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Tafers-Freiburg nimmt einen neuen Anlauf

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Nahe dran, aber doch daneben – so lautete das Fazit der Union Tafers-Freiburg in der vergangenen Badminton-Saison. Vor der abschliessenden Doppelrunde lagen die drittplatzierten Freiburger in der NLA noch auf Playoff-Kurs, dann kassierten sie zwei Niederlagen und fielen auf Platz fünf zurück. Ein winziger Punkt fehlte am Ende zur angestrebten Finalteilnahme.

Was im März knapp verpasst wurde, soll nun nachgeholt werden. «Die Playoffs der besten vier sind unser Ziel», sagt Unions-Trainer Olivier Andrey mit Blick auf die heute beginnende Meisterschaft. «Wir sind ein Jahr erfahrener, wir sind eingespielter und wir haben insgesamt etwas mehr Qualität als letzte Saison. Das alles macht mich zuversichtlich, dass es dieses Jahr mit den Finalspielen klappt.»

Brüderpaar sorgt für Optimismus

Dank dem Zuzug von Oliver Schaller hat Tafers-Freiburg bei den Schweizer Spielern deutlich an Klasse dazugewonnen. Der 24-jährige Schmittner ist nach zwei Saisons beim Ligakonkurrenten Uni Basel zu seinem Stammverein zurückgekehrt. Schallers Qualitäten verdeutlichen der Blick auf die Badminton Weltrangliste BWF: Im Mixed wird er auf Position 75 geführt, im Doppel liegt er an 143. Stelle. «Oli ist eine klare Bereicherung für uns. Er ist genauso viel Wert wie eine ausländische Verstärkung», sagt Andrey über seinen Doppelspezialisten.

Auch Olivers jüngerer Bruder Benedikt Schaller gibt der Union in dieser Saison Anlass für Optimismus. Der 21-Jährige hat seine Hüftoperation, der er sich Anfang 2017 hatte unterziehen müssen, gut überstanden. Nach über einem Jahr Wettkampfpause kehrte er in der letzten Rückrunde aufs Badmintonfeld zurück, allerdings noch nicht in alter Stärke. Inzwischen dürfte er seinen beeindruckenden Speed und seine Kraft wiedergefunden haben. Zusammen mit dem routinierten Walliser Roger Schmid wird Benedikt Schaller erneut ein durchschlagkräftiges Doppel bilden. «Die beiden haben in der vergangenen Saison sehr gut harmoniert und werden auch heuer wieder als zweites Herrendoppel an­fangen.»

Zur Schweizer Garde bei Tafers-Freiburg gehören auch die beiden Einzelspezialisten ­David Orteu und Andrin Wäfler. Der 19-jährige Lausanner Orteu gehört zu den besten Nachwuchsspielern der Schweiz, hat im Sommer den Sprung von der Schweizer Junioren in die Elite-Nationalmannschaft geschafft. Mit seinem starken Angriffsspiel dürfte er erneut eine Bereicherung für die Union darstellen – wenn er nicht wie im letzten Jahr wegen Kniebeschwerden länger ausfällt.

Auch Wäfler, das 22-jährige Konditionswunder aus Tafers, nimmt bei der Union die zweite Saison in Angriff. Sein explosives und kraftvolles Spiel, gepaart mit den im letzten Jahr gesammelten Erfahrungen, sind für jeden Gegner eine Herausforderung. «David und Andrin werden im zweiten beziehungsweise dritten Einzel zum Einsatz kommen», sagt Olivier Andrey. «Auf der zweiten Position wird es für beide eher schwierig, auf der Drei sind aber beide fähig, Spiele zu gewinnen.»

Zwei Routiners und ein 15-jähriges Talent

Top besetz ist Tafers-Freiburg bei den Schweizer Spielerinnen. Nicole Schaller, die ihre elfte NLA-Meisterschaft mit Tafers in Angriff nimmt, verfügt über einen riesigen Erfahrungsschatz, sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Die 25-jährige Fili­grantechnikerin aus Schmitten und Céline Burkart gehörten in der letzten Saison – nach kleineren Anlaufschwierigkeiten – zu den besten Doppelpaarungen. Sie haben keine Gegnerinnen zu fürchten, zumal sie sich auf dem Platz inzwischen blind verstehen.

