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«Symbolische Strafen» wegen fahrlässiger Tötung für drei Männer

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Autor: Pascal Jäggi

Freiburg «Sie sind nur die drei letzten Glieder einer Kette», sagte Gerichtspräsident Alain Gautschi gestern zu den drei Angeschuldigten. Dennoch seien sie wegen fahrlässiger Tötung zu verurteilen.

Jeden treffe eine Mitschuld, meinte Gautschi. Der Bauleiter und der Polier hätten mehr auf Einhaltung der Sicherheitsstandards pochen müssen (vergleiche FN vom 6. und 7. Juli). Zudem habe der Bauleiter bewusst Material zur Verfügung gestellt, das nicht den Vorgaben der Herstellerfirma entsprach, so der Gerichtspräsident weiter. Der Equipenchef hätte wissen müssen, dass sein Arbeiter eine gefährliche Tätigkeit ungenügend gesichert durchführte, gab Gautschi weiter zu bedenken.

Jeder der drei hat eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 90, 70 und 20 Franken kassiert (nach Einkommen berechnet), für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Symbolische Strafen, so Alain Gautschi, auch weil die drei nicht für die gesamte Sicherheitskultur verantwortlich gemacht werden können.

Betroffenheit bei allen

«Sie haben immer kooperiert und gezeigt, wie stark sie vom Tod ihres Mitarbeiters betroffen sind. Das spricht für sie», hielt Gautschi fest. Den zivilen Forderungen der Familie des Opfers gab das Strafgericht des Saanebezirks statt. Die Ehefrau des Arbeiters erhält 40 000 Franken, die Tochter 36 000. Der Betrag wird «solidarisch» zwischen den drei Angeschuldigten aufgeteilt, entschied Alain Gautschi.

Vorwürfe der Verteidiger betreffend der angeblich ungenügenden Überweisungsverfügung hielt das Gericht für nicht stichhaltig.

Unfall aus dem Jahr 2006

Beim Unfall auf der Multiplex-Baustelle ist ein 45-jähriger Portugiese Ende 2006 ums Leben gekommen. Er fiel aus rund sechs Metern Höhe von einer Leiter und erlag seinen schweren Kopfverletzungen. Er arbeitete ohne Sicherung auf der Leiter, was laut Richtlinien nicht erlaubt ist.

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