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Talentschau in der Deutschen Kirche

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Das Valiantforum ist rundum eine gelungene Sache: Junge Musikerinnen und Musiker finden in Murten einen gediegenen Rahmen für ihren Auftritt. Auch sind Gäste da, die sonst vielleicht kein klassisches Konzert besuchen würden. Und die Valiantbank sorgt mit einem Apéro riche im Vorfeld des Konzertes für Begegnung und kulinarischen Genuss. Am Dienstag hat der Kundenanlass im Rahmen von Murten Classics zum 15. Mal stattgefunden. In der Deutschen Kirche begrüsst Michael Bauer, Regionalleiter rund 320 Kunden. Und drei Orchester mit rund 100 jungen Musikerinnen und Musikern treffen auf ein äusserst aufmerksames Publikum, das sich mit frenetischem Applaus bedankt.

 Sechs Orchester haben sich am Förderwettbewerb beteiligt und Murten Classics eine CD vorgelegt–weniger als auch schon. Davon hat die fünfköpfige Jury drei ausgewählt: Das erst 2012 gegründete Zentralschweizer Jugendsinfonierochester eröffnet den Abend mit Beethovens 5. Sinfonie. In üppiger Besetzung spielen die rund 50 Jugendlichen–zwischen 15 und 25 Jahre alt–mit einem unvergleichlich musikalischen Feuer zwei Sätze und entfalteten unter der Leitung ihres 23-jährigen Dirigenten Joseph Sieber ein gewaltiges Klangspektrum.

Mit Bach gepunktet

Als nächstes Stück folgte Schuberts Ouvertüre, gespielt von den rund 20 Streicherinnen und Streichern des Jugendorchesters Freiburg. Kein leichtes Unterfangen nach diesem voluminösen, ungestümen Beethoven.

Einiges besser als Schubert gelingt dem StreichensembleBachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3. Mit gewaltiger Energie und mit weit ausholenden Dirigiergesten–bisweilen auch störend–treibt Théophanis Kapsopoulos seine Jugendlichen an und erreicht ein differenziertes, energisches und durch schnelle Tempi geprägtes Spiel.

 Auf einem ganz anderen Niveau bewegen sich die 13 Musikerinnen und Musiker des Neuen Orchesters Basel, ein Profiensemble mit ausgezeichneten Bläserinnen und Bläsern. Mit welch aussergewöhnlicher Gestaltungskraft interpretiert etwa die Oboistin ihren Part. Unter der Leitung von Christian Knüsel präsentiert das Bläserensemble mit Mozarts Serenade «Gran Partita» ein Paradestück, wel- ches das Publikum zu fes- seln vermag. Ein einzigartiges, erfrischendes, differenziertes Klanggespräch.

Das Dilemma der Jury

Wie nun erklärt sich die Jury? Die Spannung unter den rund 450 Zuhörenden ist gross. Kaspar Zehnder, künstlerischer Leiter von Murten Classics ist sich des Dilemmas bewusst und stellt vorerst Fragen. Sollen wir den Dirigenten beurteilen, das Werk oder die Interpretation?

Das Verdikt der Jury überrascht nicht: Wie erwartet erhält das Bläserensemble den ersten Preis (4000 Franken). Für sein lebendiges, ausdruckstarkes und agogisch reiches Spiel, wie Zehnder sagt. Der zweite Preis (je 3000 Franken) geht an die beiden anderen Orchester. Einen dritten gibt es nicht. Die einzig richtige Entscheidung.

Trotzdem bleibt ein zwiespältiges Gefühl zurück. Da wird mit ungleichen Ellen gemessen. Jurypräsident Zehnder ist sich dessen bewusst.

Dass sich aber nur gerade sechs Formationen gemeldet haben, mag die Auswahl erschwert haben. Und dass das Publikum mit dem Profiauftritt gehört und gesehen hat, wohin es Jugendlichen bringen können, wenn sie gefördert werden, ist das Positive der doch etwas fragwürdigen Kür.

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