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Swiss Volley setzt sich in Freiburg in Szene

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«Der Cupfinal findet nicht in Freiburg statt, weil ich hier als Aktiver mit Leysin diesen Wettbewerb einige Male gewonnen habe», sagt Werner Augsburger, der Geschäftsführer von Swiss Volley, mit einem Augenzwinkern. «Warum sich meine Vorgänger für Freiburg als Final-Austragungsort entschieden haben, kann ich nicht sagen. Klar ist aber, dass der Cupfinal in Freiburg eine lange Tradition hat.» Seit den 70er-Jahren fand der Event mit wenigen Ausnahmen bis 2006 in Freiburg in der Heilig-Kreuz-Halle statt, dann ging der Cupfinal für neun Jahre nach Bern, ehe er 2015, auch dank der neuen Halle im St. Leonhard, an die Saane zurückkehrte. «Hier können die Zuschauer bis nahe ans Spielfeld sitzen, in Bern hatte die Halle einen Bärengrabeneffekt. Und auch der spezielle Boden lässt sich im St. Leonhard einfacher verlegen, was ein logistischer Vorteil ist. Hinzu kommt, dass Freiburg geografisch ideal gelegen ist, auch wenn man die Struktur der Lizenzierten mit Vereinen in allen Sprachregionen berücksichtigt», hält der in Düdingen wohnhafte Augsburger fest.

Der Vertrag von Swiss Volley mit der Stadt Freiburg läuft noch bis 2020. Gut möglich, dass der Schweizer Cupfinal über diesen Zeithorizont hinaus im St. Leonhard bleiben wird. Das Interesse sei gegenseitig. «Wir haben mit den Verantwortlichen abgemacht, dass wir uns darüber unterhalten werden, was wir gerne hätten, und uns die Stadt sagt, wie ihre Rahmenbedingungen aussehen.»

Extrem hoher Stellenwert

Für Swiss Volley ist der Austragungsort massgeblich, denn der Cupfinal geniesst innerhalb des Verbandes einen extrem hohen Stellenwert. «Der Cupfinal ist der einzige wiederkehrende Indoor-Anlass, den wir komplett selber verantworten und selber gestalten können. Wir können für unseren Sport ein Schaufenster definieren und sind nicht abhängig vom europäischen oder vom internationalen Verband», hält Augsburger fest. Zwar sei Swiss Volley auch beim Supercup federführend, aber dieser noch junge Event habe nie die Bedeutung eines Cupfinals. «Für die Spieler ist es einfach geil, die Teilnahme am Cupfinal ist etwas spezielles. Das war schon vor 30 Jahren so und ist es auch heute noch.»

Ebenfalls speziell ist diesmal, dass erst zum zweiten Mal in den letzten 14 Jahren bei den Frauen Volero Zürich (siehe Kasten) nicht dabei ist. «Jahrelang wurde nicht ernsthaft darüber diskutiert, wer gewinnt. Jetzt ist das Rennen offen», sagt Augsburger. Grundsätzlich aber gelte es, den Wegzug der Zürcher Dominatorinnen differenzierter zu betrachten. «Mit der internationalen Brille gilt es festzustellen, dass unser Volleyball bei der Vereins-WM oder bei der Champions League kein Thema mehr ist. Mit der reinen Schweizer Brille aber ist die Meisterschaft definitiv spannender geworden.» Überdies sei das Niveau in der NLA der Frauen trotz des Abgangs von Volero nicht wirklich gesunken, so Augsburger. «Vielleicht haben die anderen Teams einen Sprung gemacht, weil sie jahrelang gegen Volero kämpfen mussten. Die Zürcherinnen haben dazu beigetragen, dass sich die Konkurrenz nach oben orientiert hat.»

«Hier können die Zuschauer bis nahe ans Spielfeld sitzen, in Bern hatte die Halle einen Bärengrabeneffekt.»

Werner Augsburger

Geschäftsführer Swiss Volley

Schweizer Cupfinal

Endlich wieder Spannung bei den Frauen

Verkehrte Welt – anders als seit Jahren ist für die Cupfinals am Samstag in Freiburg die Ausgangslage bei den Frauen zwischen Aesch-Pfeffingen und Neuenburg völlig offen, während Amriswil gegen den NLB-Vertreter Züri Unterland klar favorisiert ist.

Volero Zürich hat den Schweizer Frauen-Volleyball zuletzt während Jahren dominiert und mit Ausnahme des Jahres 2009 stets das Double gewonnen. Volero war in dieser Zeit der «internationale» und der Finalverlierer eine Art «nationaler» Cupsieger beziehungsweise Meister. Mit dem Wegzug Voleros von Zürich nach Südfrankreich ist nun auch im Frauen-Cupfinal wieder Spannung angesagt.

Einiges spricht für Aesch-Pfeffingen, das gegen Volero zuletzt dreimal den Playoff- und einmal den Cupfinal verloren hat. Die Baselbieterinnen schlossen zudem die NLA-Qualifikation mit zwölf Punkten Vorsprung auf Neuenburg ab und haben alle drei bisherigen Direktbegegnungen gewonnen, zwei davon allerdings erst im Tiebreak. Die Neuenburgerinnen, die in den letzten zehn Jahren vier Cupfinals gegen Volero verloren hatten, behielten dagegen im Supercup klar die Oberhand. Die Hauptprobe jedenfalls glückte am Mittwoch beim Auftakt zu den Playoff-Halbfinals beiden Finalisten. Aesch-Pfeffingen blieb zuhause gegen Kanti ohne Satzverlust, aber auch der NUC setzte sich bei Qualifikationssieger Düdingen 3:0 durch.

Männerfinal mit B-Club

Anders ist die Ausgangslage bei den Männern, bei denen «A» wie Amriswil nicht nur im Alphabet weit vor «Z» wie Züri Oberland steht. Das in Kloten beheimatete Team erreichte als erster NLB-Vertreter seit Tramelan vor 28 Jahren den Cupfinal, wobei die Jurassier diesen gegen den damaligen Dominator Leysin 0:3 verloren hatten. Züri Unterland, das sich 2015 aus der höchsten Spielklasse zurückgezogen hatte, hat immer noch vier Akteure aus der NLA-Zeit in seinen Reihen. Alles andere als der dritte Cupsieg in Folge der Thurgauer käme einer Sensation gleich.

«Es werden sicher einige die Nase rümpfen und sich fragen, weshalb ein B-Club im Final ist. Ich sehe das aber als ein positives Signal und es zeigt auf, dass man den Schritt von der NLB zur NLA machen kann», sagt Werner Augsburger.

sda/fs

Freiburg. St. Leonhard. Schweizer Cupfinals. Programm. Samstag. 13.30 Uhr: Frauenfinal Aesch-Pfeffingen – Neuenburg. 17.30 Uhr: Männerfinal VBC Züri Unterland – Volley Amriswil.

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