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TPF mit neuen Tönen und neuen Nachtbussen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Heute erklingen Harfenklänge, wenn in den Bussen und Zügen der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF Durchsagen gemacht werden. Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember ändert sich dies: Neue Töne werden erklingen. «Wir rüsten die Fahrzeuge bis im nächsten Sommer nach und nach um», sagte TPF-Mediensprecher Stéphane Berney gestern in Bussy vor den ­Medien.

Der neue Fahrplan bringt dem Kanton Freiburg nebst neuen Tönen vor allem ein dichteres Nachtbusnetz: Die TPF richten elf neue Linien ein und bedienen neu Freitag- und Samstagnacht den ganzen Kanton, nicht mehr nur die Agglomeration. Fünf Linien fahren um 2.15 Uhr ab Bulle, sechs Linien um 2 Uhr ab Freiburg – auch nach Plaffeien, Heitenried und Murten. Die Busse fahren jeweils auch zurück nach Freiburg beziehungsweise Bulle. Wer die Nachtbusse benutzt, bezahlt einen Zuschlag von fünf Franken. In den Bahnhöfen wird zusätzliches Personal dafür sorgen, dass sich die Nachtschwärmer gesittet verhalten.

Die Nachtbusse der Agglomeration fahren weiterhin um 1 und um 2 Uhr ab; dazu kommt eine Abfahrt um 3.30 Uhr. Das neue Nachtangebot kostet insgesamt rund 800 000 Franken im Jahr.

Auch tagsüber gibt es einige Veränderungen. Wie bereits angekündigt hält der Regio Express, der zwischen Bulle und Bern verkehrt, einmal in der Stunde auch in Düdingen. Und die Busverbindung von Bulle über Jaun ins bernische Boltigen wird unter der Woche um täglich zwei Kurspaare erweitert.

Auch nächsten Sommer werden Bahnersatzbusse verkehren: Im August wird der Bahnhof Givisiez wegen Bauarbeiten zwei Wochen gesperrt. In dieser Zeit fahren zwischen Freiburg und Belfaux Busse statt Züge.

News per Whatsapp

Die TPF wollen ihren digitalen Auftritt verbessern. So haben sie eine neue Fahrplan­suche eingerichtet. Das System zeigt dabei jeweils an, wie lange man zu Fuss, mit dem öffentlichen Verkehr und mit dem Auto unterwegs wäre. «Wir wollen den Nutzerinnen und Nutzern nicht ein Transportmittel vorschreiben, sondern ihnen die Wahl lassen», sagt Mediensprecher Berney.

Seit dem Frühjahr liefern die TPF per Whatsapp Nachrichten zu Baustellen, Verkehrsstörungen und geänderten Haltestellen in der Agglomeration Freiburg. Knapp 500 Leute haben diesen Dienst abonniert. Nun wird er ausgebaut: Die TPF liefern neu Informationen zum ganzen Kantonsgebiet.

Gratis-Abos

«Wir sehen das Problem nicht»

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe offerieren den sieben Staatsratsmitgliedern sowie 27 Gemeinderäten und Dienstchefs in der Agglomeration Freiburg Abonnemente. Die Staatsräte erhalten ein Frimobil-Abo, die Gemeinderäte und Dienstchefs ein Abo des TPF-Netzwerks. Dies hat das Regionaljournal von Radio SRF publik gemacht.

Gregor Saladin vom Bundesamt für Verkehr bestätigt gegenüber den FN, dass das Bundesamt diese Praxis nicht gutheisst. «Die TPF werden vom Bund subventioniert», sagt Saladin. «Und wir fragen uns: Werden die Subventionen korrekt verwendet?» Diese seien für den regionalen Personenverkehr einzusetzen. «Geben die TPF gratis Abonnemente ihres Streckennetzes ab, haben sie einen Einnahmeverlust, auch wenn es nur um kleine Beträge geht.» Es gehe um das Prinzip.

Aus Sicht des Bundesamts für Verkehr weniger problematisch sind die Frimobil-Abonnemente der Staatsräte. Diese werden durch die TPF-Holding finanziert. «Die Holding versichert uns, dass sie nicht mit Subventionsgeldern bezahlt werden.» Die Frage der Good Governance stelle sich aber auch hier, auch wenn die Vergabe der Abos historisch gewachsen sei.

Das Bundesamt für Verkehr hat bisher nicht formell bei den TPF interveniert. «Aber wir finden, dass diese Praxis überprüft werden sollte», sagt Saladin. Dabei stelle sich auch die Frage: «Passt das noch in die heutige Zeit?»

Ja, findet der Mediensprecher der TPF: «Wir sehen das Problem nicht», sagt Stéphane Berney. Die TPF seien durch die Gemeinden und den Kanton subventioniert. «Da ist es doch nicht schockierend, dass Gemeinderäte ein Abonnement erhalten und so den öffentlichen Verkehr benutzen und sehen, wie wir das Geld investieren.» Die Abonnemente seien auch kein Geschenk: «Sie müssen versteuert werden.» Die Staatsratsmitglieder könnten wählen, ob sie das Abo wollten. «Wenn der Kanton die Praxis ändern will, dann machen wir das», sagt Berney.

njb

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