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Teilerfolg für die Muntelierer Pendler

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Es sei ein Teilerfolg, sagt die Muntelierer Gemeindeschreiberin Natascha Sedonati, angesprochen auf die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Fahrplanentwurf 2017/18. Dieser war im Frühling aufgelegen (die FN berichteten). Laut einer Mitteilung des Kantons sind 808 Anträge eingegangen. Davon soll über die Hälfte umgesetzt werden. Das Problem, das die Bevölkerung der Gemeinde Muntelier am meisten beschäftigt hatte, die Streichung des ersten Pendlerkurses am frühen Morgen, ist vom Tisch. Wie der Kanton schreibt, ordnet die zuständige Arbeitsgruppe das Anliegen der Muntelierer als wichtig ein.

Das heisst: Der Zug mit Abfahrt ab Murten um 5.47 Uhr Richtung Kerzers und Bern wird im Fahrplan 2018 aufrechterhalten. Das Bahnunternehmen BLS hatte die Streichung vorgeschlagen, um sein bisheriges Angebot zu straffen und Kapazitäten auf dem Schienennetz zu schaffen. Nun werden ausnahmsweise die SBB diese Strecke befahren; die BLS fährt die folgenden Kurse der Berner S-Bahn-Linie S5.

Die Morgenpendler hatten bemängelt, sie kämen mit einem späteren Zug nicht mehr rechtzeitig an ihren Arbeitsplatz nach Bern; der erste Zug hätte künftig in Muntelier erst eine Stunde später gehalten (die FN berichteten). «Es wäre ihnen nichts anderes übrig geblieben, als das Auto zu nehmen», so Sedonati. Das habe die Arbeitsgruppe, die aus Mitgliedern der beratenden Verkehrskommission sowie aus Vertretern der Schulen und der betroffenen Regionen besteht, offenbar überzeugt.

Neben dem Morgenkurs verzeichnet die Gemeinde einen weiteren Teilerfolg: Auch die vereinzelten Halte der verlängerten Linie S5 nach Avenches und Payerne bleiben Muntelier erhalten – dafür werden die Halte in Faoug gestrichen.

Viele Vorteile für den Bezirk

Der Fahrplan 2018 bringt gerade dem Seebezirk zahlreiche Vorteile. Der grösste: Zwischen Freiburg und Murten verkehrt künftig jede halbe Stunde ein Zug. Der letzte Zug von Freiburg fährt zudem unter der Woche eine Stunde später. Und der Halbstundentakt zwischen Murten und Bern wird bis in die späteren Abendstunden ausgedehnt.

Muntelier wird ebenfalls von Vorteilen profitieren: vor allem mit neuen Halten am Wochenende. Muntelier ist aber eine jener Gemeinden, denen der neue Fahrplan neben Verbesserungen auch einige Verschlechterungen bringen wird. Deshalb hatte die Gemeinde die Bürger aufgerufen, sich mit Eingaben gegen diese zu wehren.

Keine Chance hatten die anderen Forderungen, welche die Muntelierer und die Gemeinde aufgestellt hatten. Die Züge auf der TPF-Linie S20 Freiburg-Murten-Neuenburg halten definitiv nicht mehr in Muntelier. Damit sinkt die Zahl der Halte am Bahnhof Muntelier-Löwenberg deutlich. Das heisst auch, dass die beliebte Direktverbindung zwischen Muntelier und Neuenburg entfällt. «Das ist ein Wermutstropfen», sagt ­Sedonati.

Am Wochenende halten die Züge von Freiburg nach Ins mit einzelnen Ausnahmen gar nicht mehr in Muntelier. Offiziell sind diese und andere Anliegen zwar immerhin in der Kategorie «Eingabe, die soweit möglich bei den nächsten Fahrplanperioden berücksichtigt wird» klassifiziert, sie sollen also bei der nächsten Gelegenheit wieder hervorgenommen werden. Doch das heisse in der Realität halt dennoch nichts anderes, als dass sie auf die sprichwörtliche lange Bank geschoben würden, so ­Sedonati.

Schüler besonders betroffen

Ein zentrales Problem sei in der Diskussion noch gar nicht angesprochen worden, führt Sedonati weiter aus. Der Stundentakt, der Muntelier noch verbleibt, führe auch dazu, dass Schüler auf dem Weg nach Freiburg entweder deutlich früher auf den Zug müssten oder zu spät zur Schule kommen würden. «Konkret bedeutet das, dass ab Dezember 2017 wohl viele mit dem Velo oder sonst auf irgendwie nach Murten an den Bahnhof gelangen müssen, um den 7.19-Uhr-Zug nehmen zu können.»

Noch nicht alles erreicht

Für die Gemeindeschreiberin ist klar: Mit der Rettung des Morgenzuges ist es noch nicht getan. «Wir geben nicht auf und werden dranbleiben.» Es gebe noch eine ganze Reihe von Anliegen, für die es sich zu kämpfen lohne. «Wir wollen den Standort Muntelier als Wohngemeinde weiterhin für die Pendler attraktiv erhalten.» Dass die Bevölkerung sich mit ihren Eingaben derart für ihre Anliegen eingesetzt habe, gebe Anlass zur Hoffnung.

Fahrplanwechsel

Ein grosser Schritt vorwärts für Zug und Bus

Seit dem Start der S-Bahn Freiburg im Jahr 2010 wurde das Bahn- und Busangebot schrittweise ausgebaut. So profitierte zuerst der Süden des Kantons, dann unter anderem der Broyebezirk. Der nächste Fahrplanwechsel am 10. Dezember bringt dem Seebezirk den Halbstundentakt. Auch auf der Waadtländer S-Bahn zwischen Lausanne und Payerne wird der Halbstundentakt eingeführt. Jede Stunde wird ein Zug weiter über Murten bis nach Kerzers fahren. Im Seebezirk wird die Buslinie Lugnorre–Sugiez zu Stosszeiten bis nach Kerzers verlängert. Ab Düdingen gibt es am Abend zusätzliche Kurse nach Laupen und Kerzers sowie auf der Linie Flamatt–Albligen. Noch kein Thema ist der Halt in Düdingen für die Schnellzüge Freiburg–Bern.

fca

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