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Techniker schuldig gesprochen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Mireille Rotzetter

Düdingen Letzten Sommer war Baden und Fischen im Schiffenensee aufgrund einer Ölverschmutzung von Ende Juni bis Mitte Juli verboten. In der Nacht vom 28. Juni waren aus einem Tank einer Firma in der Bonnstrasse in Düdingen rund 2000 Liter Öl in die Regenwasserkanalisation und von dort in den Düdingerbach und den Schiffenensee geflossen.

Alle Sicherungen versagten

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Markus Julmy hat nun einen 46-jährigen Berner Techniker verurteilt, wie die Zeitung La Liberté gestern berichtete. Der Techniker hatte einen Montagefehler begangen. Julmy sprach ihn mittels Strafbefehl wegen fahrlässigen Vergehens gegen das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer schuldig.

Das ausgelaufene Öl stammte aus einem von zwei Tanks, die zwei Notstromaggregate der betroffenen Firma speisen. Diese Tanks sind nur zu 80 Prozent gefüllt. Sinkt der Stand unter dieses Niveau, wird automatisch eine Pumpe aktiviert. Um ein Überfüllen zu verhindern, sind die Tanks mit einer Niveausonde ausgerüstet, welche das Ausschalten der Pumpe bewirkt, sobald der Ölstand auf über 80 Prozent steigt. Funktioniert das nicht, wird ein Alarm ausgelöst. Als dritte Sicherung dient eine Lecksonde, die in einer Auffangwanne angebracht ist und einen weiteren Alarm auslösen sollte.

Letzten Juni haben die beiden ersten Sicherungen versagt. Die Lecksonde vermochte ebenfalls keinen Alarm auszulösen – der Techniker hatte diese oberhalb des Randes der Wanne angebracht. Deshalb ist er nun zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 120 Franken und zu einer Busse von 600 Franken verurteilt worden.

Ebenfalls lädt die Staatsanwaltschaft das Oberamt des Sensebezirks ein, gegebenenfalls Klage wegen Bestechung eines Amtsträgers einzureichen. Dies, da die Gemeinde kein ordentliches Bauverfahren verlangt hatte. «Wir untersuchen nun mit der Gemeinde, wie das genau abgelaufen ist», sagt Oberamtmann Nicolas Bürgisser. «Die Gemeinde hätte ein Baugesuch einfordern sollen.» Der Besitzer der Firma sei mit der Gemeinde in Kontakt gewesen. «Ich hatte noch keinen Einblick ins Dossier und weiss nicht mehr», sagt Bürgisser. Er betont, dass es wichtig sei, dass die Gemeinde Stellung zum Ganzen nehmen könne. Der Verantwortliche der Gemeinde war gestern nicht erreichbar.

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