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Tradition kommt vor Biorhythmen

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Untertitel: Grosser Rat will nicht am Schul- und Ferienkalender rütteln

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

Die Murtner Grossräte Hugo Raemy (SP) und Christiane Feldmann (FDP) forderten mittels Postulat einen Schulkalender mit regelmässigen Schulrhythmen – sieben bis acht Schulwochen, gefolgt von zwei Ferienwochen. Mit 81 zu 27 Stimmen hat das Kantonsparlament am Schlusstag der Juni-Session dieses Anliegen aber verworfen.

Hugo Raemy gab am Mittwoch zu bedenken, dass der Kalender 2004/05 Perioden mit bloss vier und fünf Schulwochen enthalte, den langen Sommerferien aber 14 Wochen ohne Ferien vorausgehen werden. Einerseits würden die Schülerinnen und Schüler so nach vier Wochen bereits wieder aus dem Schulrhythmus herausgerissen. Andererseits nehme ihre Aufnahmefähigkeit und die Freude am Lernen vor den Sommerferien deutlich ab.

Lange Sommerferien problematisch

Nach Ansicht von Christiane Feldmann richtet sich der Kalender nach den Wünschen der Eltern und Lehrpersonen statt nach den Schülern. Für die Murtner Stadtpräsidentin sind auch die langen Sommerferien problematisch. So rief sie in Erinnerung, dass nicht alle Kinder aus funktionierenden Familien stammen. Für sie müsse während der langen Ferien etwas organisiert werden, um sie nicht auf die Strassen zu verbannen. Dies erfolge meist mit Unterstützung der Gemeinden.

Rücksicht auf
regionale Unterschiede

Die Murtner Grossrätin wollte die vor einigen Jahren vorgenommene kantonale Harmonisierung nicht in Frage stellen. Dennoch plädierte sie für einen Kalender, der auf die regionalen Unterschiede Rücksicht nimmt. Sie gab auch zu verstehen, dass eine eidgenössische Harmonisierung wenig Sinn machen würde, da sonst alle zur gleichen Zeit in die Skiferien vereisen würden.

Die Debatte zeigte aber auf, dass die grosse Mehrheit den kirchlichen Feiertagen, den Traditionen mehr Bedeutung beimisst als den Biorhythmen. Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot wies ebenfalls auf Umfragen bei Behörden, Lehrpersonen und Eltern hin, die ergeben haben, dass die traditionellen Schulryhthmen eingehalten werden sollten.
Sie zeigte auch auf, dass bei regelmässigen Schulrhythmen von sieben bis acht Wochen die Skiferien im Jahre 2005 auf die zwei Wochen nach Ostern fallen würden. Andererseits gab sie zu bedenken, dass der Kalender der Primarschulen und OS ebenfalls mit jenem der Gymnasien und anderen weiterführenden Schulen abgestimmt werden müsse, damit Familien mit mehreren Kindern die Ferien zur gleichen Zeit verbringen können.

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