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Theaterleute wollen Betagte erfreuen und laden zu einem gemütlichen Ausflug ein

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Autor: Imelda Ruffieux

Plaffeien Jedes Jahr zu Auffahrt wiederholt sich das Bild: Abends gegen 18 Uhr kommen zwei oder drei Reisecars auf dem Dorfplatz Plaffeien an. Über 100 ältere Leute steigen aus und werden von Klängen der Musikgesellschaft begrüsst. Seit 34 Jahren bildet dieses Ständchen den Abschluss des Seniorenausflugs, den die Theatergesellschaft Plaffeien organisiert.

400 Einladungen

«Wir haben diese Tradition vom Jugendverein übernommen», erklärt Linus Hayoz, Präsident des Vereins. Der Jugendverein hatte vor der Gründung der Theatergesellschaft nicht nur Stücke aufgeführt, sondern eben auch Ausflüge mit Betagten organisiert.

Alle 70-Jährigen der Pfarrei Plaffeien werden angeschrieben und eingeladen. Jeweils etwa ein Viertel von ihnen, rund 100 Personen, melden sich jeweils zur «Fahrt ins Blaue» an, die mal ins Seeland oder ins Berner Oberland führt. Dieses Jahr ging die Überraschungsfahrt ins Simmental und über den Jaunpass. Dort wurde – ebenfalls eine Tradition – ein längerer Zvierihalt gemacht, bei dem es auch musikalische Unterhaltung gab. Unter den Klängen der Stromstoss-Örgeler schwang der eine oder andere gar sein Tanzbein.

«Sehr dankbar»

Von den 46 Mitgliedern der Theatergesellschaft stellt sich jedes Jahr rund ein Dutzend als Begleiter zur Verfügung. «Die Reaktionen sind sehr positiv», erklärt Vizepräsidentin Anneliese Riedo. Die alten Leute freuen sich auf die Ausflüge und darauf, mit anderen Betagten ein paar gemütliche Stunden zu verbringen. «Es ist aber auch für uns sehr dankbar. Wir freuen uns darüber, wenn wir die strahlenden Gesicher der Leute sehen», führt sie aus.

Dem Publikum verpflichtet

Die Theatergesellschaft übernimmt sämtliche Kosten dieses Ausflugs, zwischen 6000 und 7000 Franken. Finanziert wird dies jeweils aus dem Erlös der Theateraufführungen. Auch 2010 waren praktisch alle der 17 Vorstellungen ausverkauft – wie immer in den letzten 34 Jahren. Der Erfolg beruht darauf, dass stets lustige Bauernschwänke aufgeführt werden. «Wir haben eine gewisse Verpflichtung unserem Publikum gegenüber, obwohl dies die Wahl der Stücke natürlich etwas einschränkt», erklärt Linus Hayoz. «Aber das bewährte Programm ist auch unser Trumpf.» Unter den Besuchern seien auch viele Heimweh-Sensler, die wegen des «währschaften» Dialekts kommen und den Besuch einer Aufführung gar mit einem Wochenend-Ausflug verbinden.

«Wir haben viele treue Stammgäste. Einige von ihnen haben alle 34 Vorführungen besucht», betonte Anneliese Riedo. Für einige sei der Besuch des Theaters eine Familientradition. «So sind jeweils auch recht viele Jugendliche im Publikum.»

Genauso treu wie das Publikum sind die Mitglieder des Vereins. Viele sind schon seit Jahren dabei. Momentan beschränken sich die Aktivitäten des Vereins auf einige gesellschaftliche Anlässe. Ab Oktober beginnt dann wieder die hektische Zeit: zweimal pro Woche Probe, bis das neue Stück, bereits das 35. in der Vereinsgeschichte, Anfang 2011 bühnenreif ist.

Die Plaffeier sind Mitglied der bernischen Gesellschaft für Volkstheater und organisieren im April 2011 die Delegiertenversammlung.

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