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TPF bauen im Süden des Kantons weiter aus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Fahrettin Calislar

Die TPF stellten der Presse die nächsten Ausbauschritte der S-Bahn vor und analysierten die ersten Monate der ersten Etappe dieses Jahrhundertprojekts. Verwaltungsratspräsident Christian Castella ist mit dem bisher Erreichten zufrieden. Das ist in erster Linie der zum Teil massive Anstieg der Passagierzahlen auf der Hauptachse Bulle–Freiburg.

Die Verantwortlichen hatten ein Plus von 15 Prozent auf der ganzen Strecke erwartet, beim Abschnitt Bulle–Romont betrug es 28 Prozent. «Der Erfolg übertrifft die Erwartungen bei weitem», frohlockte der zuständige Staatsrat Maurice Ropraz. Vor allem die Nachfrage an den Wochenenden sei eine Überraschung. «Wir haben etwa gleich viel Passagiere wie früher unter der Woche im Bus», so Castella.

Zunahme an Komfort

Schon am Eröffnungstag haben sich die Freiburger auf die neue Bahn eingelassen. «Das war ein emotionaler Moment», erinnert sich Castella. Die Bevölkerung habe die Strategie akzeptiert. 3500 Passagiere fahren täglich im Schnitt zwischen Bulle, Freiburg und Bern. Davon ist ein ansehnlicher Teil Neukunden. Als Pluspunkt werden der Komfort der neuen Züge und die guten Verbindungen nach Bern bezeichnet.

Eine konkrete Zahl für die Zunahme des Verkehrs auf dem gesamten Netz sei schwierig zu schätzen, so Castella. Anna Barbara Remund, Leiterin Personalverkehr der TPF-Partnerin SBB, bilanzierte: «Über den Erwartungen im ganzen Netz, deutlich darüber auf einzelnen Strecken.» Entscheidend sei, betonte Castella, den Anteil der Benützer des öffentlichen Verkehrs von heute 18 Prozent gegenüber den Automobilisten deutlich zu erhöhen. «Nur schon ein Wert von 23 oder 25 Prozent in den nächsten fünf Jahren wäre ein Erfolg.» Remund sprach gar von 30 Prozent. «Das ist kein Traum, aber wie lange es bis dahin dauern wird, können wir nicht sagen», so Castella. Die Topografie und die Bevölkerungsentwicklung machten es den Verantwortlichen schwieriger, den Anteil zu erhöhen als beispielsweise ihren Kollegen in Zürich (35 Prozent).

Den TPF blieb nichts erspart

Das erste Halbjahr des Betriebs der S-Bahn bescherte den TPF nicht nur Glücksmomente, sondern gleich die ganze Bandbreite möglicher Probleme. Nach einem Unfall war die Strecke unterbrochen, und die TPF mussten Busse aufbieten. «Wir haben davon profitiert, dass wir auch eine Busflotte haben, die wir im Notfall einsetzen können», so Direktor Vincent Ducrot. Der bitterkalte Winter habe das System stark beansprucht. Und man sei auch mit der Pünktlichkeit nicht ganz zufrieden, vor allem um Bulle bestünden noch Probleme.

Der Start sei anstrengend für alle gewesen, sagte Ducrot und gab eine Anekdote zum Besten: Eines Nachts, als er noch in der Zentrale gewesen sei, habe ein Angestellter angerufen. Im Glauben, einen engen Mitarbeiter am Draht zu haben, duzte er diesen. Ducrot korrigierte den kleinen Irrtum.

Der Blick in die Zukunft

Die nächsten Ausbauschritte sind ein SBB-Regio-Express zwischen Bern, Romont und dem Genfersee, der Abschluss der ersten S-Bahnetappe mit der Einrichtung des Stundentakts zwischen Bulle und Bern respektive des Halbstundentakts zwischen Bulle und Freiburg, auch an Wochenenden, die Eröffnung des Teilstückes Süd zwischen Bulle und Palézieux sowie die Verdichtung des Busfahrplanes. Schliesslich ist in den nächsten Tagen die Eröffnung des Postens der SBB-Transportpolizei in Freiburg vorgesehen, die bei Bedarf in den TPF-Bussen eingesetzt werden kann – ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit zwischen SBB und TPF.

Der Entwurf 2013 mit dem Fahrplanwechsel per 9. Dezember wird in Kürze aufgelegt. Bis 2014 soll das Freiburger S-Bahn-Netz seine endgültige Form erreicht haben. Diese beinhaltet auch den im Seebezirk seit langem ersehnten Ausbau der Linie Richtung Murten. Eine Beschleunigung dieser Planung sei nicht möglich, so Ducrot. Bis 2018 denkt die TPF unter anderem über einen Viertelstundentakt in der Agglomeration Freiburg nach.

Der Erfolg der S-Bahn ist gross. In einzelnen Kursen sitzen doppelt so viele Passagiere wie in denjenigen davor und danach.Bild ae/a

TPF-Loks: Die alten waren nicht ganz dicht

Die TPF fahnden noch immer nach den Ursachen der Probleme mit den Rädern der neuen Flirt-Züge. Laut Verwaltungsratspräsident Christian Castella konzentriert sich die Suche auf die Fettung der Schienen. Ältere Lokomotiven hielten laut Castella nicht dicht, so dass ständig etwas Öl auf die Schienen tropfte. Die neuen Züge seien besser gebaut, was zwar ein Vorteil für die Umwelt sei, doch dafür fehle den Schienen – vor allem in den Kurven – die Schmiere, was wiederum zu einer unerwartet hohen Abnutzung der obersten Schicht auf den Rädern führe. Die Ausrüstung der Räder führen die TPF in Zusammenarbeit mit der SBB durch, währenddessen sei man auf der Suche nach einer Lösung für die dünne Fettschicht zwischen Rad und Schiene. Während des Betriebsstopps für die Flirts sprangen die SBB vorübergehend mit Rollmaterial ein. fca

Zum Fahrplan

Einiges wechselt am 9. Dezember 2012

Eine Änderung gibt es beim Busbetrieb an kantonalen Feiertagen: Busse und Züge fahren wie an Wochentagen. Die Nachtbusse erscheinen neu in den elektronischen Fahrplänen. Bei den Linien 123, 124 und 127 im Sensebezirk sowie der Linie 260 über Jaun gibt es kleine Anpassungen der Kadenzen. Ein zusätzlicher Abendkurs wird freitags und samstags zwischen Freiburg und Ins eingesetzt. fca

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