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Traum als Weg zum Unterbewusstsein

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Jeder Mensch muss schlafen, jedoch hat jeder einen individuellen Schlafzyklus. In der vierten Phase, der REM-Phase, träumt der Mensch. Diese Träume sind für ihn schon lange eine Faszination. In der Antike ging man davon aus, dass Träume von Göttern geschickt werden, um Botschaften zu übermitteln. Im Mittelalter waren besonders im islamischen Kulturkreis Traumhandbücher verbreitet, die erklärten, was geschieht, wenn man ein bestimmtes Symbol im Traum sieht.

Die moderne Traumdeutung begann erst an der Wende zum 20. Jahrhundert mit dem Österreicher Sigmund Freud. Er gilt als der Vater der Psychoanalyse, und seine Ansätze werden bis heute weiterentwickelt. Bei der Psychoanalyse geht es um unbewusste Vorgänge im Gehirn. Bei einer Therapie versuchen Fachleute, mithilfe dieser unbewusster Vorgänge dem Leiden der Patientin oder des Patienten auf die Spur zu kommen. In seinem Buch «Traumdeutung», beschreibt Freud den Traum als «Königsweg zum Unbewussten.»

Symbole spielen keine Rolle

«Jede Person träumt jede Nacht in mehreren Phasen, auch wenn sie sich am Morgen nicht daran erinnert. Das kann man nur, wenn man kurz aufwacht und den Traum aktiv speichert», erklärt Philippe Wandeler, Fachpsychologe für Psychotherapie. «Träume dienen dazu, unsere Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu ordnen». Wandeler besitzt eine Zusatzausbildung zur Traumdeutung und wendet diese auch bei seinen Patienten an.

«Bei der Traumdeutung nutzt man die Resonanz des eigenen Körpers, um den Sinn eines Traumes besser zu verstehen. Im Traum erkennt man manchmal Dinge, die man bei vollem Bewusstsein oft nicht wahrhaben will», weiss Wandeler. Deswegen müsse jeder Mensch seine Träume ganz persönlich deuten. Es gebe zwar einige allgemeingültige Symbole, aber diese spielten für den einzelnen eine kleinere Rolle. Der Psychologe gibt ein Beispiel: «Ein Berghaus kann eine Person an wunderschöne Ferien erinnern, während es bei jemand anderem negative Gedanken über ein schreckliches, verregnetes Wochenende hervorbringt.» In einem Gespräch sollen die Patienten sich den Traum dann selbst vergegenwärtigen und die Wirkung auf ihren Körper beschreiben. «Die Leute müssen sich den Sinn eines Traums selbst erarbeiten», sagt Wandeler. Besonders Leute mit wiederkehrenden Träumen kämen häufig zu ihm. Solche Träume können einem laut Wandeler zeigen, ob man auf dem falschen oder richtigen Weg sei. In der modernen Psychoanalyse folge man der Theorie von Freud, wonach in Träumen Hinweise auf das Unbewusste zu finden seien. Allerdings habe man Freuds Methoden der Traumdeutung weiterentwickelt und verändert.

Träume sind in mehrerer Hinsicht wichtig für den Menschen: Wenn man vom Träumen abgehalten werde, könne das unangenehme Folgen haben. Wandeler erklärt: «Wenn eine Person immer geweckt wird, bevor sie träumen kann, wird sie völlig erschöpft, deprimiert oder verwirrt sein, oder hat gar Halluzinationen.» Dies geschieht auch, wenn eine Person genug Stunden Schlaf bekommt, aber direkt vor der REM-Phase geweckt wird. Träume sind demnach für den Menschen überlebenswichtig. Sie auch tatsächlich zu beachten, könne bereichernd sein, so Wandeler.

Wissenschaft

Sigmund Freud, der Vater der modernen Traumdeutung

Sigmund Freud ist im Jahr 1856 in Freiberg im heutigen Tschechien geboren. Seine Familie zog bald nach Wien, wo er später zum Doktor der Medizin promovierte. Im Jahr 1896 begann er erstmals über Psychoanalyse zu schreiben. So prägte er etwa den Begriff des «Ödipus-Komplexes» und veröffentlichte im Jahr 1900 sein wegweisendes Buch über die Traumdeutung. Darin schrieb er über mögliche Zusammenhänge zwischen Träumen und persönlicher Lebensgeschichte und ging besonders auf Aspekte ein, die ihn bereits in früheren Forschungen interessiert hatten. Für Freud bilden Träume eine Art psychisches Sicherheitsventil und bringen nicht akzeptierte Gefühle zum Ausdruck. Sie symbolisieren unbewusste Triebe und Wünsche, die für Freud meist sexueller Natur waren.

Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für Freuds Ansätze gibt und dass Träume auf sehr unterschiedliche Arten gedeutet werden können. Die moderne Psychoanalyse folgt Freuds Idee von den unbewussten Vorgängen, die sich im Gehirn abspielen, hat aber eine Vielzahl von Methoden und Anwendungsmöglichkeiten entwickelt.

cm

 

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Schlafen und Träumen

Der Mensch verschläft einen Drittel seines Lebens – aber nur, wenn er das auch kann. Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen oder haben nicht die Möglichkeit, die nötige Menge an Schlaf zu erhalten. In einer Sommerserie beschäftigen sich die FN mit dem Schlaf und dem Träumen.

fca

 

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