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Tragisches Ballonunglück in Montbovon

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Der Landeplatz Comba d’Avau bei Montbovon im Greyerzbezirk liegt auf einer grossen Wiese. Er bietet Ballonfahrern für die Landung genug Platz und gilt als sicher. Doch gestern Morgen um 8.35 Uhr stürzte an dieser Stelle ein Heissluftballon ab. Der Ballon mit fünf Personen an Bord war zu diesem Zeitpunkt bereits gut zwei Stunden unterwegs. Um 6.30 Uhr war er in Château-d’Oex (VD) gestartet. Kurz vor der Landung in Montbovon kam es zum tragischen Unfall: Der Ballon berührte eine Hochspannungsleitung und stürzte ab. 50 Meter fielen die Insassen–eine vierköpfige amerikanische Familie und der Ballonfahrer–in die Tiefe.

In Lebensgefahr

Wie die Kantonspolizei Freiburg gestern mitteilte, verstarb der Familienvater noch auf der Unfallstelle. Rettungskräfte versuchten vergeblich, ihn wiederzubeleben. Seine 55-jährige Frau und die Töchter im Alter von 20 und 24 Jahren überlebten schwer verletzt und befinden sich in Lebensgefahr. Sie sind per Helikopter in Spitäler nach Bern und Lausanne gebracht worden. Der Ballonfahrer–ein 65-jähriger Schweizer–zog sich beim Sturz ebenfalls schwere Verletzungen zu und wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht. Er befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr.

Untersuchung läuft

Die genauen Umstände des Unglücks sind zurzeit noch unklar. Ein erfahrener Ballonfahrer vermutet, dass die Hitze zu Turbulenzen geführt hat und die Ballonhülle in der Folge die Hochspannungsleitung berührte (siehe Kasten). Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) wird den Hergang rekonstruieren. Sie hat als staatliche Behörde den Auftrag, Unfälle und gefährliche Ereignisse von Bahnen, Luftfahrzeugen und Schiffen aufzuklären. Sofort nach Eintreffen der Unfallmeldung machte sich ihr Aviatik-Team aus Payerne vor Ort an die Spurensicherung.

Gleichzeitig hat die Freiburger Kantonspolizei eine Strafuntersuchung eingeleitet. Wie deren Pressesprecher Pierre-André Waeber auf Anfrage erklärt, befinden sich in Comba d’Avau, das ein bisschen oberhalb der Ortschaft Montbovon liegt, auch einige Wohnhäuser und Bauernhöfe. Von deren Bewohnerinnen und Bewohnern sei beim Unglück niemand verletzt worden. Die Gebäude würden für die Ballonfahrer auch kein Landehindernis darstellen, da der Landeplatz auf der Wiese gross genug sei.

Rückblick

Ballon-Unfälle sind eher selten

Seit 1980 haben sich in der Schweiz 36 Unfälle mit Heissluftballons ereignet. Der letzte schwere Unfall liegt zwei Jahre zurück. Im aargauischen Fisibach stürzte ein Ballon wegen plötzlichem Gasverlust ab. Ein Passagier kam ums Leben, zwei Personen wurden verletzt. Die Hauptursachen von Ballon-Unfällen sind Windböen oder Kollisionen mit Stromleitungen, wie die Übersicht der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (Sust) zeigt. Am 9. Mai 2001 ist es in Jaun zu einem Ballonunglück gekommen. Der Ballon touchierte eine 17000-Volt-Leitung. Offenbar war der Pilot des Ballons beim Landeanflug durch die Sonne geblendet worden. Er erlitt schwere Verbrennungen. Wie es bei der Sust auf Anfrage heisst, dauert es jeweils mindestens ein Jahr, bis die Untersuchungen zu einem Ballonunfall abgeschlossen sind. ak/sda

 

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