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«Toleranz und Einfühlungsvermögen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Myriam Schuler

Jeder, der in den letzten Wochen im Berner Bahnhof angekommen ist, sollte sich als willkommener Gast fühlen – egal ob Fussballfan oder nicht. Für das Wohl der Besucher haben mobile Gästebetreuer gesorgt, darunter auch der Stadtfreiburger Emil Aeby. Er ist einer von rund 800 Freiwilligen, die in den Berner Fanzonen, auf der Fanmeile oder eben im Bahnhof arbeiteten. Während zehn Tagen war der pensionierte Leiter eines Grossbetriebs in Bern tätig. Angemeldet hatte ihn ein Kollege. Als die Stadt Bern ihn daraufhin kontaktierte, sagte Aeby zu: Die Organisation von Grossanlässen fasziniert ihn. Bereits als Kind war er bei vielen grossen Turn- und Musikanlässen dabei, und 2002 hat er das Eidgenössische Jodlerfest in Freiburg mitorganisiert.

Organisierte Oranjes

Beeindruckt hat den aktiven Rentner das friedliche Zusammensein von so vielen Tausenden Leuten. Besonders die holländischen Fans bleiben ihm in guter Erinnerung: Begeistert berichtet er, wie sich die Oranjes innerhalb ihrer Fanklubs organisierten und nicht einfach jeder für sich alleine nach Bern fuhren.

Emil Aeby hat auch den Parlamentariern den Weg aus dem Bundeshaus gebahnt: Zu Beginn der Euro 08 tagte der Nationalrat. Fangruppen, die stehen blieben, um das Spiel auf den Grossleinwänden zu verfolgen, musste Aeby auffordern, weiterzugehen – damit der Durchgang für die Parlamentarier offen blieb. «Das verlief normalerweise sehr friedlich», sagt Aeby.

Weiter war der begeisterte Volunteer auch im Sicherheitsbereich aktiv. Beim Eingang zur Fanzone achtete er darauf, dass die Fans keine gefährlichen Gegenstände mitbrachten. Einigen musste er Schirme oder zu grosse Gepäckstücke abnehmen. Jedes konfiszierte Stück wurde nummeriert und in einem Container zwischengelagert, so dass die Besitzer ihre Sachen wieder abholen konnten.

Der ehemalige Oberst lobte das bis ins Detail geplante Sicherheitskonzept der Stadt Bern. Die Volunteers regelten kleinere Sicherheitsprobleme. «Mit Toleranz und Einfühlungsvermögen» hätten sich viele Probleme lösen lassen, sagt Aeby. Wurde es einmal brenzlig, forderten die Volunteers private Sicherheitsdienste an. Und drohte eine Situation aus dem Ruder zu laufen – wie beim zweiten Spiel der Holländer, als die Fans auf dem Bundesplatz beinahe die Abschrankungen zu Boden drückten – griff die Polizei ein.

Negativ aufgefallen ist Emil Aeby, dass viele Bäume und Abschrankungen als Freilufttoiletten missbraucht wurden, obwohl zahlreiche mobile WC aufgestellt worden waren. Lachen kann er über andere Erlebnisse. So fragte ihn jemand vor dem Bundeshaus, was denn das für eine Kirche sei. Interessant fand der freiwillige Helfer, dass viele ältere Ehepaare voll in den Rummel eingetaucht sind. Und lustig fand er, dass Holland-Fans die Brunnenfiguren mit orangefarbigen Hüten bekleideten.

Gefreut hat ihn besonders, dass Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät jeden Tag bei den Volunteers vorbeigeschaut und ihnen für ihre Arbeit gedankt hat. Nun freut sich Emil Aeby auf das Schlussfest für die Volunteers. Und was den Ausgang der Euro 08 betrifft, so hofft er auf einen Sieg der Spanier.

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