Gemeinderat sehr gut gelaufen sei, sei es auf der Hand gelegen, wieder gemeinsam anzutreten. Seine Parteizugehörigkeit ist auf dem Wahlprospekt der Freien Wähler deklariert.

Leistung honorieren

Der Syndic ist der Einzige, der Mitglied in einer Partei ist, sagt der Sprecher der Freien Wähler, Gilbert Bielmann. «Wir hoffen, dass die bisherigen fünf Gemeinderäte wieder gewählt werden und dass wir mit Erich Huber den zurückgetretenen Erich Schafer ersetzen können», gibt er als Wahlziel an. Sieht er die SVP-Liste als Gefahr für dieses Ziel? «Die bisherigen Gemeinderäte haben sich in den letzten fünf Jahren bewährt. Wir hoffen, dass die Stimmbürger diese Leistung mit der Wiederwahl honorieren und so bestätigen, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben.» Es brauche eine gewisse Zeit, sich in ein Amt einzuarbeiten. «Wir haben nun eine gewisse Erfahrung und möchten für Kontinuität sorgen.» Im Gemeinderat habe man stets ein gutes Verhältnis gehabt.

Als wichtigste Herausforderung der neuen Legislatur sieht Gilbert Bielmann die Umsetzung des neuen Schulgesetzes. Rechthalten habe eine zu kleine Schule, um alleine einen Schulkreis bilden zu können. «Da müssen wir eine gute Lösung für unser Dorf finden.» Die grössten Investitionen stehen im Bereich Wasser an mit Reservoirsanierung und dem Ersatz von Leitungen. «Ausserdem wird uns das Thema Guglera weiter beschäftigen.» Es sei den Mitgliedern der Freien Wähler ein grosses Anliegen, dass die Gemeinde mit dem Bund und den Betreibern des Asylzentrums gut zusammenarbeiten könne.

Freiwillig und unabhängig

Hinter der dritten Liste «Freie Liste Bergli» steckt der parteilose Hausmann und Landwirt Hugo Poffet. Er wolle mit einer eigenen Liste ein Zeichen setzen, sagt er auf Anfrage. «Ich bin der Meinung, dass es jemanden im Gemeinderat braucht, der nicht gefragt worden ist, sondern freiwillig und unabhängig antritt», erklärt er seine Motivation. Auf diese Weise könne er eine andere Sichtweise in den Gemeinderat bringen und seine freie Meinung vertreten. Würde er gewählt, möchte er sich für mehr Umweltschutz einsetzen und dafür, dass das Dorf belebt wird. «Momentan ist Rechthalten ein Schlafdorf», sagt Hugo Poffet. Er wünscht sich, dass Rechthalten offener wird und weniger konservativ. Er wolle sich auch dafür einsetzen, dass der Gemeinderat mehr auf die Bevölkerung zugehe und ihre Anliegen aufnehme.

Rückblick: Turnhalle und Steuererhöhung

D er siebenköpfige Gemeinderat von Rechthalten hat gemäss Ammann Marcel Kolly eine intensive Legislatur hinter sich. Dauerbrenner waren die Guglera, das Schulgesetz, die Herdenschutzhunde, die Rückhaltebecken, die Hofzufahrten und die Ortsplanung. Eine der grössten Investitionen war die Erweiterung der Turnhalle. Um das 1,86-Millionen-Franken-Projekt zu finanzieren, hat die Gemeinde auf Anfang 2015 die Steuern von 85 auf 90 Rappen pro Franken Staatssteuer erhöht. Auch eine Fusion war Thema in Rechthalten: Im Februar 2014 sprach sich eine Mehrheit der Bürger an einer Konsultativabstimmung gegen eine Fusion mit Giffers, Tentlingen und St. Silvester aus. Von der Variante, mit dem oberen Sense-Oberland zu fusionieren, nahm der Gemeinderat im Juni 2014 Abstand, weil er die Zeit für vertiefte Abklärungen zu knapp fand. im

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