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Testspiel-Charakter statt Playoff-Fight

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 Mit 96:83 hatte Olympic das erste Spiel der Playoff-Viertelfinals am vergangenen Samstag zuhause gewonnen. Und dennoch war Trainer Damien Leyrolles von der defensiven Leistung seiner Mannschaft enttäuscht. «Ob wir 83 Punkte oder aber 73 kassieren, ist ein grosser Unterschied», sagte der Franzose im Vorfeld der gestrigen zweiten Partie. «Basel ist ein offensives Team, das uns immer Probleme bereiten wird. Es liegt an uns, das Tempo zu kontrollieren und die Intensität hoch zu halten», forderte Leyrolles deshalb.

Garretts Nullnummer

Einer im Team der Freiburger, der wie kaum ein anderer für Intensität steht, ist Darrius Garrett. Der Amerikaner hat seine Spielsperre, welche er für eine obszöne Geste kassiert hatte, abgesessen und kehrte gestern zurück. Weil Olympic seit der Verpflichtung von Matt Shaw sechs Ausländer unter Vertrag hat, aber nur deren fünf Spielen dürfen, musste einer über die Klinge springen. Wenig überraschend traf es Josh Almanson, der defensiv schwächste Spieler des Sextetts. Dies kümmerte Starwings-Coach Marko Simic vor Spielbeginn wenig. «Wir kennen Garrett aus der Qualifikation bestens. Die Ausgangslage bleibt für uns dieselbe, wir sind der Underdog.» Dennoch gab sich Simic ambitioniert. «Wenn wir disziplinierter spielen als am Samstag, sind wir in der Lage, Olympic zu ärgern. Dafür müssen wir aber konservativer agieren und weniger wilde Würfe machen.»

Gute Vorsätze sind das eine, sie aber auch umzusetzen das andere. Beidseits gelang dies höchstens teilweise. Die Freiburger präsentierten sich in der Verteidigung zwar einen Tick sattelfester, allerdings begünstigt durch die Basler, welche ihrem Vorhaben, in der Offensive überlegter zu spielen, nicht wirklich gerecht wurden. Derweil ganz am Ziel vorbei schoss Garrett, der es in Sachen Physis ein bisschen gar übertrieb. Unmittelbar nach der Pause kassierte er sein viertes Foul. Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade einmal sechs Minuten auf dem Parkett gestanden – und keinen Punkt erzielt. Prädikat: ganz schwach.

 Entscheidung im dritten Viertel

Mit dieser mediokren Vorstellung stand Garrett aber nicht alleine da. Das Duell erinnerte vielmehr an ein Trainings- denn an ein Playoffspiel. Oder anders formuliert: Das Niveau war höchst bescheiden. Einzig Arizona Reid mit 16 Punkten in der ersten Halbzeit hob sich wohltuend vom Rest ab. 34:33 führten die Freiburger zur Pause, was zumindest etwas Spannung für die zweite Hälfte erhoffen liess. Mit dieser war es dann spätestens in der 29. Minute vorüber. Der Basler Justin Dobbins erwies seinem Team mit einem Doppelfoul einen Bärendienst. Olympic nutze die vier Freiwürfe plus Ballbesitz, um vorentscheidend auf 58:43 davonzuziehen.

Danach brachen die inferioren Basler (20 Ballverluste) komplett ein. «Unsere Substanz hat von Viertel zu Viertel nachgelassen», sagte Simic, der mit seiner Equipe erstaunlicherweise zufrieden war. «Womit ich nicht zufrieden war, sage ich nicht. Sonst krieg ich Probleme mit der Liga», und meinte damit die Unparteiischen, die aber nun wahrlich nicht schuld am Untergang der Starwings waren. «58 kassierte Punkte sind gut», sagte Leyrolles. «Solange wir dies bestätigen können.» Um dann nochmals zu unterstreichen, wie schwierig die Basler zu kontrollieren seien. Am Samstag kann Olympic in Basel den Einzug in den Halbfinal perfekt machen. In diesem werden – voraussichtlich gegen Lugano – solche Leistungen wie gestern indes nie und nimmer reichen.

 

Telegramm

Olympic – Starwings 81:58 (34:33)

St. Leonhard–SR: Clivaz, Wirz, Marmy.

Freiburg Olympic:Kazadi (4); Uliwabo (5); Manz; Shaw (17); Savoy (5); Yates (12); Kovac (6); Draughan (8); Hoch; Cotture (2); Reid (22); Garrett.

Basel Starwings:Vegra (2); Kostic (5); Fuchs (3); Güttinger (6); Beltinger; McCrory (13); Jenkins (8); Matter; Burrows (8); Dobbins (13).

Bemerkung:Olympic ohne Almanson (überzähliger Ausländer). 5 Fouls: Dobbins (29.).

Die weiteren Resultate:Genf (1.) – Nyon 96:59–Stand: 2:0

Lugano (3.) – Boncourt (6.) 91:86 n.V.–2:0. Neuenburg (4.) – Boncourt (5.) 69:51–2:0.

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