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Tentlingens Haltung wirft Fragen auf

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Am 14. Juni kommt die Dreierfusion zwischen Tentlingen, St. Silvester und Giffers zur Abstimmung. Bisher haben sich die jeweiligen Gemeinderäte positiv zum geplanten Zusammenschluss geäussert. Seit Mittwochabend ist nun bekannt, dass Tentlingen die Fusionsvereinbarung, die vom Gemeinderat unterschrieben worden war, nicht unterstützt (siehe FN von gestern). Weshalb genau, bleibt im Dunkeln. Sie könne sich nicht weiter zum Entscheid des Gemeinderats äussern, sagte die Tentlinger Gemeindepräsidentin Antje Burri-Escher am Donnerstag auf Nachfrage der FN. Sie, die sich bisher immer klar für eine Fusion als weitsichtigen strategischen Entscheid ausgesprochen hatte, betont, wie wichtig es sei, dass die Bürgerinnen und Bürger an der Urne darüber befinden könnten. Ist etwa die Erhöhung der Steuern um knapp zehn Rappen der Grund für den Entscheid des Gemeinderats? «Die Steuern waren immer ein Handicap, aber wir hätten gewisse Punkte gesehen, die dieses Handicap hätten ausgleichen können», sagt Gemeinderat und Finanzchef Gerhard Liechti. In welchem Bereich Tentlingen mehr Entgegenkommen gewünscht hätte, will aber auch er nicht sagen.

Immer noch alles möglich

Ist die Dreierfusion durch das Bekenntnis Tentlingens nun gestorben? Das glauben die beiden betroffenen Gemeindepräsidenten sowie Antje Burri nicht. «Selbstverständlich ist es besser für eine Fusion, wenn der Gemeinderat dahinter steht. Doch unsere Bürger sind in der Lage zu abstrahieren und wissen, was sie wollen», sagt der Giffersner Syndic Othmar Neuhaus. Auch er verweist auf den Abstimmungssonntag im Juni: Der Entscheid zur Fusion sei für ihn ein urdemokratischer Prozess.

Keine Zweierfusion

Gleich sieht es Alexander Kolly, der Ammann von St. Silvester. Kolly gibt sich wie gewohnt diplomatisch und lehnt sich nicht aus dem Fenster: «Ob die Fusion zustande kommt, entscheidet die Bevölkerung.» Zumindest hatten Neuhaus und Kolly am Mittwoch bestätigt, dass ihre Gemeinderäte die Fusionsvereinbarung unterstützen würden. Eine Zweierfusion zwischen Giffers und St. Silvester–da sind sich die Syndics ebenfalls einig–ist jedoch kein Thema. «Wir haben keinen Plan B», sagt Kolly zum möglichen Szenario, dass am 14. Juni eine oder mehrere Gemeinden Nein zur Fusion sagen und diese dadurch platzt.

«Der logische Schritt»

Auch der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser, der Urheber der Fusionspläne im Sensebezirk, will die Dreierfusion noch nicht abschreiben. Er hoffe, dass die Bevölkerung erkenne, dass Giffers und Tentlingen heute schon fast alles zusammen machen und die Fusion deshalb der logische Schritt sei, sagt Bürgisser. Er sei überzeugt, dass sich viele junge Bürgerinnen und Bürger für die Fusion aussprechen werden. «Und ich hoffe, dass die älteren Bürger den Weitblick walten lassen.»

Ob die Bürger einmal erfahren, aus welchen Gründen genau Tentlingen die Fusionsvereinbarung nicht unterstützen kann, sei Gegenstand der weiteren Diskussionen, sagt Antje Burri. Voraussichtlich im Mai findet ein weiterer Informationsabend statt. Dann erscheint auch die Abstimmungsbotschaft aller drei Gemeinderäte. Wie weit die Behörde darin Farbe bekennt, ist noch unklar.

Zahlen und Fakten

Eine Gemeinde mit 3700 Einwohnern

Kommt es zur Fusion zwischen Tentlingen, St.Silvester und Giffers, entsteht im Senseoberland ab dem 1.Januar 2017 eine neue Gemeinde mit rund 3700 Einwohnern. Diese soll gemäss Fusionsvereinbarung den Namen Giffers tragen. Die Vereinbarung sieht ebenfalls vor, dass alle Schulstandorte erhalten bleiben und die Verwaltung ihren Sitz in Giffers und in Tentlingen hat. Die Abteilungen werden entsprechend aufgeteilt.ak

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