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Taten sollten möglichst bald folgen

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Der Zulassungsstopp für Ärzte ist 2002 eingeführt und ab Januar 2012 vollständig aufgehoben worden. Diese Aufhebung hat bis Ende Juli eine richtige Lawine von neuen Praxen ausgelöst. Laut dem Krankenkassen-Dachverband Santésuisse haben 1296 Ärzte eine Praxisbewilligung erhalten. Als Vergleich: Ab Januar bis Ende Juli 2011 waren es 576 Bewilligungen.

Welches sind die eigentlichen und wesentlichen Gründe, dass die Praxisbewilligungen ab Januar bis Ende Juli 2012 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt wurden? Grösstenteils handelte es sich um Spezialisten jeglicher Richtung, die sich vor allem in den Grossstädten und deren Agglomerationen niedergelassen haben. Im gut ausgebauten und lukrativen schweizerischen Gesundheitswesen zu praktizieren, ist für diese Spezialärzte interessant. Dazu kommt, dass sie viel freier und unabhängiger über ihre Zeit verfügen können als beispielsweise Hausärzte.

Es ist begreiflich, dass heute Stimmen laut werden, die wieder einen Zulassungsstopp fordern. Selbst Gesundheitsminister Alain Berset ist bereit, darüber zu diskutieren, und das ist eine gute Voraussetzung! Allerdings sollte dieser Stopp nur für Spezialisten gelten und nicht für Grundversorger (Allgemeinpraktiker). In allen ländlichen Regionen der Schweiz und auch vielerorts im Kanton Freiburg war es in den vergangenen Jahren unmöglich, Nachfolgerinnen beziehungsweise Nachfolger für unentbehrliche bestehende Hausarztpraxen zu finden. Diese Allgemeinpraktiker haben nämlich in weniger dicht besiedelten Regionen neben der medizinischen Grund- und Betreuungsversorgung eine wichtige (psycho)soziale, gesellschaftliche und wirt-schaftliche Aufgabe. Dies wäre insbesondere im Interesse von Familien mit Kindern, aber auch von chronisch kranken und älteren Menschen. Zudem würde die Solidarität bei der Bevölkerung gefördert!

Joseph Zosso, Schmitten

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