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Team Freiburg entlässt Trainer Perret

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Nach zehn Spieltagen liegt das Team Freiburg in der 1. Liga auf dem achten Tabellenrang. Mit zwei Siegen, zwei Niederlagen, sechs Unentschieden und einem Torverhältnis von 13:13 ist die Bilanz zwar ausgeglichen, für die mit grossen Ambitionen in die Saison gestarteten Freiburger allerdings zu wenig. Der Verein hat diese Saison eine Mannschaft geformt, mit der er die Aufstiegsspiele für die 1. Liga Promotion erreichen will. Der Rückstand auf den dritten Tabellenplatz beträgt nach zehn Spieltagen acht Punkte. Zu viel, fanden die Verantwortlichen des FC Freiburg. Am Montag trafen sie sich zu einer dringend einberufenen Sitzung, gestern Abend teilten sie Trainer Philippe Perret drei Tage nach seinem 54. Geburtstag mit, dass er in Freiburg nicht mehr erwünscht ist.

«Es war höchste Zeit»

«Das miserable Spiel am letzten Samstag gegen Bavois hat das Fass zum Überlaufen gebracht», erklärte Heribert Brülhart die Gründe für die Entlassung. Der Ehrenpräsident des FC Freiburg und Spiko-Präsident Stéphane Fragnière, die gemeinsam für die technischen Belange des Vereins zuständig sind und auch das aktuelle Team zusammengestellt haben, sahen sich zu diesem Schritt genötigt. «Bei der 0:3-Niederlage gegen Bavois haben wir die Spieler nicht mehr wiedererkannt. Dieselben Spieler, die letzte Saison eine so starke Rückrunde abgeliefert hatten, zeigten plötzlich kaum noch 70 Prozent Einsatz. Für uns absolut unerklärlich», sagte Heribert Brülhart. Nach dem Cup-Sieg gegen Echallens vor zwei Wochen habe man gehofft, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen würde. «Die blieb aber aus. Philippe Perret hat seinen Job sehr professionell gemacht, es ist auch nicht so gewesen, dass die Mannschaft gegen ihren Trainer gespielt hätte. Es war aber höchste Zeit, das wir etwas machen, bevor es noch schlimmer wird.» Nach Rücksprache mit ihrem Präsidenten Jean-Pierre Gauch, der momentan in Mailand weilt und sich weder für noch gegen eine Entlassung entscheiden konnte, haben Brülhart und Fragnière gestern die Notbremse gezogen.

Bis zur Winterpause leiten Joël Baechler, der unter anderem in Léchelles und Belfaux Trainer war, und Stéphane Fragnière die Trainings beim Team Freiburg. «In der Winterpause werden wir uns in aller Ruhe auf die Suche nach einem neuen Trainer machen», so Heribert Brülhart.

«Eine schallende Ohrfeige»

Für Philippe Perret kam die Entlassung nicht ganz überraschend. «Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass die Verantwortlichen nervös sind», sagte der 54-Jährige. «Ich habe immer wieder Bemerkungen auf der Tribüne oder abseits des Spielfeldes aufgeschnappt. Dennoch bin ich sehr enttäuscht. Natürlich liegen wir hinter den Erwartungen zurück, aber im Fussball läuft nicht immer alles so wie geplant. Mit Ausnahme der Partien gegen Düdingen und Bavois, in denen wir wirklich neben den Schuhen standen, haben wir nicht schlecht gespielt.»

Was ihn am meisten enttäusche, sei die Tatsache, dass man ihm nicht noch mehr Zeit gegeben habe, sagt Perret. «Ich war während zweieinhalb Jahren Trainer in Freiburg. In dieser Zeit habe ich mit dem Team die Aufstiegsspiele zur 1. Liga Promotion erreicht, letzte Saison haben wir die beste Rückrunde aller 1.-Liga-Teams gespielt. Dass meine gute Arbeit nicht honoriert wird und ich so vor die Türe gesetzt werde, ist für mich wie eine schallende Ohrfeige.»

Landet Perret bei Xamax?

Wie es der Zufall wollte, gab gestern beim Challenge-League-Verein Xamax Roberto Cattilaz seinen Rücktritt als Trainer bekannt. Cattilaz trainierte die Neuenburger seit 2012 und führte das zwangsrelegierte Team von der 2. Liga interregional in die zweithöchste Schweizer Spielklasse. Es sei an der Zeit, eine neue Dynamik in die Mannschaft zu bringen, begründete Cattilaz seinen Rücktritt. Xamax liegt nach 12 Runden in der Challenge League auf dem 8. Platz.

Philippe Perret, der in seiner gesamten Spielerkarriere (1978–1998) nur für Xamax gespielt hat (540 NLA-Spiele, 27 Tore), ist ein leuchtendes Beispiel für Klubtreue und Vereinsidentifikation und geniesst in Neuenburg hohes Ansehen. Was also liegt für den Rekordspieler von Neuenburg Xamax näher, als das Traineramt bei seinem Herzensverein zu übernehmen? «Ich wurde in den letzten Tagen bereits von einigen Vereinen kontaktiert, aber mit Xamax hat noch kein Austausch stattgefunden», erklärte Perret gestern Abend gegenüber den FN. «Es ist purer Zufall, dass Cattilaz heute seinen Rücktritt bekannt gegeben hat. Xamax hat bestimmt bereits einen Nachfolger im Visier, sonst hätten sie die Vertragsauflösung noch nicht kommuniziert. Man soll aber nie nie sagen.»

«Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass die Verantwortlichen nervös sind.»

Philippe Perret

Ex-Trainer Team Freiburg

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