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Tennis in der dritten Dimension

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Padel erfreut sich insbesondere in Argentinien einer ungeheuren Popularität. Nicht weniger als fünf Millionen Padelspieler sind im südamerikanischen Land aktiv. Aber auch in Spanien ist Padel äusserst beliebt. Gegen die zwei Millionen Spieler werden geschätzt, welchen 35 000 Plätze zur Verfügung stehen. Wenig überraschend gibt es in Spanien seit einigen Jahren denn auch eine Profi-Tour mit zwanzig Turnieren pro Saison. Zahlreiche spanische Tennisspieler sind ebenso mit dem Padelsport vertraut. So hat etwa Rafael Nadal als Junge zunächst mit Padel angefangen, ehe er zum Tennis-Racket griff.

Ein kreatives Spiel

In den letzten Jahren hat der Padelsport immer mehr europäische Länder erreicht. In Italien, Frankreich, Deutschland und Dänemark werden nationale Meisterschaften ausgetragen. Padel in die Schweiz brachten die Gebrüder Rico und Mario Jacober aus Opfikon. 2006 gründeten sie den Schweizer Padel-Verband. Aktuell gibt es nur fünf Padelplätze in der Schweiz in den Kantonen Zürich, Aargau, Genf … und Freiburg, genauer gesagt in Murten. Tommy Othenin, der über langjährige Erfahrung als Spieler und Promoter in Spanien und der Schweiz verfügt, schlug Martin Golser vom Tennis- und Squash-Center vor, doch einen Padelplatz zu installieren. «Unsere Aussenplätze waren nicht ausgelastet. Deshalb fand ich den Vorschlag interessant», sagt Golser. Der Aufbau hat sich ausbezahlt. «Rund 50 Personen spielen regelmässig Padel in Murten». 40 Franken kostet die Platzmiete für eine Stunde. Schläger und Bälle können vor Ort gemietet werden. Laut Othenin gibt es hierzulande 500 aktive Spieler. «Unser Ziel ist, dass in fünf Jahren mehr Plätze in der Schweiz zur Verfügung stehen. Ich habe das Gefühl, dass sich dieser Sport schnell entwickeln wird.»

 Othenins Zuversicht wird aus der Attraktivität des Spiels genährt. Dank den Wänden um den Court erhält der Mix aus Tennis und Squash eine dritte Dimension. Anders aber als im Squash können die Wände nicht direkt angespielt werden, sondern erst nachdem der Ball den Boden berührt hat. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Laufarbeit ist geringer als beim Tennis, und der Ball bleibt länger im Spiel. «Durch die Wände wird das Spiel extrem kreativ. Zudem ist Padel weniger aggressiv als das Squash. Nur auf den Ball hauen bringt nichts», sagt Golser. Insgesamt sei Padel so leichter zu erlernen als Tennis.

Padel kann sowohl als Einzel als auch im Doppel gespielt werden. Die Schweizer Meisterschaft vom vergangenen Wochenende in Murten wurde im Doppel ausgetragen. Freiburger Spieler waren keine im Haupttableau vertreten. Doch dies dürfte sich in Bälde ändern. In Murten jedenfalls ist man von der Zukunft des Padelsports überzeugt.

 

 

Regeln: Massive Schläger, kleineres Spielfeld und Wände

Schläger: Der Padelschläger (maximal 30 cm Länge und 25 cm Breite) ist etwas kleiner als ein üblicher Tennisschläger und ist ohne Bespannung. Die Schlagfläche, welche mit kleinen Löchern versehen ist, besteht aus einer glatten Kunststoffhaut, bei hochwertigen Schlägern oft aus Kohlefasern. Am Griffende ist eine Kordel für das Handgelenk angebracht.

Bälle: Die Bälle weisen die gleiche Grösse wie Tennisbälle auf. Der Druck ist jedoch etwas geringer, so dass sie eine Spur langsamer sind.

Spielfeld: Der Grundriss des Spielfeldes ist ein Rechteck von zwanzig auf zehn Meter. Der Platz ist umschlossen von Mauern aus Kunststoffglas (an den Stirnseiten) sowie Drahtgittern (Höhe von zwei bis drei Metern).

Netz: Das zehn Meter lange Netz wird auf einer Höhe von 0,88 bis 0,92 m gespannt – ähnlich wie im Tennis.

Bodenbelag: Die Spielfläche kann aus Beton, künstlichem Rasen oder aus einem synthetischen Teppichbelag bestehen.

Regeln: Das Spiel hält sich an die Grundregeln des Tennis Doppelspiels. Der Einfachheit halber wird der Aufschlag von unten ausgeführt. Anders als im Tennis ist es erlaubt, den Ball nach Aufspringen im Spielfeld an die Glasscheibe prallen zu lassen und von dort direkt (oder indirekt erneut via Wand) ins gegnerische Feld zurückzuspielen. Durch die Wand erhält das Spiel eine zusätzliche Dimension. Wie im Tennis sind sowohl Grundschläge als auch Volleys und Smashes erlaubt. fs

Geschichte: In Mexiko erfunden

D er Mexikaner Don Enrique Corcuera suchte im Jahr 1969 nach einer Möglichkeit, trotz seines kleinen Grundstücks einen eigenen Tennisplatz zu bauen. Er verkleinerte deshalb das Feld, änderte einige Regeln und schuf damit den Padelsport. Die neue Sportart verbreitete sich schnell, zunächst in Spanien und ab 1977 auch in Argentinien. 1991 wurde in Madrid der internationale Padel-Weltverband gegründet. Jährlich werden abwechselnd Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen, an welchen Spanier und Argentinier dominieren. 2006 wurde der Schweizer Padel-Verband gegründet (www.swisspadel.ch). Schätzungsweise gibt es mittlerweile über sieben Millionen aktive Padelspieler weltweit. fs

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