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Syna kritisiert Konsumdenken ihrer Mitglieder der neuen Generation

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Autor: Urs Haenni

Misery Die Delegierten der christlich geprägten Gewerkschaft Syna treffen sich nur alle drei Jahre. Entsprechend lange dauern dann jeweils die Versammlungen. Am Samstag in Misery erstreckte sich der offizielle Teil über vier Stunden.

Drei Jahre sind eine genügend lange Dauer, um aussagekräftige Entwicklungen zu rapportieren. So konnte der Vorstand um Präsidentin Nicole Aeby seit der letzten Versammlung eine Erhöhung der Mitgliederzahl um 2,45 Prozent auf 3631 verzeichnen. Im französischsprachigen Teil Freiburgs betrug die Zunahme 1,4 Prozent, für Neuenburg gar 17,45 Prozent, allerdings auf einem tieferen Niveau. Zusammen mit der Syna Tafers zählt die Gewerkschaft in Freiburg und Neuenburg rund zehn Prozent des schweizerischen Bestandes.

Hohe Fluktuation

Aufschlussreich ist die Mitgliederentwicklung vor allem auf die einzelnen Sektoren aufgeteilt. Während im Handwerk (–0,75 Prozent) und in der Industrie (–12,8 Prozent) die Anzahl Gewerkschafter zurückgegangen ist, ist sie bei den Dienstleistungen um 27,7 Prozent angestiegen. Da es sich dabei vor allem um die Bereiche Gastronomie, Verkauf und Gesundheit handelt, ist auch der Anteil Frauen auf über 30 Prozent angestiegen. Im Tätigkeitsbericht kritisiert der Vorstand aber, dass die neuen Mitglieder aus diesem Sektor aufgrund fehlender Gesamtarbeitsverträge einstiegen, zwei, drei Jahren blieben und dann ihre Mitgliedschaft wieder kündeten. «Die Mitglieder sind flüchtiger und lassen sich von Konsumdenken leiten», so der Bericht. Der Solidaritätsgedanke bleibe oftmals auf der Strecke.

Mehr Stabilität herrscht dagegen im Vorstand. Trotz der relativ langen Legislatur stellten sich zehn von 14 Vorstandsmitgliedern für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Präsidentin Nicole Aeby liess sich sogar für eine dritte Amtszeit wählen.

Drei Resolutionen

Die Delegierten haben drei Resolutionen verabschiedet: für akzeptable Löhne und Arbeitsbedingungen für alle; für eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf; für eine starke Gewichtung von Aus- und Weiterbildung. Die Resolutionen sollen der Syna als Richtlinien bei Verhandlungen um Gesamtarbeitsverträge sowie bei politischen Geschäften dienen, so die Regionalverantwortliche Véronique Rebetez.

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