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Träumen bringt nichts

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Ich gebs zu – als Frau mit 58 Jahren stand ich der Rentenreform 2020 lange Zeit skeptisch gegenüber. Warum sollten ausgerechnet Frauen für die Sanierung der AHV ein Jahr länger arbeiten, wo wir von Lohngleichheit bei gleicher Leistung noch weit entfernt sind? Ich hätte gehofft, dass gerechtere Lösungen zur Sanierung der AHV aufs politische Parkett kämen. Zum Beispiel das Stopfen des Schlupflochs in der AHV-Beitragspflicht der von den Steuern befreiten Dividendenzahlungen. Lapidar meinte eine Bekannte letzthin zu mir «Träum weiter» – und urplötzlich bin ich aus meinem Dornröschenschlaf erwacht. Denn tatsächlich würden unsere Parlamentarier in Bern einem solchen Ansinnen niemals zustimmen. Und genau das sind wir uns längst gewohnt – gespart und gekürzt wird nicht im Umfeld von Aktionären und Reichen. Ihr Lobbying in Bern ist zu gross. So habe ich mich zwangsläufig mit der Vorlage auseinandergesetzt. 70 Franken mehr für Neurentner und das bei einer AHV, die saniert werden muss, schien mir auf den ersten Blick total unlogisch. Auch die Erhöhung des Rentenalters für Frauen ist nicht wirklich etwas, was mir gefällt. Demgegenüber stehen aber zahlreiche Vorteile, vor allem die Flexibilisierung des Rentenalters und die Chance für Frauen mit kleinem Einkommen auf eine Rente. Es geht hier nicht ums Körnlipicken, sondern um einen bestmöglichen Kompromiss für alle. Schliesslich muss ich sagen, die positiven Elemente der Vorlage überwiegen bei weitem. Die Vorlage ist ausgewogen und berücksichtigt auch den Zusammenhalt der Generationen, was für unser aller Zukunft doch das Allerwichtigste ist!

Oft liest man, die Rentenreform schade den Jungen. Sie müssten die Zeche für die Alten bezahlen. Die Zahlen des Bundesamts für Sozialversicherungen entlarven diese Pauschalbehauptung jedoch als falsch. Scheitert diese Vorlage, macht mir Plan B Angst und Bange. So wird das Rentenalter 65 für Frauen gleichwohl beibehalten. Das Thema Rentenalter 67 wird rasend schnell auf uns zukommen und wegfallen werden die Flexibilisierung des Altersrücktritts und der Ausgleich von 70 Franken für Neurentner. Aus all diesen Gründen sage ich mit Überzeugung am 24. September zwei Mal Ja zur Altersreform 2020.

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