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Teilstück soll rasch gebaut werden

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Teilstück soll rasch gebaut werden

Umfahrung von Düdingen nicht vor dem Jahre 2014

Das Teilstück der Umfahrung von Düdingen zwischen Birch und Luggiwil soll rasch verwirklicht werden. Laut Staatsrat Beat Vonlanthen kann so auch das Problem des Rückstaus auf der Autobahn gelöst werden. Die Umfahrung hingegen wird nicht vor 2014 gebaut.

Von ARTHUR ZURKINDEN

70 bis 75 Millionen Franken wird die Umfahrungs- resp. Entlastungsstrasse von Düdingen den Staat kosten. Wie der Baudirektor Beat Vonlanthen am Mittwoch vor dem Grossen Rat ausführte, hat dieses Projekt nach der Umfahrung von Bulle und der Poyabrücke dritte Priorität im Staatsrat. Er bestätigte, dass eine Verwirklichung vor dem Jahr 2014 unrealistisch sei. Nach seinen Worten hat aber eine Studie gezeigt, dass das Verkehrsproblem von Düdingen ohne Umfahrungsstrasse nicht gelöst werden könne, auch wenn der Durchgangsverkehr heute «nur» ein Drittel des Verkehrsaufkommens (5000 von täglich 15 000 Fahrzeugen) ausmache.

Wer bezahlt das Teilstück?

Rasch gebaut soll gemäss Beat Vonlanthen aber das Teilstück Birch-Luggiwil werden. Wie er ausführte, ist es jedoch an der Gemeinde Düdingen, die Planung dieser Strasse voranzutreiben. Werde das Teilstück heute als Erschliessungsstrasse für die neue Industriezone Birch gebaut, so sei dies ausschliesslich eine Angelegenheit der Gemeinde Düdingen. Werde sie aber später im Rahmen der Umfahrung realisiert, so wäre sie Sache des Kantons. Beat Vonlanthen signalisierte gestern jedenfalls Verhandlungsbereitschaft von Seiten des Staatsrates.

Dass es die Gemeinde Düdingen nicht ganz gleich sieht, konnte den Voten von Gemeinderätin Ursula Krattinger (SP, Düdingen) entnommen werden. «Die Finanzierung sollte beim Kanton liegen», hielt sie zu diesem Teilstück fest. Nach ihren Worten hat die Gemeinde die notwendigen Studien gemacht und ist nicht einverstanden, noch weitere Studien zu unternehmen. Weil der Rückstau auf der Autobahn in Stosszeiten sehr gefährlich sei, müsse nun endlich losgelegt werden. «Die Gemeinde Düdingen kämpft seit Jahren für Lösungen. Leider wurden die Hilferufe nicht gehört», meinte sie.

Der Baudirektor gab sich auch überzeugt, dass mit dem Teilstück Birch-Luggiwil ebenfalls das Problem des Rückstaus auf der A 12 gelöst werden kann. Dabei könnte die Idee einer zweispurigen Ausfahrt, wie sie von Nicolas Bürgisser (CSP, Giffers) lanciert worden ist, sehr wohl aufgegriffen werden. So könnten die Fahrzeuglenker, die in Richtung Murten oder Laupen fahren, die linke Ausfahrtsspur benützen, um dann links in das Teilstück Birch-Luggiwil einzuspuren. Bezüglich Machbarkeit einer zweispurigen Autobahn-Ausfahrt wartet Beat Vonlanthen auf Resultate des Bundesamtes für Strassen.

Der Staatsrat möchte sich erst im Jahre 2010 definitiv für eine Umfahrungs-Variante entscheiden. Gemäss Baudirektor ist es heute noch zu früh, diese Wahl vorzunehmen. Deshalb müsse das Land für beide Varianten reserviert werden, um nichts zu verbauen.

Begleitmassnahmen

Nicolas Bürgisser (CSP, Giffers) und Hubert Zurkinden (Grüne, Freiburg) erinnerten daran, dass das Hauptproblem des Ortsverkehrs «hausgemacht» sei. Laut Zurkinden sind deshalb auch andere Alternativen denkbar als eine Umfahrung, zumal bei der Variante 2 eine schöne Landschaft durchschnitten werde. Er dachte dabei an die Förderung des öffentlichen Verkehrs und die Einschränkung des privaten Verkehrs. So könne auch die Lebensqualität erhöht werden. Und so könnten die Schüler zu Fuss oder mit dem Velo zur Schule gehen, statt mit dem Auto geführt zu werden.

Für Beat Vonlanthen ist es selbstverständlich, dass nebst der Umfahrung auch Begleitmassnahmen getroffen werden müssen. Gemäss Ursula Krattinger hat die Gemeinde im Rahmen des «Valtraloc»-Projektes (Aufwertung der Ortsdurchfahrt) schon einiges unternommen.

Gegen neue Autobahn-Ausfahrt

Der Baudirektor gab weiter zu verstehen, dass die Idee einer neuen Autobahn-Ausfahrt zwischen der Magdalena-Brücke und Düdingen nicht in Frage komme. François Weissbaum (Öffnung, Freiburg) hatte gestern diesen Lösungsansatz wieder ins Spiel gebracht. Nach seinen Worten könnte damit nicht nur das Problem der Ortsdurchfahrt Düdingen gelöst werden, dadurch wäre der Bau der Poyabrücke nicht mehr notwendig.

Der Grosse Rat diskutierte am Mittwoch über die Umfahrung von Düdingen, weil ihm der Staatsrat einen Bericht zu diesem Thema vorgelegt hatte. Das Kantonsparlament hatte vor zwei Jahren ein entsprechendes Postulat von Markus Bapst und Armin Haymoz (CVP, Düdingen) überwiesen. «Der Staatsrat sagt Ja zu einer Umfahrung. Er erkennt das Problem und bietet Hand für Lösungen», lobte Markus Bapst den Bericht.

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