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Töfflifahren wie zu Jugendzeiten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kurz nach Mittag fährt auf dem Bahnhofplatz in Sugiez ein Lieferwagen mit Anhänger vor. Der Fahrer hebt nacheinander fünf Motorfahrräder vom Anhänger. Eines nach dem anderen wird betankt und getestet. Es fehlen nur noch die Fahrer.

«Das ist lange her»

Aus einem Kleinbus steigen fünf Männer, deren Ostschweizer Herkunft nicht zu überhören ist. Die Wandergruppe Säntis verbringt ihr jährliches Wanderwochenende im Dreiseenland. Wie Organisator Kurt Schindler erklärt, ist er bei dessen Vorbereitungen über die Website von Murten Tourismus auf das Angebot gestossen.

Nun, ganz jung sind die fünf Männer nicht mehr. Angesichts der mehrheitlich grauen Haare scheint der Ausdruck Töfflibuebe nicht gerade passend. Umso treffender deshalb der Kommentar einer der Männer: «Das ist lange her, seit ich das letzte Mal auf einem solchen Töffli sass.»

Nun geht es los: Von Sugiez zuerst Richtung Strafanstalt Bellechasse, dann weiter über Galmiz und Muntelier in die Altstadt von Murten. Doch nach wenigen Minuten taucht ein Orientierungsproblem auf: «Ist das nun diese Kreuzung oder nicht?», fragt Gruppenleiter Schindler und schaut ratlos das Bild auf seinem Lenker an. Zwei der Töffli sind mit einer Art «Fotoalbum» ausgerüstet, in welchem die wichtigen Abzweigungen abgebildet sind. Doch ein fehlender Baum verunsichert die Männer ordentlich, worauf die Gruppe prompt die falsche Abzweigung nimmt. «Ich kann mich so nicht orientieren», schimpft Schindler und zückt einen herkömmlichen Kartenausschnitt. 20 Minuten später fährt die Gruppe in der Murtner Hauptgasse ein. Nun schlägt das Wetter um. Es regnet in Strömen. Da kommen die Kaffeepause und das Stück Vullykuchen in den Lauben von Murten wie gerufen. Die Weiterfahrt steht auf der Kippe. Einige Gruppenmitglieder würden einen gemütlichen Nachmittag im Trockenen sichtlich bevorzugen.

Tour ist beliebt

Laut Janine Bula von Murten Tourismus ist das neue Angebot beliebt. «Wir müssen sogar Gruppen abweisen.» Vereinzelt hätten die Töffli kritische Reaktionen provoziert. «Doch mit den langsamen Töffli kann man hervorragend die Region entdecken», so Bula. Das Angebot würde oft von Männern gebucht; es seien aber auch schon Frauengruppen unterwegs gewesen.

Die fünf Ostschweizer lassen sich vom Regen nicht abhalten: «Das zogen wir durch», sagt Kurt Schindler später am Telefon. Nicht zuletzt die Kombination mit der Bierdegustation am Ende der Fahrt sei eine gute Idee. Ihnen habe die Tour gefallen.

Mit einem Kanister werden die Töffli vor der Tour aufgetankt. Während der Tour sollen Fotos für eine gute Orientierung sorgen. 

Zahlen und Fakten

In vier Stunden um den Murtensee

Die Rundtour Töfflibuebe-Feeling ist 34 Kilometer lang und dauert rund vier Stunden. Sie beginnt und endet beim Bahnhof Sugiez, wobei in den Lauben von Murten ein Halt mit Kaffee und Vullykuchen vorgesehen ist. Die Tour kann mit einer Wein- oder Bierdegustation kombiniert werden. Die Töffli- Saison läuft von März bis Oktober.sos

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