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«Tradition ist zukunftsfähig»

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«Tradition ist zukunftsfähig»

125 Jahre Cäcilienverband Deutschfreiburg

Mit einem stimmungsvollen Festgottesdienst feierte der Cäcilienverband Deutschfreiburg sein 125-jähriges Bestehen. Aus dem Reichtum der Tradition schöpfend, will er sich den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Am Samstagabend war die Pfarrkirche von Schmitten zum Bersten voll. 900 Musikbegeisterte hatten sich eingefunden, um mit dem Cäcilienverband Deutschfreiburg seinen ungewöhnlichen Geburtstag zu feiern – am selben Ort, wo der Verband 1880 gegründet worden war (vgl. FN vom 9. April). Ziel war es unter anderem, das Niveau der Kirchenmusik zu heben. Dass dies gelungen ist, stellten die Cäcilienchöre von Bösingen und Schmitten an der Jubiläumsmesse unter Beweis. Mit der rhythmischen, bluesangehauchten «Missa in blue» des Schmittner Dirigenten Bruno Wyss wussten sie traditionelle Liturgieteile mit zeitgenössischem Musikempfinden harmonisch zu verbinden, am Schlagzeug von Walter Lehmann und am Klavier vom Komponisten selber begleitet.

Wasser gleich Leben

In seiner Predigt hob der Verbandspräses, Kaplan Gerhard Baechler, den Glauben vertiefenden Aspekt der Kirchenmusik hervor: «Die Kirchenchöre besingen den Ostermorgen. Sie vertrauen auf den Auferstandenen und sehen in ihm die Quelle des Lebens.»

Symbolisch hatte er zuvor Wasser aus den Flüssen Ärgera, Sense und Saane zusammenfliessen lassen, um die gemeinsame Glaubensbasis der verschiedenen Cäcilienchöre Deutschfreiburgs hervorzuheben. Mit dem fein abgestimmten Wechselspiel zwischen Konzelebranten, Chören, dem Organisten Sandor Kecskes und den Messebesuchern wurde der Gottesdienst zu einem eindrücklichen Erlebnis. Als Anerkennung und Dank für ihr kirchenmusikalisches Wirken überreichte Martin Hobi, Präsident des Schweizerischen Katholischen Kirchenmusikverbands (SKMV), den Chören von Schmitten, St. Antoni, Tafers, Heitenried, Bösingen und Giffers-Tentlingen die Palästrina-Medaille.

Reiche Gesangstradition

Die frohe Feststimmung war auch nach der Jubiläumsmesse spürbar – dem launischen Aprilwetter zum Trotz. Nach einem Aperitiv, das vom Gemischten Chor St. Ursen musikalisch umrahmt wurde, fand sich die Festgemeinde in der Mehrzweckhalle Schmitten ein. Verbandspräsident Arno Fasel unterstrich den Generationen verbindenden Aspekt des Singens. Mit dem Lied des bekannten Freiburger Komponisten Pierre Kaelin, «Gebet des Sängers», sang man das Tischgebet.

Martin Hobi überbrachte die Gratulationswünsche des SKMV. Er wünschte dem Cäcilienverband Deutschfreiburg auch weiterhin viel Erfolg und Freude an der Aufgabe, Gottes Lob zu singen und sich dabei auch den heutigen Herausforderungen zu stellen. Bischofsvikar Kurt Stulz dankte den Cäcilienchören im Namen von Bischof Bernard Genoud für ihren grossen Einsatz: «Leben heisst sich verändern. In 125 Jahren hat sich vieles verändert. Der Cäcilienverband Deutschfreiburg mit seinen Chören ist dabei lebendig geblieben.» Er wünsche sich, dass die reiche Chor- und Gesangstradition des Kantons Freiburg auch in Zukunft fortbestehe.

Im Zeichen der Lebensfreude

Staatsrat Beat Vonlanthen, Präsident des Organisationskomitees, gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass der Cäcilienverband die Zukunft mit Schwung packen werde: «Tradition ist zukunftsfähig. Zukunft hat Herkunft. In der heutigen von Individualismus geprägten Zeit gewinnt die integrative Rolle der Cäcilienchöre wieder an Bedeutung.» Der Cäcilienverband Deutschfreiburg müsse sich dabei den neuen musikalischen Herausforderungen stellen und vor allem den positiven Geist bewahren. Diesen Sinn für Geselligkeit und Lebensfreude habe er in diesem Kreis besonders erfahren dürfen. Davon zeugte auch der ganze Festabend, durch den Hermann Boschung mit feinem Humor führte. Mit verschiedenen Darbietungen trugen die Chöre von Wünnewil, Giffers-Tentlingen sowie die Chöre von Gurmels, Heitenried, Rechthalten, Plaffeien und Überstorf zur Feststimmung bei. Unter den rassigen Klängen der «Schirmflickerband» schwangen viele ihr Tanzbein bis in die frühen Morgenstunden. ka

www.caecilienverband-df.ch

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