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Trachtenleute trotzen fröhlich dem Regen

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Wer sich am Samstagnachmittag auf dem Gypsera-Areal am Schwarzsee aufhielt und keine Tracht trug, fiel auf. Rund 350 Trachtenleute aus dem ganzen Kanton feierten das 75-jährige Bestehen der Freiburgischen Vereinigung für Tracht und Brauch mit einem fröhlichen Fest. Wunderschöne Kostüme, ein liebevoll geschmückter Festplatz, eine grosse Bühne, Tische zum Verweilen und eine herrliche Bergkulisse: Alles stimmte – nur das Wetter machte nicht mit.

Rasch ins Trockene

Gegen 14.30 Uhr hatte die Ansagerin gerade das Stück «Wie der Wind» einer Kindertrachtentanzgruppe angesagt, als der Wind böenartig vom See her über das Gelände wehte und die ersten Tropfen mitbrachte. Die Kinder beendeten den ersten Tanz zwar, doch ganz konnten sie ihren Auftritt nicht abschliessen. Die Musikkapelle Hutäta brachte ihre Instrumente eilends im Festzelt ins Trockene; dorthin drängten auch die Besucher und die Trachtenleute.

Die nächsten zwei Stunden waren geprägt von einem ständigen Wechsel: raus, rein, raus, rein. Konrad Schaller musste seine Geschichte über eine Schulreise an den Schwarzsee, die er in «Gùrmùs-Tytsch» vortrug, im voll besetzten Festzelt erzählen. Und auch der Trachtenchor Gurmels rückte für seine Lieder eng zusammen. Ihr Auftritt war Teil des Jubiläumsprogramms: eine abwechslungsreiche Mischung aus Chorgesang, Trachtentänzen, Musik und der Präsentation von alten Bräuchen. Ein Fest für Augen und Ohren im mehrfachen Sinne, denn auch Dialekte waren Teil des Programms: «Gùrmùs-Tytsch», Jauntütsch, Senslerdütsch, Patois und Bolz.

Petrus wird geweckt

Die vier Flegler der Fleglergruppe Düdingen, die den Brauch des Korndreschens in Erinnerung riefen, durften dafür wieder auf die fast wieder getrocknete Bühne. Vielleicht hat das laute und rhythmische Klopfen Petrus geweckt. Denn kurz vor halb fünf Uhr rief eine Frau: «D Suna chunnt, juhui!» Tatsächlich: Der Himmel hellte sich auf, der Regen hörte auf, und sogar der Wind beruhigte sich genug, so dass die Fahnenschwinger zum Klang der Alphörner einen Versuch wagten. Hie und da mussten sie ein paar rasche Ausfallschritte machen, um die nicht leicht zu kontrollierenden Fahnen zu fangen. Doch dies meisterten sie mit Bravour.

So ging das Fest weiter, unter anderem mit lustigen Holzhackern, gepflegten Bärten der «Barbus de la Gruyère» und einem Film über das Trachtentreffen 1959 am Schwarzsee. Der Anlass klang mit Tanz und Unterhaltung mit den Trachtenkapellen aus. Das Motto des Tages–«Fryburger Trachtelüt, as fägt» – galt bis in die frühen Morgenstunden.

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Delegierte: Einheitlicher Name

A m Samstagmorgen hat die Freiburgische Vereinigung für Tracht und Brauch ihre Jubiläums-Delegiertenversammlung am Schwarzsee abgehalten. Die rund 50 Mitglieder haben dabei unter anderem die Statuten angepasst, so dass für beide Sprachgruppen die gleichen Ausdrücke gelten. Der neue deutsche Name heisst «Freiburger Vereinigung für Tracht und Brauch» (vorher: Freiburgische Trachtenvereinigung). Diese Bezeichnung symbolisiert auch eine Öffnung: Neben Trachtenvereinen sollen auch Gruppen und Vereine Mitglied werden können, die alte Bräuche (wie Trychler) oder altes Handwerk (wie Schindelmacher) pflegen und so lebendige Traditionen bewahren. im

 

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