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«Treppen sind heute wie Möbel»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als Roland Jeckelmann am ersten Januar 1989 seinen ehemaligen Lehrbetrieb im Unterdorf in Düdingen übernahm, beschäftigte die Schreinerei gerade einmal einen Angestellten und einen Lehrling. Heute ist sein Unternehmen Jeckelmann Roland AG im Industrie- und Gewerbezentrum 2000 an der Bonnstrasse ansässig und umfasst vier ausgebildete Schreiner, zwei Lehrlinge und eine Teilzeit angestellte Bürokraft. Zu seinen Kunden gehören vor allem Private und Architekten, aber auch Auftraggeber aus der Industrie.

Treppen als Spezialität

Neben der Fertigung von Tischen, dem Innenausbau und diversen Reparaturen hat sich die Firma vor allem auf den Treppenbau spezialisiert und nimmt auf diesem Gebiet im Sensebezirk eine Vorreiterrolle ein: Die Angestellten besuchen regelmässig Weiterbildungskurse in Deutschland. Dort existiert eine Fachrichtung Treppenbau für Schreiner. In der Schweiz gibt es so etwas nicht. «Hier werden Treppen meist von Zimmermännern gefertigt. Das ist aber ein veraltetes Modell», so Jeckelmann. Schliesslich seien Treppen heute viel filigraner und leichter geworden und seien, genau wie die Küche oder der Tisch, ein zentrales optisches Element in einer Wohnung oder einem Haus. «Treppen sind heute wie Möbel zu betrachten», sagt Jeckelmann.

Viele Veränderungen erlebt

Dass heute eher leichte Treppen in Häuser eingebaut werden und nicht mehr massive, klobige Gebilde wie früher, sei denn auch eine der gewichtigsten Veränderungen der letzten Jahrzehnte in der Branche. Zudem hätten sich die Materialien verändert, sei es beim Bau der Treppe, wo heute auch Glas oder Kunststoff mit dem Holz kombiniert würden, oder bei der Behandlung des Holzes. Hier setzt Jeckelmann heute verstärkt auf Stoffe aus natürlicher Basis. Auch die Kundschaft habe sich verändert. «Die Kunden sind anspruchsvoller geworden, da sie sich zum Beispiel im Internet gut selbst informieren können und dadurch schon mit einer sehr genauen Idee zu uns kommen», erklärt Jeckelmann.

Optimistisch in die Zukunft

 Kleine Schreinereien sind heute grosser Konkurrenz durch riesige Konzerne und Billiganbieter ausgesetzt. So müssen sie oft viel Zeit aufwenden, bevor sie überhaupt einen Auftrag bekommen. «Wir müssen heute unzählige Offerten schreiben, um einen Auftrag zu erhalten», so Jeckelmann. Und doch blickt er optimistisch in die Zukunft. Er sieht die Chance der Kleinbetriebe vor allem in der Fertigung von Nischenprodukten, der Innovation und in der Qualität. Dazu gehört auch die Fähigkeit, für jeden Kunden die ideale Lösung zu finden und sich dafür Zeit zu nehmen. «Die Idee macht drei Viertel unseres Preises aus», so Jeckelmann. Die Produkte dürften daher auch etwas kosten. «Wir müssen unseren Berufsstolz verkaufen», sagt er.

Für die Zukunft wünscht er sich, dass die Baubranche wieder etwas mehr zu ihren Ursprüngen zurückkehrt. «Ich wünsche mir eine effizientere Zusammenarbeit auf der Baustelle. Die Handwerker sollten sich zusammentun, um etwas Schönes zu schaffen, statt nur möglichst schnell die Arbeiten zu beenden», so Jeckelmann.

Chronologie

Vom Unterdorf an die Bonnstrasse

Am ersten Januar 1989 übernahm Roland Jeckelmann seinen ehemaligen Lehrbetrieb mit Sitz im Unterdorf in Düdingen. Zusammen mit einem Angestellten und einem Lehrling führte er verschiedenste Arbeiten aus. Schon damals begann das Unternehmen, sich auf den Treppenbau zu spezialisieren. Mit den Jahren wuchs die Anzahl der Mitarbeiter. Als schliesslich drei Angestellte und ein Lehrling im Kleinstbetrieb arbeiteten, erreichten die Räumlichkeiten ihre Kapazitätsgrenze. Im Verlauf des Jahres 1998 zeichnete sich eine Lösung ab. Im Industrie- und Gewerbezentrum 2000 (IGZ 2000) an der Bonnstrasse konnte Roland Jeckelmann einen grossen Raum erwerben. Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen im Jahr 1999 zog das Unternehmen um. Innerhalb von drei Wochen richteten die Schreiner die neuen Räumlichkeiten ein und brachten die Maschinen an ihren Platz. Im gleichen Jahr gründete Jeckelmann die Aktiengesellschaft Jeckelmann Roland AG. Heute sind vier gelernte Schreiner und ein Lehrling im Betrieb angestellt. Die Jeckelmann Roland AG ist vor allem auf den Bau von Treppen spezialisiert, führt aber auch andere Schreinerarbeiten aus.lr

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