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Tiki Taka an Betonwand zerschellt

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Viel Zeit in der gegnerischen Platzhälfte haben die Spieler von Inter Mailand gestern nicht verbracht. Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel war die Marschrichtung, die Inter-Coach José Mourinho vorgab, von Beginn weg genauso deutlich wie nicht überraschend: Inter igelte sich von der ersten Sekunde an ein, liess Barcelona im Mittelfeld einigermassen gewähren, machte gleichzeitig jedoch die Räume in der gefährlichen Zone rund um den eigenen Strafraum extrem eng. Und die Italiener brachten die Katalanen mit dieser Taktik bereits in der ersten Hälfte zur Verzweiflung. Zwar hatte Barça vor der Pause 78 Prozent Ballbesitz. Doch das vielgelobte Tiki-Taka-Kurzpassspiel des Titelverteidigers war gegen taktisch erstklassige und in den Zweikämpfen aggressive Mailänder nicht mehr als brotlose Kunst. Viel mehr, als sich im Mittelfeld den Ball hin und her zu schieben, fiel den sonst so kreativen Katalanen nicht ein. Übliche Ideengeber wie Messi oder Xavi konnten kaum Akzente setzen. Über die Aussenbahnen kam selten bis nie Gefahr auf.

Rote Karte änderte wenig

Dies änderte sich auch nicht, als Thiago Motta in der 28. Minute wegen einer angeblichen Tätlichkeit in einem (zu) strengen Entscheid von Schiedsrichter Frank de Bleeckere vom Platz flog. So blieb ein schöner Hinterhaltsschuss nach einer Einzelleistung von Lionel Messi (33.) die einzige richtige Chance vor dem Pausenpfiff. Auch in der zweiten Hälfte hatte der Platzverweis keine entscheidenden Auswirkungen. Statt mit zehn Feldspielern verteidigte Inter einfach mit deren neun am eigenen Strafraum. Das war immer noch genug, um Barcelona eine richtige Torchance lange Zeit fast gänzlich zu verwehren. Ausgerechnet Innenverteidiger Piqué sorgte in der 84. Minute mit seinem Tor doch noch einmal für Spannung. Doch trotz weiterem Dauerdruck gelang den Katalanen das notwendige zweite Tor danach nicht mehr.

So kommt es am 22. Mai in Madrid zum überraschenden Final zwischen Inter Mailand und Bayern München. Auf ein deutsch-italienisches Endspiel hätte vor der Saison kaum jemand gewettet. Kaum etwas hatte darauf hingewiesen, dass die Dominanz der spanischen und englischen Teams in dieser Champions-League-Saison durchbrochen wird. fm

Barcelona – Inter Mailand 1:0 (0:0)

Camp Nou. 96 000 Zuschauer – SR: De Bleeckere (Be).

Tor: 84. Piqué 1:0.

Barcelona: Valdes; Alves, Touré, Piqué, G. Milito (46. Maxwell); Xavi, Busquets (63. Jefren), Keita; Messi, Ibrahimovic (63. Bojan), Pedro.

Inter Mailand: Julio Cesar; Maicon, Lucio, Samuel, Zanetti; Cambiasso, Motta, Chivu; Eto’o (86. Mariga), Sneijder (67. Muntari); D. Milito (81. Cordoba).

Hinspiel: 1:3

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