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Topskorer des Britpop

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«Maximo Park» im Fri-Son – wie ein Fussballspiel

Autor: Von UELI STRASSER

Die Shooting Stars des neuen Britpop stehen mitten in der zweiten Saison. «Bloc Party» haben ihren Platz an der Tabellenspitze souverän verteidigt, die «Kaiser Chiefs» offenbaren erste Formschwächen, und «Art Brut» zeigen nach einem Achtungserfolg bereits Ermüdungserscheinungen und machen sich mit ihrem konservativen «kick & rush» von Krämpfen geplagt auf den Weg in die zweite Liga. Aber wo steht Maximo Park?

Der Kapitän macht die Differenz

Maximo Park (den Doppelpunkt auf dem «i» schenken wir uns) haben ihre Ambitionen mit einer soliden zweiten CD bestätigt und halten den Kontakt zur Tabellenspitze. Erfolgsrezept ist die Flügelzange aus Keyboard- und Gitarren-getragenem Wavepop. Lebensversicherung des Kollektivs bleibt ihr charismatischer Kapitän Paul Smith. Während seine Kollegen den Kasten rein halten, verwertet Smith die perfekt getimten Steilvorlagen und macht in den entscheidenden Momenten die Differenz zur Konkurrenz.Die Newcastler werden von der britischen Kritik über den grünen Klee gelobt und haben sich im Single-Cup ein halbes Dutzend Prestige-Erfolge erarbeitet, den Sprung an die Spitze bisher aber nicht wirklich geschafft. Auf lange Distanz hat das Kollektiv unter dem Titel «Our Earthly Pleasures» hingegen massiv gepunktet und ist in diesem Jahr bis auf Platz 2 der Ligatabelle vorgestossen.Rund 850 Fans haben sich am Samstag im Freiburger Stade de Fri-Son eingefunden, um ihre Lieblinge zu unterstützen, und sie wurden nicht enttäuscht. Maximo Park kennen nur eine Spielrichtung: nach vorne. Bei hervorragenden äusseren Bedingungen ziehen sie ihr Pressing auf. Die Vorstellung erinnert an Auftritte der brasilianischen Nationalmannschaft: Verspielt und technisch auf höchstem Niveau gehen sie zu wenig kompromisslos in den Abschluss, um die Entscheidung zu erzwingen. Leider machen sie sich dadurch unnötigerweise das Leben selber schwer. Die Schwächen liegen in der fehlenden Variation des Spiels; anstatt mit überraschenden Tempiwechseln versuchen sie mit Dauerdruck zum Erfolg zu kommen.Dank den überragenden «Girls who play Guitar», «Apply some Pressure», «Going Missing» und «Our Velocity» sowie einem glänzend aufgelegten Paul Smith (ganz traditionell in Bowler und roter Krawatte gekleidet) erringen Maximo Park nach einer Stunde dennoch einen ungefährdeten Erfolg. Dass das Publikum die Band bereits in der Nachspielzeit mit einer stehenden Ovation feiert, hat sie sich mit ihrer starken Vorstellung mehr als verdient. Das Fazit aus dem Auftritt: Die CD ist rund. Nach der Platte ist vor der Platte. Und ein Britpop-Konzert dauert 75 Minuten.

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