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Tee, Züpfe und schöne Begegnungen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Heute Abend erwarten Betty und Otto Zbinden in Sonnenberg, Rechthalten, Gäste. Nicht etwa zum Abendessen oder für einen gemütlichen Jass. Heute ist der 11. Dezember, und die beiden sind die Gastgeber für das Adventsfenster Nummer elf. Die Hausherrin hat etwa 25 Liter Glühwein und 30 Liter Tee zubereitet. Daneben warten mehrere Fünf-Kilo-Züpfen und – als Spezialität des Hauses – geröstete Kastanien aus dem eigenen Wald auf die Gäste.

Raus aus dem Haus

Betty Zbinden hat die Aktion «Adventsfenster» nach Rechthalten gebracht, nachdem sie dies bei einer Freundin in Elswil miterleben durfte. Über den Gewerbeverband und in ihrem Bekanntenkreis fand sie Gleichgesinnte. So haben vor elf Jahren erstmals 24 Familien und Institutionen ihr Heim für einen vorweihnachtlichen Besuch geöffnet. Die Leute kommen zwischen 18 und 20 Uhr vorbei, bewundern die Dekoration, trinken eine Tasse Tee zusammen und kommen ins Gespräch. «Die Idee dahinter ist, dass die Leute ihre Häuser für eine Zeitlang verlassen und in Kontakt mit anderen kommen», erklärt Betty Zbinden.

Eine bunte Gästeschar

Die Gäste werden nicht im, sondern vor dem Haus beim Adventsfenster empfangen – und zwar bei jedem Wetter. Durchschnittlich finden sich an einem Abend etwa 80 Besucherinnen und Besucher ein. Manche bleiben ein paar Minuten, andere etwas länger. Viele Familien mit Kindern sind dabei. Es gibt gegenseitige Besuche unter den Gastgebern, vielfach kommen auch Freunde und Verwandte vorbei, so dass sich die Besucherschar jedes Mal neu zusammensetzt. Obwohl der grösste Teil aus Rechthalten kommt, gibt es auch Besucher von ausserhalb. «Es gibt Turnvereine, die statt einer Turnstunde von Fenster zu Fenster spazieren.»

Mit Liebe und Fantasie

Vorschriften oder Regeln gibt es kaum. «Jeder kann sein Adventsfenster gestalten, wie er will», erklärt Betty Zbinden. «Sie sind alle mit viel Liebe und mit Fantasie, mal aufwendiger, mal ganz einfach gestaltet.» Bei manchen Häusern werden Weihnachtslieder abgespielt, bei anderen können weihnachtliche Gedichte gelesen werden. «Man kann mit wenig Geld und Aufwand einen grossen Effekt erzielen.»

Ihr ist wichtig, dass die Begegnung und die Freude im Vordergrund steht und nicht das Bewirten. «Es soll höchstens ein kleiner Imbiss und kein Abendessen angeboten werden.» Ein Stück Früchtekuchen, Mandarinen und Erdnüsse, Lebkuchen, Züpfe und Gebäck. «Es ist aber auch durchaus möglich, einfach nur Tee anzubieten», betont sie.

Im August gehts los

Sie selbst freut sich jedes Jahr auf ihren Abend. «Ich liebe es, Leute um mich zu haben. Ich komme aus einer grossen Familie, da war der Tisch immer voll.» Deshalb nimmt sie auch gerne jedes Jahr die Organisation in die Hand. Mit dem Aufruf im Gemeinde-Infoblatt im August wird die Aktion jeweils neu lanciert. «Manche melden sich von selber, andere kontaktiere ich selbst. Meine Kolleginnen in der Bäckerei und im Coiffeursalon fragen auch ihre Kundinnen», erklärt Betty Zbinden. Einige sind seit Jahren dabei, andere setzen mal ein Jahr aus oder machen mit, wenn ihre Kinder noch klein sind. Und wieder andere kommen jedes Jahr neu hinzu.

Wenige Lücken

So sind die 24 Tage jeweils rasch belegt. Eine Lücke hat es heuer am 23. Dezember. Für diesen Tag hat Betty Zbinden niemanden gefunden. Es gibt aber weitere Abende, an denen bewusst kein Adventsfenster auf dem Programm steht, damit diese nicht in Konkurrenz zu anderen Anlässen (St.-Nikolaus-Umzug, Gemeindeversammlung oder Konzert) treten müssen.

Regelmässig mit dabei ist auch die Schule, welche die Schulzimmer für die Gäste öffnet. Der 24. Dezember wird traditionsgemäss von der Pfarrei gestaltet, welche nach der Kindermesse vor der Kirche Tee und Gebäck offeriert.

In der dunklen Adventszeit erhellen Kerzen die kurzen Tage und langen Nächte. Die FN entzünden mit ihrem Adventskalender ebenfalls jeden Tag ein Licht.

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