Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Tierschutz als christliche Pflicht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Aus einer biblisch begründeten christlichen Verantwortung heraus ist die Kirche verpflichtet, für einen «verantwortungsbewussten Konsum tierischer Produkte» einzutreten und hier eine Vorreiterrolle einzunehmen: Diese Ansicht vertritt der Südtiroler Moraltheologe Martin Lintner in der Zeitung «Die Furche».

Die Bibel spreche von einer Schicksalsgemeinschaft zwischen Mensch und Tier, und Letztere würden auch «heilsgeschichtlich ins Gewicht fallen», so der Experte. Tierethik sei hochaktuell und mit Papst Franziskus, der in der Umwelt­enzyklika «Laudato si» vom «Eigenwert» jedes Lebewesens spreche, auch Thema und Anliegen der Kirche geworden.

Laut Lintner «endlich» – denn die christlich-abendländische Tradition sei von einer verhängnisvollen, vordergründig philosophisch bedingten Tiervergessenheit geprägt, die zwischen den nicht vernunftbegabten Tieren und dem Menschen als «animal rationale» einen tiefen Graben aufgeworfen habe, der so in der Bibel nicht zu finden sei.

Die Bibel beschreibe Tiere vielmehr als Bundespartner Gottes, für die auch die Sabbat­ruhe gelte; auch Paulus spreche von einer Hoffnung auf Erlösung, die die gesamte aussermenschliche Schöpfung miteinschliesse.

«Umdenken nötig»

So wäre es ein «starkes, aber überfälliges Signal», wenn kirchliche Bildungshäuser, Klöster, Pfarrhöfe oder Pfarrgemeinden konsequent beginnen würden, auf die Herkunft von Fleisch, Eiern oder Milch zu achten: «Sie sollen ausschliesslich von ökologisch und tierethisch qualifizierten Bauernhöfen und nach Möglichkeit aus der eigenen Region stammen, um Lebendtransporte von Tieren beziehungsweise weite Transportwege der Waren zu vermeiden. Das sollte ebenso selbstverständlich werden wie etwa die Mülltrennung», so der Moraltheologe.

Für «unumgänglich» hält Lintner eine «merkliche Reduzierung» des Fleischkonsums und ein Umdenken in der Gesellschaft. Er schlägt vor, vegetarische Gerichte als die «normalen» und die mit Fleisch als «Sonderwunsch» zu kennzeichnen, um einen Bewusstseinswandel zu fördern.

Höhere Preise von Bio-Produkten wertet er nicht als zu teuer, sondern Produkte aus der konventionellen Landwirtschaft seien zu billig, «weil die Kosten für die negativen Auswirkungen auf ökologischer, gesundheitlicher und sozialer Ebene nicht verrechnet werden».

kath.ch

Mehr zum Thema