Die 23-jährige Burkart dürfte nicht nur im Doppel, sondern auch im Mixed eine zuverlässige Punktelieferantin sein. Im gemischten Doppel wird sie neu Oliver Schaller an ihrer Seite haben. Die beiden, die auch abseits des Platzes ein Paar sind, bilden zurzeit das unbestritten beste Mixeddoppel der Schweiz. Die zweifachen WM-Teilnehmer sind es gewohnt, auf internationaler Ebene gegen die besten Badmintoncracks Europas zu spielen. Im Schweizer Interclub können ihnen entsprechend wenige Gegner das Wasser reichen.

Neu zu Tafers-Freiburg gestossen ist Dounia Pelupessy. Die 15-Jährige ist Schweizer U17-Meisterin und wird für die Union die Einzel bestreiten. Weshalb sie als grosses Talent gilt, hat sie letzte Saison bewiesen, als sie in der NLB für Lausanne alle ihre Spiele gewonnen und die Konkurrenz nach Belieben dominiert hat. Dem Youngster steht zweifellos eine grosse Zukunft bevor, ob sie allerdings schon in ihrer ersten NLA-Saison Akzente setzen kann? «Wir erwarten von Dounia nicht viele Punkte», sagt Trainer Andrey. «Es geht vor allem darum, sie für die Zukunft aufzubauen.»

Nur ein Ausländer

Punkte liefern sollen hingegen die Ausländer. Vom letztjährigen Söldner-Trio Patrick MacHugh (SCO), Ivan Rusev (BUL) und Misha Zilberman (ISR) ist keiner mehr dabei. Der neue Hoffnungsträger heisst Sam Parsons (ENG). «Wir haben einen Ausländer gesucht, der im ersten Einzel Spiele gewinnen kann», erklärt Olivier Andrey. «Eigentlich war Toby Penty unser Wunschkandidat, er wollte aber bei Uni Basel bleiben. Sam Parsons ist nicht ganz so gut wie Penty, aber dennoch ein starker Spieler.» Parsons ist englischer Nationalspieler und die Weltnummer 80 im Einzel, im Doppel wird er auf Position 467 geführt.

Anders als die übrigen NLA-Vereine, die überwiegend mit zwei Söldnern antreten, will Tafers-Freiburg nur mit einem auskommen. Mit dem Bulgaren Peyo Boychinov hat die Union zwar einen weiteren Ausländer unter Vertrag, der 30-Jährige (BWF  304 Einzel/BWF  96 Doppel) ist jedoch nur als Back-up von Parsons gedacht. «Wir werden ab und zu mit beiden Ausländern spielen», sagt Headcoach Andrey. «In der Regel wird es aber aus finanziellen Gründen nur einer sein.» Dafür soll Parsons regelmässig zum Einsatz kommen. «Wir wollen vermeiden, dass wir wie letzte Saison bei einigen Matches ohne ausländische Verstärkungen antreten müssen. Ende letzter Saison haben sich nämlich jene Teams durchgesetzt, die ihre ausländischen Verstärkungsspieler am regelmässigsten eingesetzt haben.»

Weniger ausländische Power, dafür ein guter Schweizer Kern – Olivier Andrey traut seinem Team einiges zu. «Unter dem Strich sind wir etwas stärker als im Vorjahr. Allerdings weiss man nie genau, mit welchen Spielern der Gegner antreten wird. Das macht die ganze Saison unberechenbar.»

«Er ist genauso viel Wert wie eine ausländische Verstärkung.»

Olivier Andrey

Trainer Tafers-Freiburg

Saison 2018/19

Kader von Union Tafers-Freiburg

Männer: Peyo Boychinov (neu, BUL), Thomas Lüthi, David Orteu, Sam Parsons (neu, ENG), Benedikt Schaller, Oliver Schaller (neu, Uni Basel), Roger Schmid, Andrin Wäfler.

Frauen: Céline Burkart, Dounia Pelupessy (neu, Lausanne), Nicole Schaller.

Headcoach: Olivier Andrey.

Abgänge: Patrick MacHugh (SCO), Ivan Rusev (BUL), Misha Zilberman (ISR).

Die ersten Spiele

Samstag

St. Gallen – Uni Basel 14.30

Team Argovia – Uzwil 14.30

Tafers-Freiburg – Chaux-de-Fds 15.00

Zürich – Yverdon 16.00

Sonntag

Yverdon – Tafers-Freiburg 13.00

Chaux-de-Fds – Zürich 14.00

Uni Basel – Team Argovia 14.30

St. Gallen – Uzwil 14.30

«Wir sind ein Jahr erfahrener, sind eingespielter und haben insgesamt mehr Qualität als letzte Saison.»

Olivier Andrey

Trainer Tafers-Freiburg

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