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Symbolik und Emotionen zum Abschluss

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Das Festival «Re!» war ein Kind der Corona-Krise. Geboren dank des Zusammenschlusses von 35 Kulturakteuren des Kantons, organisiert durch den Verein C – Association K. Unterschiedlichste Kunstformen wurden ab dem 4.  Juli auf dem Gelände der Blue Factory gezeigt. Am Samstag lud das Festival mit der Tänzerin Nicole Morel, der Band Saraka und dem DJ-Set Horse, I’m Virus zum Abschlussabend. Ein letztes Mal konnten die Zuschauer das Festivalleben geniessen, es sich in den Liegestühlen bequem machen, die Kinder über das Festivalgelände flitzen lassen und sich Freiburger Kunst zu Gemüte führen.

Tanz als Katharsis

Kurz nach sieben betrat Sandra Sabino vom Equilibre-Nui­thonie die Bühne und kündigte die Tänzerin Nicole Morel an. «Ich möchte dieser verrückten Festivaltruppe ganz herzlich danken», meinte Sabino. «Hoffentlich ist dies nicht die letzte Veranstaltung dieses Sommers.» Umhüllt von einer zwei Meter langen und einen Meter breiten Bühnenmatte nahm Nicole Morel das Publikum mit in ihre ganz persönliche Corona-Welt. Erst präsentierte sie sich den Zuschauern zusammengezogen und in sich gekehrt, die Matte umschloss ihren Körper wie eine Röhre. Später verkrampfte sie sich, ihre Bewegungen wurden starr. Als die Musik freundlicher wurde, schien sich auch die Verkrampfung der Tänzerin zu lösen, bis sie schliesslich neben ihrer Bühnenmatte energisch vor- und rückwärtsjoggte. Die Künstlerin hatte in ihrer Performance all ihre Gefühle verarbeitet. Als Mahnmal an die Zwei-Meter-Distanzregel fungierte die schwarze Bühnenmatte. Eine eingespielte Rede der schwarzen Bürgerrechtlerin Angela Davis erinnerte an die jüngsten Ereignisse und die Bewegung «Black Lives Matter». «Diese Performance ist für mich wie eine Katharsis. Was ich im letzten Frühling aufgesogen habe, kommt im Tanz zum Ausdruck.» Auch für Morel war die Zeit bis zur Aufführung kurz. «Ich habe während der Corona-Zeit aber wieder vermehrt getanzt», meinte die Tänzerin und Choreografin. «Als dann die Anfrage für das Festival kam, habe ich spontan zu­gesagt.»

Gegen 21 Uhr wurde die Schlange vor dem Festivalgelände immer länger. Wer anstehen musste, hoffte, dass bald jemand nach Hause gehen möchte und ihm so den Platz frei machte. «Die Leute kamen meistens eher später, für die Konzerte», analysierte Martin Schick, Direktor des Festivals. Zusammen mit Xavier Meyer hatte er die Leitung des Festivals übernommen. Meyer, Direktor des Festivals «Les Georges», sagte das letzte Konzert an. «Es ist ein symbolischer Abend», meinte Meyer. «Heute Abend wäre der letzte Abend von ‹Les Georges› gewesen. Die Band Saraka eröffnete 2019 ‹Les Georges› und macht heute Abend hier als letztes Konzert den Abschluss.» Das anschliessende DJ-Set sei ein Vorschlag des Kopek-Festivals gewesen. «Das Kopek-Festival war das erste Opfer dieser Krise. Es beendet das Festival ‹Re!›, und somit schliesst sich der Kreis.» Mit ihrer mitreissenden Musik liess Saraka Wehmut und Trübsal aber bald verfliegen. Die Leute drängten nach vorne, johlten und tanzten ausgelassen in den Sommerabend. «Es ist klar, dass ich heute Abend lieber auf dem Georges-Pythonplatz gewesen wäre,» meinte Meyer. «Deshalb fiel unsere Wahl für heute Abend auch auf Saraka. Diese Band verbreitet eine positive Stimmung. Das ist uns heute Abend wichtig.»

Bilanz

Ein einmaliges Festival

«Es war nicht einfach, dieses Festival in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen», sagte Festivaldirektor Martin Schick am Samstagabend im Gespräch mit den FN. «Jetzt könnten wir sagen, dass es läuft. Aber nun es ist auch schon zu Ende.» Ausser an den Sonntagen sei das Festival immer gut besucht gewesen, so Schick. «Am Sonntag hatten die Leute scheinbar anderes im Kopf, als bei uns zu brunchen.» Um die sanitären Auflagen einzuhalten, durften maximal 300 Personen auf das Gelände. «An einem Abend mussten wir 200 Leute abweisen. Das war das Maximum,» so Schick. «Natürlich hatten wir Verantwortlichen grossen Respekt vor der sanitären Situation.» Als Kulturmanager der Blue Factory freute sich Schick, das Festival bei sich gehabt zu haben. «Da wir normalerweise kein Festival organisieren, ist die Blue Fac­tory sozusagen neutrales Terrain.» Die Blue Factory solle eine Art Lunge in der Stadt sein. Ein Ort, an den alle gerne gehen und verschiedenste Sachen entdecken. Schick bedauerte, als Festivaldirektor so sehr im Rampenlicht gestanden zu haben. «Es wäre schön gewesen, wenn die anderen kulturellen Partner mehr Sichtbarkeit bekommen hätten.» Dass es ein Festival wie dieses wieder geben wird, erhoffen sich weder Martin Schick noch Xavier Me­yer. «Dieses Festival ist in einer Krise entstanden», hält Meyer fest. «Es ist auch nicht die Rolle des Vereins  C – Association K, Festivals zu organisieren.» Dennoch zieht auch Meyer eine positive Bilanz. «Die Leute hatten wirklich Lust zu kommen, und es hat alles toll geklappt.»

cbs

«Die Band Saraka verbreitet eine positive Stimmung. Das ist uns heute Abend wichtig.»

Xavier Meyer

Co-Leiter des Festival «Re!»

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