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Tanz der Vampire in Kerzers

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Tanz der Vampire in Kerzers

Das neue Nocturama ergänzt das Papiliorama

An Ostern 2003 wurde der Tropengarten in Kerzers eröffnet. Seither besuchten schon über 100 000 Naturliebhaber das Papiliorama. Im neu eröffneten Nocturama können nachtaktive Tiere der Tropenwelt Afrikas bestaunt werden.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

An einem warmen Spätsommertag inmitten von nachtaktiven Tieren aus den Tropenwäldern von Mittel- und Südamerika flanieren und doch im Seeland bleiben, das ist jetzt Wirklichkeit geworden. Maarten Bijleveld und sein Sohn Caspar, die beiden aus den Niederlanden stammenden Biologen, liessen nicht locker, bis sie die vor acht Jahren bei einem Brand zerstörten Tropenhäuser wieder aufgebaut hat. «Es war eine in diesem heissen Sommer. Wir fochten einen Kampf gegen die Zeit und gegen die Hitze und es grenzt fast an ein Wunder, dass wir in nur viereinhalb Monaten das Nocturama aufbauen konnten», sagte Maarten Bijleveld bei der Eröffnung der neuen Kuppel. Er lobte seinen Sohn Caspar, Direktor des Tropengartens, und sein Team für deren grossen Einsatz. Staatsrat Michel Pittet ist stolz darauf, dass das Papiliorama und das Nocturama die Visitenkarte des Seelands bereichern. Katharina Hürlimann, Gemeindepräsidentin von Kerzers, verwies auf die Synergien, die sich mit den anderen touristischen Angeboten ergeben.

Von Anaconda bis Vampir

Im Nocturama wird der Tag zur Nacht. Dies erlaubt es den Besuchern, die nachtaktive Fauna der Tropenwälder Amerikas zu entdecken. «Die Tiere werden nicht auf dem Tablett präsentiert. Man muss sie nach und nach entdecken zwischen den Bäumen, Blättern oder im Wasserbecken. Das gehört zu unserer Ausstellungsphilosophie», sagte der Direktor. Nach einer kurzen Angewöhnungszeit gelingt es den Besuchern, die Nachtaffen, Eulen, Pacas, Katzenfrette, Gürteltiere, Ozelote u. v. a. zu entdecken. Eine Anaconda, die zu den grössten Würgeschlangen der Welt gehört, kriecht in ihrem Revier über den Boden. Sie wird über 9 Meter lang und 250 Kilo schwer.

In einer speziellen Grotte lebt eine Kolonie südamerikanischer Vampire, die einzige Kolonie in Europa. Diese Fledermäuse, die absolut harmlos sind, ernähren sich ausschliesslich von Blut. Darüber hinaus fliegen Exemplare von zwei anderen Arten frei um die Köpfe der Besucher herum, sie vollführen einen völlig ungefährlichen Tanz.

Vollmondnacht durch Technik

Die technische Realisierung erforderte neue Technologien, die weltweit einzigartig sind, sagte Direktor Bijleveld. Unter der riesigen Kuppel, die ein Volumen von mehr als 13 000 Kubikmeter, wähnt sich der Besucher auf einem Spaziergang durch eine Vollmondnacht. Das einfallende Licht wird 1000fach filtriert. An regnerischen Tagen ergänzt eine zusätzliche Beleuchtung mittels Glasfasern das System. Elektrische Leitungen brauchte es daher nicht, was für die Sicherheit der Tiere wichtig ist. Der Neuenburger Künstler Gaétan Gris malte im Innern der Kuppel auf rund 600 Quadratmetern ein Tropenwald-Panorama.

Der Tropenkomplex Papiliorama, ausserhalb von Kerzers gelegen, ist auf fünf Elemente hin ausgerichtet. Neben der bereits bestehenden Schmetterlings-und der Nocturama-Kuppel sind zwei weitere geplant: ein Polydom und ein Dschungelpfad, welche voraussichtlich im Herbst 2004 eröffnet werden. Zudem werden ein Schmetterlingsgarten für einheimische Arten im Freien errichtet sowie ein didaktischer Garten, Biotope und ein Spielplatz. Der eigene Bahnanschluss soll demnächst kommen.

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