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Teures Gemeindezentrum für Givisiez

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Autor: Pascal jäggi

Vizesyndic Jean-Daniel Wicht streute sich beziehungsweise der Baukommission ziemlich viel Asche aufs Haupt. Der Bau des Gemeindezentrums «Rural» (in dem jeweils auch die Gemeindeversammlungen stattfinden) sprengte den Kreditrahmen deutlich. Statt den geplanten und von den Stimmbürgern 2005 abgesegneten 5,2 Millionen musste die Gemeinde rund 6,9 Millionen Franken ausgeben, wie der Vizesyndic vor den anwesenden 75 Stimmberechtigten erläuterte. «Auch wir sind damit nicht zufrieden, ja sogar richtig verärgert», erklärte Wicht. «Wir müssen Lehren für die Zukunft ziehen», sagte Wicht weiter. Ein solcher Bau müsse enger verfolgt werden. Der ursprüngliche Kredit sei wohl etwas überhastet vorgelegt worden, meinte Wicht.

Trotz allem Ärger zufrieden mit Ergebnis

Schon beim Baubeginn wurde festgestellt, dass die Fundamente der früheren Scheune nicht genutzt werden können. Abriss und Neubau der Grundmauern waren die erste Kostenüberschreitung.

Teilweise seien während dem Bau Änderungen beschlossen worden (mit rund 430 000 Franken der grösste Zusatzaufwand), die zu Mehrkosten geführt hätten, erklärte der Vizesyndic. Zwar sei der Gemeinderat sehr zufrieden mit dem Endergebnis, aber wenn der Unterschied zwischen Planung und Realität mehr als 1,6 Millionen Franken betrage, müsse die Strategie überdacht werden. Wicht schlug vor, die Mitgliederzahl der Baukommission zu erhöhen. Ein Bürger empfahl, dass die Kommission in einem solchen Fall dreimal jährlich einen Bericht zum Stand der Dinge abliefern sollte.

Von einigen Bürgern wurde im Zusammenhang mit dem Gemeindezentrum zudem bemängelt, dass die Behörden eigenmächtig die Bibliothek vom Pfarreizentrum ins «Rural» transferiert haben. Korrekterweise hätte der Kredit von 315 000 Franken eigentlich der Gemeindeversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden müssen, wie Syndic Michel Ramuz bestätigte. «Dieses Versäumnis bleibt aber sicher die Ausnahme der Regel», versicherte Ramuz.

Steuereinnahmen sorgen für positive Bilanz

Mit ganz anderen Vorzeichen konnte der Syndic in seiner Funktion als Finanzvorstand die Gemeindeversammlung angehen. Steuerliche Mehreinnahmen (über vier Millionen Franken mehr als budgetiert) sorgten dafür, dass auch 2008 ein positives Jahr für die Freiburger Vorortsgemeinde war. Ramuz nannte den Abschluss «aussergewöhnlich», Philippe Equey, Präsident der Finanzkommission, bezeichnete das Ergebnis gar als bestes, das er je gesehen habe.

Vorgesehen war ursprünglich ein Minus von 322 600 Franken, der Abschluss bringt nun einen Gewinn von 17 338 Franken. Klar, dass keiner der Anwesenden etwas gegen die präsentierte Rechnung einzuwenden hatte.

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